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Hausstaubmilben-Allergie

Verbreitung und Symptome

Unter den Tierallergenen gilt die Hausstaubmilben als bedeutenster Allergieauslöser. Haustaubmilben kommen praktisch überall vor, wo Menschen sind. Sie sind ca. 0,1mm groß. Sie vermehren sich verstärkt in warmem und feuchtem Raumklima und leben im Hausstaub, in Polstermöbeln, in Betten, in Kissen, in Decken, in Teppichen und in Kuscheltieren. Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen Hautschuppen, von denen die normale Haut ca. 1,5g pro Tag verliert (dieser Nährboden ist ausreichend für ca. 100.000 Milben).

Genau aus diesem Grund sind Neurodermitis Patienten in der Regel stärker betroffen, als "Normalallergiker". Denn die Haut des Neurodermitikers ist in der Regel trockener als die eines Nicht-Neurodermitkers. So kommt es zu stärkerer Schuppung der Haut und damit zu einer idealen Brut- und Lebensstätte für die Hausstaubmilbe.

Allergieauslöser ist nicht die Milbe selbst, sondern der Kot des Tieres, welcher durch die Atmung aufgenommen wird. Zu Beginn der Heizperiode erreicht die allergene Belastung seinen Höhepunkt, da durch die Luftumwälzungen besonders viel Kot der Hausstaubmilbe umgewälzt wird.

Im Falle einer Hausstaubmilbenallergie sind meiste die Atemwege betroffen, es kann zu schweren Asthmaanfällen oder anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Mehr dazu unter Milbenallergie-Symptome.

Kreuzallergien

Als Kreuzallergene gelten Krabben, Garnelen und Muscheln (-> Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest, den Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) oder nasale Provokation. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests". Daüber hinaus gibt es Milbentests für den Hausgebrauch. Mit z.B. Bio-Check Allergen Control der Firma Dräger kann einfach festgestellt werden, wie hoch die Milbenbelastung in textilen Oberflächen ist. Diese Checks ersetzen aber keinesfalls einen ausführlichen Allergietest beim Arzt.

Mehr dazu unter Hausstauballergie – Diagnose.

Therapie

Neben einer möglichen Hyposensibilisierung sollten vor allem folgende Maßnahmen ergriffen werden, um die Milbenzahl zu reduzieren und deren Verbreitung zu verhindern:

  • Verwendung von spezieller Milben-Bettwäsche (Stichwort "Encasing"): Die dichtmaschige Kunststoffhülle verhindert, dass der Milbenkot aus der Matratze nach außen und Hautschuppen als Nahrungsgrundlage nach innen in die Matratze gelangen.
  • Möglichst auf Teppiche verzichten. Eher Parkett, Fliesen oder Laminat einsetzen.
  • Regelmäßiges Lüften: Dies veringert die Luftfeuchtigkeit und reduziert die Raumtemperatur. Anzustrebende Werte sind eine Luftfeuchtigkeit von ca. 50% sowie eine Schlafzimmertemperatur von unter 20 Grad Celsius.
  • Entfernen von Luftbefeuchtern und feuchtigkeitsspendenden Zimmerpflanzen.
  • Einsatz von speziellen Staubfiltern (Feinporenfiltersystem) für Staubsauger, da normale Staubfilter die kleinen Kotbällchen nicht auffangen können.
  • Verwendung von Matratzen mit glatter Oberfläche, da diese leicht mit dem Staubsauger abgesaugt werden können.
  • Regelmäßiges Waschen (ab 60 Grad) oder Dampfbügeln aller Stoffe, Polster, Kuscheltiere etc.
  • Feuchtes Abwischen des Bodens und der Möbel.

Mehr dazu unter Hausstauballergie-Behandlung und Hausstauballergie vorbeugen.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.


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2 Antworten zu “Hausstaubmilben-Allergie”

  1. Peter sagt:

    Es sind auch Anti-Milben-Mittel mit Wirkstoffen auf biologischer Basis erhältlich. So gibt es zum Beispiel ein spezielles Anti-Milben-Mittel, das als Spray auf die Matratze und die Bettwäsche aufgetragen wird und Milben sicher von den Stoffen und Polstern fernhält ( http://www.wanzen-und-milben.com/anti-milben-mittel )

  2. Ursula Blank sagt:

    Ich habe letzte Woche einen Blog gelesen der die Leidensgeschichte einer Familie aufzeigt, die eine Allergie gegen Hausstaubmilben hat. Der Blog (http://hausstaub-milben-allergie.de/) hat mich wirklich sehr interessiert, da ich und meine Familie auch unter einem ähnlichen Problem leiden. Seitdem wir das Allergie-Problem haben, benutze ich ein Mittel aus der Apotheke namens Milbiol. Als ich dieses Spray wiederholt in der Apotheke kaufen wollte, war es leider ausverkauft. Nun habe ich aber ein Spray gefunden, es nennt sich Milbopax, was die Allergie fast vollständig unterdrückt also super wirkt. Auch das bekommt man in der Apotheke! Für mich ist dieses Spray fast wie ein kleines Wundermittel, es erleichtert mir und meiner Familie das alltägliche Leben. Kaum bis keine Niesanfälle mehr, Augenjucken, Schnupfen. Probiert es aus!

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