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Hausstaubmilbenallergie – Symptome

Welche Hausstaubmilbenallergie-Symptome auftreten kann und wie man die Milbenallergie von einer Erkältung unterscheiden kann: jucknix verrät es.

Verantwortlich für die Hausstaubmilbenallergie-Symptome sind nicht die Milben selbst, sondern ihr Kot, der sich beim Aufschütteln der Bettwäsche und beim Bewegen auf der Matratze in die Luft absetzt und eingeatmet wird. Schätzungsweise jeder zehnte Deutsche ist von dieser Allergie betroffen.

Die typischen Symptome der auch als „Hausstauballergie“ abgekürzten Erkrankung sind:

  • Dauerschnupfen oder verstopfte Nase
  • Niesanfälle
  • Juckende Augen
  • Angeschwollene, tränende Augenschleimhaut (allergische Konjunktivitis)
  • Halsschmerzen
  • Ohrenjucken
  • Juckreiz und Anschwellen von Nasen- oder Rachenschleimhaut
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Bei Dauerbelastung: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche
  • Asthmatische Beschwerden bei allergischem Asthma mit pfeifenden Atemgeräuschen, Husten und Atemnot
  • Verschlechtertes Hautbild bei Neurodermitis mit stärkeren Ekzemen und vermehrtem Juckreiz

Die Beschwerden betreffen also überwiegend die Atemwege sowie die Schleimhäute. Am stärksten sind sie nachts und am frühen Morgen im Schlafzimmer, sie können jedoch auch beim Staubwischen auftreten.

Je höher die Milbenbelastung ist, umso stärker die Symptome.

In feucht-warmem Klima und am Beginn sowie Ende der Heizperiode, wenn die Räume weniger gelüftet werden, können die Symptome stärker werden. Die trockene Heizungsluft lässt die Milben und ihren Kot austrocknen, wodurch der Kot noch leichter als feiner Staub in der Atemluft verteilt wird. Die meisten Allergiker haben das ganze Jahr über Probleme.

Eine zu lange ignorierte Allergie kann sich vom allergischen Schnupfen nach einigen Jahren zum Asthma entwickeln – der sogenannte Etagenwechsel.

Hausstaubmilbenallergie – oder doch eine Erkältung?

Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie können denen einer Erkältung stark ähneln.

Mit den folgenden drei Kriterien könnt ihr (mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit) herausfinden, um was es sich bei euch handelt.

Eine Allergie erkennt daran, dass:

  • Antibiotika, Hustensaft und andere Medikamente nicht oder nur sehr kurz helfen
  • die Symptome jedes Jahr in den kalten Monaten auftreten
  • die Symptome morgens besonders stark sind und sich im Laufe des Tages deutlich verringern

Im Zweifelsfall solltet ihr einen Allergietest beim Dermatologen / Allergologen / Kinderarzt / Lungenarzt / HNO-Arzt durchführen lassen. Der Arzt wird zudem eure Symptome abfragen, die Schleimhäute untersuchen und auf Atemgeräusche hören. Anschließend kann er verschiedene Tests einsetzen:

  • Pricktest: der häufigste Allergietest, dabei werden Testlösungen auf den Arm gegeben, bilden sich Quaddeln, Rötungen oder Juckreiz, deutet dies auf eine Allergie hin.
  • Blut-Untersuchung: Analyse einer Blutprobe auf Antikörper.
  • Provokationstest: zuerst wird die Schleimhaut der Nase mit einer Kochsalzlösung besprüht – reagiert der Patient schon hierauf mit Niesen oder Schnupfen, neigt er insgesamt zur Überempfindlichkeit der Schleimhaut. Reagiert er nicht, bekommt er ein Allergenextrakt mit Hausstaubmilben in die Nase gesprüht – bei einer Allergie kommt es dann zu den Beschwerden.

Hinweis: auch bei positiven Allergietests müssen keine Beschwerden auftreten, sie zeigen lediglich an, dass der Patient zu einer Überempfindlichkeit neigt.

Aufgrund der möglichen ernsthaften Folgen wie Asthma solltet ihr vermeintliche oder tatsächliche Hausstaubmilbenallergie-Symptome ernst nehmen und abklären lassen. Dann können Maßnahmen wie Encasings und Hyposensibilisierung sinnvoll sein.
 


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