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Hatschi (Herkunft und Bedeutung)

Hatschi ist ein Aufruf, der das Niesen nachahmt. Es handelt sich um einen lautmalerischen Ausdruck, eine sogenannte Onomatopöie: „haaa“ für das Luftholen … „tschi!“ für das anschließende Luftausstoßen. Derartige lautmalerische Begriffe gibt es in vielen Sprachen und für viele Geräusche, zum Beispiel „fiepen“ oder „piepen“. 

Beim Hatschi passiert übrigens folgendes:

  • Niesen läuft in drei Phasen ab: tief Luft einatmen, kurz anhalten, schlagartig ausatmen
  • Der Niesreiz wird durch eine Reizung der Nasenschleimhaut ausgelöst, oder durch helles Licht (photischer Niesreflex)
  • Die Nase juckt und kribbelt
  • Dann kommt es zu einem Luftstoß, von der Lunge hochgepumpt mit bis zu 160 km/h (!), indem sich die Muskeln der Ausatmung im Bauch und in der Brust schlagartig zusammenziehen
  • Dabei werden Staubkörnchen, Pflanzenpollen und Nasensekret aus der Nase gedrückt
  • Manchmal wird auch Sekret aus dem Mund gestoßen
  • Die meisten Menschen schließen beim Niesen ihre Augen (gefährlich im Straßenverkehr!)
  • Beim Niesen können Krankheitserreger per Tröpfcheninfektion übertragen werden
  • Auch Tiere können niesen, sogar bei Fischen gibt es eine Art „Hatschi“
  • Ob man nach einem „Hatschi“ „Gesundheit“ oder etwas Ähnliches sagen sollte, ist umstritten. Angeblich muss sich heute der Niesende entschuldigen, statt von seinen Mitmenschen gute Besserung gewünscht zu bekommen.

In anderen Kulturkreisen entgegnet man auf ein Hatschi zum Beispiel:

  • „Helf Dir Gott!“ (Österreich),
  • Beim ersten Niesen „Gesundheit“, beim zweiten „Geld“, beim dritten „Liebe“ (Latainamerika)
  • „Alle Heiligen mögen mit Dir sein“ (Portugal)
  • „Jesus“ (Spanien): entspringt dem Aberglauben, dass die Seele beim Niesen den Körper verlässt – davor soll Jesus bewahren
  • „Du sollst platzen!“ (Albanien): gegenüber nicht freundlich Gesinnten
  • „Lebe viel“ (Türkei)
  • „Jemand denkt an Dich“ (China)

Wir wünschen in jedem Fall Gesundheit! ☺
 


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