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Gras-Allergie

Gräser-Allergie

Verbreitung und Symptome

Rund 70 Prozent der Pollen-Allergiker reagieren allergisch auf Gräserpollen. Sie gehören damit zu einem der wichtigsten Auslöser von Pollen-Allergien bzw. Heuschnupfen. Dies natürlich vor allem in den Frühjahrs- und Sommermonaten, wenn der Wind die Pollen durch die Lüfte treibt.

Die Pollenflugdauer einzelner Gräser beträgt nur wenige Tage im Jahr. Jedoch blühen unterschiedliche Gräser zu unterschiedlichen Zeiten und werden so zu einer Belastung des Gräserpollen-Allergikers über viele Monate.

Folgende Gräserarten werden für allergische Reaktionen verantwortlich gemacht (nach Blütezeit geordnet):

Blütezeit bis zwei Monate:

  • Glatthafer/ Wiesenhafer: Wird als Viehfutter eingesetzt, Blütezeit: Juni/ Juli
  • Haargerste: Wächst nahe von Salzgewässern und Dünen, Blütezeit: Mai bis Juni
  • Kammgras: Kommt seltener vor und wird teilweise als Viehfutter verwendet, Blütezeit: Juni bis Juli
  • Lieschgras: Wächst auf Lichtungen, Wiesen, Weiden und an Wegesrändern, Blütezeit: Juni/Juli
  • Lolch: Wird als Gartenrasen sowie als Futterpflanze verwendet, Blütezeit: Juni
  • Trespe: Wächst vor allem auf sandigen Böden, Blütezeit: Juni/Juli

Blütezeit ab zwei Monate:

  • Honiggras: Wächst auf Wiesen und Weiden im Gebirge, Blütezeit: Mai bis August
  • Hundszahngras: Wächst auf Feldern und an Wegerändern, Blütezeit: Juli/ September
  • Roter Schwingel: Wächst auf Wiesen und Waldlichtungen, Blütezeit: Mai bis September
  • Rotes Straußgras: Wächst auf Wiesen und Weiden und ist weit verbreitet, Blütezeit: Juni bis August
  • Ruchgras: Wächst auf Wiesen, Weiden und in Wäldern, Blütezeit: Mai/ August
  • Schilf: Wächst an Gewässerufern sowie in Sumpfgebieten, eher seltener Allergieauslöser, Blütezeit Juli bis Oktober
  • Weißes Straußgras: Wächst auf Wiesen und an Wegesrändern und wird als Gartenrasen eingesetzt, Blütezeit: Juni bis August
  • Wiesenknäuelgras: Wächst auf Wiesen und an Wegesrändern, Blütezeit: Mai/ Juli
  • Wiesenschwingel: Wächst auf Wiesen und an Uferläufen, wird teilweise als Futtergras verwendet, Blütezeit: Mai bis Juli
  • Wiesenrispengras: Wächst auf Wiesen und in lichten Wäldern und wird als hochwertiges Viehfutter eingesetzt, Blütezeit: Mai bis Juli
  • Wiesenfuchsschwanz: Wächst auf feuchten Wiesen sowie an Flussläufen, Blütezeit: Mai bis Juli

Kreuzallergien

Kreuzallergien bestehen zwischen unterschiedlichen Gräserarten. Teilweise treten Kreuzallergien auch zu Getreidearten, Tomaten, Pfefferminz, Oliven sowie zu Sojabohnen und Erdnuss auf. (-> Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest oder RAST. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests".

Therapie

Meiden von Wiesen und Weiden. Insbesondere frisch gemähter Rasen führt oftmals zu einer starken allergischen Belastung. Gräser-Allergiker sollten weitestgehend auf Rasensportarten wie Fußball verzichten. Jedoch muss nicht zwangsläufig der Rasen der Allergieauslöser sein. Auch Dünge- und Unkrautvernichtungsmittel können Allergien auslösen.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.

 

Bild: pixelio.de / PeterA


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