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Hautkrankheiten

Die Haut – größtes Organ des Menschen, und wohl auch eines der Organe mit den häufigsten Erkrankungen. Die wichtigsten Hautprobleme und Hautkrankheiten, ihre Symptome und Behandlungen im Überblick.

Was hat es auf sich mit
Neurodermitis
Schuppenflechte
Nesselsucht
Seborrhoisches Ekzem
Analekzem
Windeldermatitis
Akne
Rosacea
Vitiligo

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende, jedoch vererbbare Hautkrankheit die einher geht mit trockener Haut, Ekzemen und Juckreiz.

  • Verbreitung: Vor allem in den westlichen Industrienationen verbreitet sich Neurodermitis seit den letzten Jahrzehnten sehr stark. In Deutschland spricht man von etwa vier Millionen Betroffenen, viele davon sind Kinder: inzwischen leidet jedes fünfte bis siebte Kind unter der Hautkrankheit.
  • Ursachen: Die Ursachen der Neurodermitis sind noch längst nicht vollständig geklärt. Als Hauptgründe für Ausbruch und Ausbreitung dieser Hautkrankheit gelten aber genetische Einflussfaktoren und veränderte Lebensumstände wie die zunehmende Umweltverschmutzung, die seltener werdende Bewegung an der frischen Luft und die einseitige Ernährung sowie das Leben in beheizten Räumen, welche unter anderem Hausstaubmilben begünstigen. Allergische Reaktionen und Stress können Neurodermitis auslösen oder verschlimmern.
  • Neurodermitis Symptome: Neurodermitis zeigt sich in trockener Haut und in Schüben von Juckreiz und Ekzemen. Zeiten mit weniger Beschwerden wechseln sich also ab mit welchen, in denen sich neue Ekzeme auf der Haut bilden oder sich alte neu entzünden. Typischerweise treten Juckreiz und Ekzeme bei Neurodermitis an Armbeugen und Kniekehlen, Hals und Gesicht auf.
  • Neurodermitis Behandlung: Neurodermitis ist nicht heilbar. Aber behandelbar. Welche Neurodermitis Behandlung beim einzelnen Betroffenen Erfolg verspricht, ist meistens unklar, da die Patienten ganz unterschiedlich auf die Therapien reagieren. Den Grundbaustein bildet immer die tägliche Basispflege, also die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit, Fett und entzündungshemmenden sowie heilungsfördernden Wirkstoffen. Darüber hinaus gibt es unzählige Neurodermitis Behandlungen. Wichtigster Ansatz der Schulmedizin: die Medikamente. Eine kleine Auswahl: Cremes, Salben und Tabletten zum Beispiel mit Cortison sowie Antibiotika zur Therapie der Ekzeme und Antihistaminika gegen den Juckreiz. Auch Licht- und Klimatherapie, Ernährungsumstellung und Darmsanierung, Akupunktur, Homöopathie und neurodermitisgerechte Kleidung können helfen.

Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte (Psoriasis) gehört wie die Neurodermitis zu den chronischen, nicht ansteckenden aber vererbten Hautkrankheiten. Wichtigstes Merkmal: Auf der Haut der Betroffenen bilden sich Schuppen.

  • Ursachen: Die wohl wichtigste Ursache dafür, dass Schuppenflechte überhaupt ausbrechen kann, spielen die Gene. Zwar können Generationen übersprungen werden, das Risiko einer Erkrankung des Kindes liegt jedoch bei 20% bei einem Elternteil mit Schuppenflechte bzw. 50%, wenn beide Eltern bereits Schuppenflechte haben. Für den eigentlichen Ausbruch der Krankheit bedarf es sogenannter “Trigger” oder “Provokationsfaktoren” wie Medikamente, Rauchen, Alkohol oder Verletzungen der Haut.
  • Verbreitung: Etwa zwei Prozent der Mitteleuropäer leiden unter Schuppenflechte, Frauen und Männer sind ähnlich häufig betroffen.
  • Schuppenflechte Symptome: Entzündliche und wiederkehrende, silbrig-graue Schuppen bilden sich klein- oder großflächig auf der Haut bei der “gewöhnlichen Schuppenflechte” (Psoriasis vulgaris), die bei neun von zehn Psoriasis-Patienten anzutreffen ist. Ellenbogen, Kniee und Kopfhaut sind dabei am häufigsten von den Flechten befallen und meistens nicht nur schuppig, sondern auch gerötet und leicht geschwollen.
  • Schuppenflechte Behandlung: Eine Heilung für Schuppenflechte gibt es (derzeit) nicht. Schuppenflechte Behandlungen, die die Krankheit teilweise dauerhaft lindern und erträglicher machen können, jedoch zuhauf. Äußerlich angewendet werden in erster Linie Salben und Badezusätze und die Lichttherapie. Daneben verabreicht der Hautarzt häufig Medikamente wie Ciclosporin, Methotrexat oder Cortison.

Nesselsucht (Urtikaria)

Nesselsucht (Urtikaria) ist eine Überempfindlichkeit der Haut. Die betroffenen Hautpartien gleichen jenen, die mit einer Brennnessel in Berührung kommen.

  • Ursachen: Nicht immer sind Ursachen und Auslöser der Urtikaria klar. Allergische Reaktionen, Kälte und mechanische Reize oder Verletzungen sowie Infektionen mit Bakterien oder Viren sind jedoch in den allermeisten Fällen an der Entstehung beteiligt.
  • Verbreitung: Fast 20 Prozent jeden Alters und Geschlechts sind von Nesselsucht betroffen.
  • Nesselsucht Symptome: Ein stellen- oder flächenweise geröteter Hautausschlag, begleitet von starkem Juckreiz und die Bildung blass-roter Quaddeln (Hauterhebungen) und Hautschwellungen kennzeichnen die Nesselsucht. Die akute Nesselsucht ist nach zwei Wochen meistens verschwunden. Die chronische Nesselsucht hingegen kann sechs Wochen bis mehrere Jahre anhalten. Dazwischen liegt die wiederkehrende Urtikaria, bei der sich Phasen von Symptomfreiheit mit denen eines ausgeprägten Krankheitsbildes abwechseln.
  • Nesselsucht Behandlung: Im Mittelpunkt der Therapie stehen die Vermeidung der Auslöser – also zum Beispiel von Kälte oder Allergenen. Der Hautarzt verschreibt zusätzlich Antihistaminika, Antibiotika oder Cortison.

Seborrhoisches Ekzem (Seborrhoische Dermatitis)

Ein Hautausschlag, der besonders auf der Kopfhaut und im Gesicht auftritt. Das Ekzem schuppt, juckt aber in der Regel nicht.

  • Ursachen: Neben der genetischen Veranlagung werden ein geschwächtes Immunsystem, Hormonschwankungen, Pilzinfektionen und klimatische Veränderungen verantwortlich gemacht für den Ausbruch des seborrhoischen Ekzems.
  • Verbreitung: Die Haut von Säuglingen und Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren sind am häufigsten betroffen, Männer eher als Frauen.
  • Seborrhoisches Ekzem Symptome: Hautrötungen und fettig-gelbe Schuppen auf der Haut deuten auf das seborrhoische Ekzem hin. Die Ekzeme treten überwiegend sowohl auf der Kopfhaut und angrenzenden Bereichen auf, als auch um Nase, Kinn, Augen und Ohren herum. Anders als bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Nesselsucht spielt Juckreiz beim größten Teil der Patienten mit seborrhoischem Ekzem nur eine untergeordnete Rolle.
  • Seborrhoisches Ekzem Behandlung: Shampoos, Cremes, und in schlimmen Fällen auch Cortison, werden zur Behandlung dieser Hautkrankheit eingesetzt. Gegen Pilzinfektionen wird ein Antimykotikum eingesetzt.

Analekzem

Ein Ekzem am After, das starkes Brennen und Jucken auslösen kann.

  • Ursachen: Die Ursachen eines Analekzems sind ganz unterschiedlich. Angefangen bei mangelnder Analhygiene, über chronische Diarrhoe oder Hämorrhoiden, hin zu wiederholten und zu starkem Kratzen in der Analgegend, allergischen Reaktionen auf Waschmitteln bzw. Salben, und Pilzinfektionen. Aber auch anhaltende Nässe durch Inkontinenz und Fisteln kann ein Analekzem verursachen.
  • Verbreitung: Zwischen einem und fünf Prozent der Bevölkerung sind von dieser Hautkrankheit betroffen. Aufgrund falscher Scham gehen vermutlich viele Patienten nicht zum Arzt, die Dunkelziffer könnte also sehr viel höher sein. Zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr treten die meisten Fälle auf, häufiger bei Männern als bei Frauen.
  • Analekzem Symptome: Beim Analekzem handelt es sich um gerötete und entzündete Haut um die Afteröffnung. Besonders qualvoll ist der starke Juckreiz, der vom Analekzem ausgehen kann – auch nachts. Bei schlimmen Ausprägungen nässt und blutet das Ekzem außerdem. Oft sind Kratzspuren und kleine Einrisse in der Haut erkennbar.
  • Analekzem Behandlung: Cremes und Salben werden häufig zur Analekzem Behandlung verschrieben. Auch Darmsanierung und naturheilkundliche Verfahren kommen zur Anwendung. Im Alltag selbst sollte kein hartes Toilettenpapier benutzt werden und auch kein feuchtes. Sofern möglich, den After nach dem Stuhlgang mit klarem Wasser abwaschen und sanft trockenputzen oder mit Kaltluft trocken föhnen. Zudem muss der After immer trocken gehalten werden – beispielsweise mit einer runden Wattescheibe, die man zwischen die Pobacken klemmt.

Windeldermatitis (Windelausschlag)

Bei dieser meistens akuten, also nicht dauerhaften, Hautkrankheit handelt es sich um eine Hautreizung bei Babys im Windelbereich.

  • Ursachen: Die Wärmestauung unter der Windel, der ständige Kontakt der Babyhaut mit Urin und Stuhl – vor allem nach der Aufnahme von säurehaltigen Lebensmitteln sowie diverse Pilzinfektionen oder Bakterienbefall sind in den meisten Fällen verantwortlich.
  • Verbreitung: Etwa zwei von drei Kindern, die gewickelt werden, haben irgendwann einmal Windeldermatitis. Am häufigsten betroffen sind Säuglinge zwischen dem neunten und zwölften Lebensmonat. In seltenen Fällen leiden auch Erwachsene, die aufgrund von Inkontinenz Windeln tragen, unter dem Ausschlag.
  • Windeldermatitis Symptome: Im Windelbereich treten unscharf begrenzte Rötungen auf, nässende Blässchen, Schwellungen, Schorf oder Schuppungen gehen teilweise damit einher. Da das Scheuern der Windel bei einer Windeldermatitis schmerzhaft sein kann, schreien betroffene Babys in der Regel stärker als gewöhnlich.
  • Windeldermatitis Behandlung: Auf Reinigungstücher, Cremes und Salben sowie die Anwendung von Seife sollte während der Dermatitis verzichtet werden. Eventuell hilft auch der Wechsel der Windelmarke, da unter Umständen manche Produkte nicht vom Baby vertragen werden. Ebenso kann ein Wechsel auf Stoffwindeln helfen. Bei Pilz- oder Baktierenbefall verschreiben Ärzte häufig pilzhemmende Pasten (Antimykotika) bzw. Antibiotika. Zum Teil kommt auch Hydrokortison zum Einsatz. Wichtig bei Bakterien- oder Pilzinfektionen: Die Wäsche gleich nach einmaligem Tragen als Kochwäsche in die Waschmaschine.

Akne

Akne ist die am weitesten verbreitete Hautkrankheit.

  • Ursachen: Verstärkte Talgproduktion in Kombination mit einer Verhorungsstörung im Ausgang der Talgdrüsen führen zur Bildung von sogenannten Komedonen. Dies kann genetisch bedingt sein, aber auch durch komedogene Stoffe in Kosmetika, durch Rauchen, Bakterien oder Stress verursacht werden.
  • Verbreitung: Als weltweit häufigste Hauterkrankung betrifft die Akne 70 bis 87 Prozent aller Jugendlichen. Davon sind 10 bis 30 Prozent so stark betroffen, dass sie Medikamente einnehmen müssen.
  • Akne Symptome: Teils sehr trockene, teils sehr fettige Haut. Pickel und Mittesser, die stellen- oder flächenweise auftreten und in der Regel zunächst nicht entzündlich sind, sich jedoch im Verlauf der Krankheit entzünden können.  
  • Akne Behandlung: Behandelt wird die Akne unter anderem mit Antibiotika, Benzolperoxid, Fruchtsäure, bei Frauen mit Hormonen, mit Linolsäure, Isotretinoin, Salicylsäure, und auch mit Zink sowie mit einer Lichttherapie.

Alles zum Thema Akne bei jucknix: Akne

Linktipp:

Auf nie-mehr-akne.info erfahrt ihr mehr über die Ursachen und Behandlung von Akne. Und auch hier erfahrt ihr mehr über Akne.

Rosacea

Diese Hautkrankheit, die übersetzt "kleine Rosenblüten" bedeutet, führt zu teils großflächigen Rötungen im Gesicht. Mehr zur Rosacea.

Vitiligo

  

Linktipps:

Hautkrankheiten können teuer werden, da leider längst nicht alle wichtigen Hautpflegeprodukte und Medikamente von den Kassen übernommen werden. Wer die richtige Krankenversicherung sucht, findet hier einen Anbietertest (www.anbietertest24.info)

 


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