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Haselnuss-Allergie

Hasel-Allergie

Verbreitung und Symptome

Der Haselstrauch oder Hasennussstrauch hat seine Blütezeit im Februar bis April und dient als wichtiger Pollenlieferant für Honigbienen.

Die Haselnuss und das aus der Nuss gewonnene Haselnussöl werden für Backwaren, Süßigkeiten (Nougat, Krokant) und für Speiseeis verwendet.

Hinsichtlich der allergischen Relevanz ist die Haselnuss als Nahrungsmittelallergen und der Pollen des Haselnussstrauchs als Pollenallergen zu unterscheiden.

Die Haselnuss als Nahrungsmittelallergen

Die Haselnuss ist eines der bedeutendsten Nahrungsmittel-allergene,  ca. 11% der Bevölkerung reagieren auf Haselnuss-Allergietests allergisch. Dabei zeigt sich häufig als Symptom das orale Allergiesyndrom (Kribbeln und Schwellungen im Mund- und Rachenbereich).

Darüber hinaus treten häufig Heuschnupfen-Symptome, Hautreaktionen und Juckreiz, insbesondere bei Neurodermitis-Patienten sowie Verdauungs-Beschwerden auf. Mitunter kann es zum anaphylaktischen Schock kommen.

Das Erhitzen und Rösten von Haselnüssen zerstört die relevanten Allergieauslöser nur teilweise, allergische Reaktionen auf Haselnüsse in Backwaren bleiben dann zumeist bestehen.

Der Haselnussstrauch als Pollenallergen

Blütezeit des Haselnussstrauchs ist Februar bis April (Frühblüher). Nach der Birke gilt die Hasel als bedeutendster Auslöser von Allergien gegen Baumpollen.

Bei der Haselnuss-Pollenalllergie ergeben sich ähnliche Symptome wie beim Verzehren der Nuss selbst. Unter anderem sind dies das orale Allergiesyndrom (Kribbeln und Schwellungen im Mund- und Rachenbereich), Heuschnupfen-Symptome, Hautreaktionen und Juckreiz, insbesondere bei Neurodermitis-Patienten sowie Verdauungs-Beschwerden. Mitunter kann es zum anaphylaktischen Schock kommen.

Kreuzallergien

Bestehen zu anderen Nussarten wie Erdnüssen, Walnüssen, Pekanüssen, Cashewnüssen, Paranüssen, Pistazien und Kokosnüssen sowie zu Blütenpollen, die im Frühjar blühen, wie zu Birkenpollen, Beifusspollen, sowie zu Erle, Hainbuche, Eiche, Ulme, Pappel, Esche und Ahorn. Darüber hinaus zu verschiedenen Obstsorten, insbesondere zum Apfel,  zum Pfirsich aber auch zu Aprikose und Pflaume. Daher wird diese Kreuzallergie auch als Birkenpollen-Nuss-Obst-Syndrom bezeichnet. Zudem besteht eine "Kreuzreaktivität" zwischen Haselnuss und Haselnusspollen (letztere bei mehr als 50% der Haselnuss-Allergiker). (-> Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt sowohl für die Haselnuss-Allergie als auch für die Haselnussstrauch-Pollenallergie durch den Pricktest, den Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) oder nasale Provokation. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests".

Therapie

Neben dem konsequenten Meiden von Haselnuss und Haselnusspollen wird teilweise eine Hyposensibilisierung empfohlen.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.

 

Bild: Lilo Kapp / pixelio.de


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