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Gute Deos für empfindliche Haut: oft schwer zu finden

Schwitzen ist eine äußerst unangenehme Sache. Der Schweißgeruch einerseits, die Schweißflecken und die Nässe unter den Achseln andererseits. Zum Schutz vor beidem stehen eine ganze Reihe von Deo- und Antitranspirant-Produkten in den Regalen für jedermann bereit. Und dann kommt das große Aber.

Bei Hautkrankheiten bedeutet die Auswahl des Deos oft eine Herausforderung

Gerade Menschen, die unter einer Hautkrankheit leiden, haben immer wieder ernsthaft Probleme, ein geeignetes Deo zu finden. Da werden oft ganze Regale durchgetestet – die Folge sind aber immer wieder Juckreiz, Rötungen, oder gar Entzündungen unter den Achselhöhlen.

Das liegt daran, dass Deos bei weitem nicht so harmlos sind, wie teilweise behauptet wird. Viele der üblichen Inhaltsstoffe stellen schon eine Belastung für gesunde Haut dar – für empfindliche und angegriffene Haut sind sie dann eine echte Kampfansage. Und der auf sehr vielen Produkten sichtbare Hinweis "hautschonend" entlockt jedem, der unter einer Hautkrankheit leidet, oft nur ein gequältes Lächeln.

Was herkömmliche Deos meist enthalten:

  • Alkohol
  • Parfümstoffe
  • Konservierungsmittel
  • Antitranspirante Wirkstoffe
  • Stoffe, die die Konsistenz verändern

Welche Wirkung ist nötig?

Schwitzen ist eine natürliche, sehr sinnvolle Sache. Der Schweiß aus bis zu 5 Millionen Schweißdrüsen kühlt den Körper, und entsorgt dabei gleich auch noch einige Abfallstoffe aus dem Körperinneren. In Ruhe schwitzen wir ungefähr einen halben Liter pro Tag, in Extremfällen können wir sogar bis zu 10 Liter pro Tag schwitzen. Frischer, reiner Schweiß ist aber kein Problem: er ist nahezu völlig geruchlos.

Lediglich unter den Achseln kann der Schweiß nicht verdunsten, weil dort Haut auf Haut liegt. Bakterien auf der Hautoberfläche beginnen dann, den sich haltenden Schweiß zu zersetzen. Das Ergebnis ist der uns allen gut bekannte, saure Schweißgeruch.

Für Menschen mit empfindlicher oder geschädigter Haut kommt dazu, dass auch die ständige Feuchtigkeit durch das Schwitzen unter den Achseln und die dabei aufeinander reibenden, feuchten Hautstellen allein schon eine Belastung darstellen. Das allein kann schon zu Reizungen führen. Es sollte einerseits also um eine Reduktion der Schweißproduktion in diesem Bereich gehen – der Geruch ist dann automatisch kein Problem mehr.

Deos und Antitranspirante

Deos, die nicht antitranspirant wirken, enthalten meist lediglich Alkohol und einige Parfümstoffe. Dadurch soll die Bakterienaktivität gehemmt werden, die Parfümstoffe "übertünchen" dabei den Schweißgeruch. Alkohol trocknet die Haut aber natürlich extrem aus und wirkt hautreizend, die meisten Parfümstoffe sind auch nicht besonders hautschonend.

Reine Antitranspirante ("24 Stunden Schutz") vermindern jedoch die Schweißproduktion an sich. Hier kommen vor allem Aluminiumsalze zum Einsatz, die die Ausgänge der Schweißdrüsen verengen, selten auch Kaliumsalze. Die Schweißproduktion wird dabei lokal um 20 bis 50 Prozent gesenkt. Medizinische Antitranspirante gegen krankhaftes, übermäßiges Schwitzen, die es nur auf Rezept gibt, basieren ebenfalls auf der Wirksamkeit von Aluminiumsalzen, enthalten sie aber in wesentlich höheren Konzentrationen, oft bis zu 30% oder darüber. Das wirkt dann wiederum aber erstrecht hautreizend.

Deokristalle ziehen dagegen nur die Hautporen zusammen, um Schwitzen zu vermindern. Das macht sie nur mittelmäßig wirksam, dabei aber dennoch durch den Zusammenziehungseffekt potenziell hautreizend.

Für Menschen mit Hautkrankheiten sind Antitranspirante definitiv die bessere Lösung, weil so auch die ständige Feuchtigkeit unter den Achseln, die auch stark hautreizend wirken kann, gleich vermieden wird.

Die Crux mit modernen Deos ist aber, dass sie meist eine Kombination aus den beiden gerade angesprochenen Produktgruppen sind, und zudem mit einigen Chemikalien und Zusatzstoffen sowie Konservierungsmitteln angereichert sind, die für die Haut eine Belastung darstellen können.

Deopads – die Alternative

Eine ganz andere Produktgruppe sind Deopads: Sie werden unter die Achseln geklebt, saugen den entstehenden Schweiß auf und schließen ihn ein. Sie haben dabei noch eine weitere positive Wirkung: Sie verhindern das reibende Aufeinanderliegen feuchter Hautstellen unter den Achselhöhlen.

Wie findet man ein gutes Deo?

Klare Antwort: nur schwer. Wer die Liste der Inhaltsstoffe auf herkömmlichen Deos nicht versteht, hat schon einmal das Nachsehen. Und selbst wer sie versteht, wird oft lange suchen müssen, bis er etwas findet, was nicht gleich mit Hingabe auf seine Haut losgeht. Im Grunde helfen nur verlässliche Tests zuverlässiger klinischer Institute als Auswahlkriterium.

Die Dermatest GmbH, zum Beispiel, ist ein zertifiziertes Test- und Prüfinstitut in Münster, das unter anderem auch kosmetische Produkte umfassend klinisch prüft und bewertet und dabei Gütesiegel nach Sternen vergibt. Die gewohnheitsmäßig sehr strengen Prüfungen machen Dermatest Gütesiegel zu einem sehr verlässlichen Anhaltspunkt bei der Produktauswahl. Eines der am besten bewerteten Produkte in den letzten Jahren mit 5 Sternen ist dabei das Antitranspirant des Herstellers L’axelle.

Deopads und Antitranspirant

Gleich zwei Produkte, die vor allem bei Hautkrankheiten einen guten und dabei reizarmen Deoschutz bieten können, bietet dieser Hersteller an. Die Deopads saugen Schweiß vollständig auf und tragen dabei kaum auf. Sie sind auch für starkes Schwitzen noch leistungsfähig genug und verhindern sicher Schweißflecken.

Für die leichteren Herausforderungen gibt es ein Antitranspirant, das Schwitzen und Schweißgeruch sicher verhindert, dabei aber vollkommen ohne Alkohol, Parfümstoffe und ohne die sonst üblichen Konservierungsmittel auskommt. Das macht es dann besonders hautschonend. In schweren Fällen können bei diesen Produkten dann auch Pads und Antitranspirant gemeinsam eingesetzt werden.
Die Empfehlung von Dermatest ist sicher ein guter Anhaltspunkt bei der Suche nach dem passenden Schwitzschutz, vor allem für Menschen mit Hautkrankheiten oder empfindlicher Haut. In manchen Fällen hat das verzweifelte Suchen nach dem passenden Schutz dann hoffentlich ein Ende.

 

Photo: Helga Weber


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