});

Gürtelrose (Herpes zoster)

Gürtelrose (Herpes zoster) entwickeln nur Menschen, die zuvor eine Windpocken-Infektion durchlebt haben – teilweise auch, ohne diese zu bemerken. Der Grund: die Gürtelrose ist im selben Virus begründet wie die Windpocken, dem Varicella-Zoster-Virus (Varizellen). Windpocken ist eine der häufigsten Kinderkrankheiten. Nach dem Abheilen der Windpocken bleiben die Varizellen im Körper und ruhen weiter in bestimmten Nervenzellen des Rückenmarks. Werden die Viren reaktiviert, lösen sie eine Gürtelrose aus, die Rede ist dann von einer „Zweitinfektion“.

Gürtelrose trifft überwiegend Menschen, die älter sind als 45 Jahre, am häufigsten tritt sie zwischen dem 60. und dem 70. Lebensjahr auf sowie bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel in Folge von Krebs, chronischen Erkrankungen oder einer HIV-Infektion. Deutlich seltener erkranken auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an Herpes zoster, auch wenn sie über eine ansonsten leistungsfähige Immunabwehr verfügen.

Jedes Jahr erkranken ca. 400 von 100.000 Menschen an der Gürtelrose, also 0,4 Prozent der Bevölkerung.
Den Namen Gürtelrose verdankt die Krankheit ihren typischen Symptomen: es bilden sich von der Wirbelsäule ausgehend gürtelförmig entlang der infizierten Nervenbahn um den Körper herum stecknadelkopfgroße Bläschen auf einer rötlich geschwollenen Haut. Bei der Gürtelrose handelt es sich also um einen Hautausschlag. Anders als die Windpocken, die sich am ganzen Körper zeigen, betrifft die Gürtelrose eben nur einen begrenzten Teil der Haut, Teile Brust- und Bauchhaut.

Herpes zoster ist kaum ansteckend, anstecken kann man sich nur über den Bläscheninhalt (Schmierinfektion), und auch nur dann, wenn man zuvor nie Windpocken hatte. Die Viren führen dann nicht zur Gürtelrose, sondern zu Windpocken. Problematisch: in der Schwangerschaft ist die Gürtelrose nicht gefährlich für das Ungeborene, die Windpocken sind es schon. Schwangere sollten daher Menschen mit Gürtelrose aus dem Weg gehen, wenn sie nie Windpocken hatten und nicht dagegen geimpft sind.

Nachdem die Bläschen verkrustet sind, ist die Ansteckungsgefahr jedoch gänzlich beseitigt.

Wer bei sich Anzeichen einer Gürtelrose feststellt, sollte schnellstmöglich zum Arzt gehen. Die Symptome gehen umso schneller wieder weg, je früher die Behandlung einsetzt.

Weitere Komplikationen treten nur bei älteren Menschen und solchen mit geschwächtem Immunsystem auf, die Krankheit heilt bei allen anderen spätestens nach einem Monat wieder aus.

Mehr dazu unter:

Gürtelrose
Gürtelrose – Ursachen
Gürtelrose – Symptome
Gürtelrose – Diagnose
Gürtelrose – Behandlung
Gürtelrose - Verlauf
Gürtelrose vorbeugen
 

 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Gürtelrose (Herpes zoster) – Ursachen Die Gürtelrose (Herpes zoster) wird von denselben Viren ausgelöst wie...
  2. Herpes Zoster – Ansteckung Eine Ansteckung mit Herpes Zoster (Gürtelrose) ist unwahrscheinlich, anders als...
  3. Gürtelrose (Herpes zoster) – Symptome Noch bevor sich die typischen Gürtelrose-Symptome zeigen, treten einige Beschwerden...
  4. Gürtelrose (Herpes zoster) vorbeugen Einer Gürtelrose vorbeugen kann man mit einer Impfung – zumindest...
  5. Gürtelrose (Herpes zoster) – Verlauf Die Gürtelrose (Herpes zoster) nimmt meist einen harmlosen Verlauf mit...

Dein Kommentar

*