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Haarschuppen (Kopfschuppen)

Haarschuppen (Kopfschuppen) sind weiße, meist kleine Partikel. Haarschuppen bestehen aus abgestorbenen Hautzellen und sind in der Regel medizinisch unbedenklich, aus optischen Gründen jedoch für die Betroffenen unangenehm – insbesondere auf dunklen Haaren oder dunklen Kleidungsstücken zeichnen sich die Haarschuppen sichtbar ab.

Ursache der Schuppen ist eine vermehrte oder verminderte Produktion von Hautfett. Bei zu viel Fett sammeln sich Hautpilze ab, die sich vom Fett ernähren und die Kopfhaut reizen. Ist die Kopfhaut zu wenig fettig, ist sie aufgrund ihrer Trockenheit leicht reizbar.

Haarschuppen werden nicht nur durch Erkrankungen wie die Schuppenflechte gefördert, sondern auch durch:

  • Zu heißes Föhnen
  • Aggressive Shampoos und Pflegeprodukte
  • Hautreizende Stylingprodukte (Haarspray, Haargel etc.)
  • Zu häufiges Haarewaschen
  • Enge Kopfbedeckungen und das daraus folgende vermehrte Schwitzen am Kopf

Die schuppige Kopfhaut kann mitunter sehr stark jucken, auch können sich Krusten und Borken bilden.

Haarschuppen – Allgemeine Pflegetipps

Die wichtigste Maßnahme zur Pflege lautet: schonend vorgehen. Dazu sollten die Haare nur zwei- oder dreimal wöchentlich gewaschen werden – mit milden Shampoos. Auch heißes Föhnen und zu enge Mützen sind nicht zu empfehlen.

Haarschuppen bekämpfen

Zur Behandlung schuppiger Kopfhaut gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

  • Schuppen-Shampoos: medizinische Schuppen-Shampoos enthalten Wirkstoffe, die die abgestorbenen Hautzellen auflösen. Hier kommt es häufig zu Beginn zur Erstverschlimmerung, bevor die Symptome abnehmen. Shampoos aus der Drogerie dürfen nicht so starke Wirkstoffe enthalten und sind daher besser für den Dauergebrauch zur Behandlung von Haarschuppen geeignet.
  • Heilkräuter: einen Tee aus Brennnessel, Birke, Klette, Neem oder Frauenhaar-Farn herstellen, ziehen lassen, abseien und in kleinen Portionen auf die Kopfhaut auftragen, einmassieren. Kopfhaut mit dem übriggebliebenen Tee spülen.
  • Ätherische Öle: auch ätherische Öle sollen Krankheitserreger bekämpfen und die gereizte Kopfhaut beruhigen können. Dazu zählen insbesondere Benzoe, Kamille, Lavendel, Schafgarbe, Teebaum und Thymian. Die Öle werden in neutrale Shampoos eingetropft und damit zusammen auf der Kopfhaut aufgetragen.

Haarschuppen – Wann zum Arzt?

Helfen diese Methoden nicht, sollte man einen Hautarzt aufsuchen, der eine mögliche Erkrankung erkennen und die richtigen Therapien einleiten kann.

Gleich zum Arzt gehen sollte man bei folgenden Symptomen:

  • Rötungen
  • Schwellungen
  • Nässen
  • Sehr fettige Haarschuppen
  • Borken und Krusten
  • Starker Juckreiz

Diese deuten auf eine Hauterkrankung wie Schuppenflechte (Psoriasis), seborrhoisches Ekzem, Allergie oder Pilzerkrankung hin.


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