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Glykogen

Glykogen (Glycogen, tierische Stärke) ist eine Speicherform von Kohlenhydraten, die in tierischen und menschlichen Organismen vorkommt. Vergleichbar ist Glykogen mit der pflanzlichen Stärke. Glykogen kann ausschließlich von Leber und Muskulatur von Mensch und Tier gebildet werden und entspricht einem Energiespeicher, der bei Hunger oder kurzen, schnellen Anstrengungen genutzt werden kann. Fett hingegen, das im Körper gespeichert wurde und als Depotfett bezeichnet wird, wird erst dann abgebaut, wenn der Speicher an Glykogen aufgebraucht ist. Glykogen ist die Energiereserve, die am schnellsten mobilisiert werden kann.

Die meisten Anteile werden in den Muskeln gespeichert, beim Menschen etwa 400 Gramm. Bei Training kann die Speicherkapazität erhöht werden. Dennoch bleibt Glykogen eine Energieform, die nur sehr begrenzt gespeichert wird – überschüssige Kohlenhydrate wandern anschließend in die Fettgewebezellen und Leberzellen und werden dort umgewandelt, bevor sie im Fettgewebe gespeichert werden.

Glykogen wird gleichzeitig mit Wasser gespeichert. Wer eine Diät macht, nimmt in den ersten Tagen meist besonders stark ab, weil nicht nur Glykogen abgebaut, sondern auch Wasser verloren wird.

Der menschliche Körper nimmt über die Nahrung Stärke auf, verarbeitet sie über Enzyme im Mund und im Zwölffingerdarm zu den zwei Zweifachzuckern Maltose und Isomaltose, die wiederum von Enzymen in Glucose überführt werden. Während die Muskeln das von ihnen erarbeitete Glykogen selbst verbrauchen, speichern Niere und Leber es und stellen es anderen Organen zur Verfügung – insbesondere Zellen des Nebennierenmarks, Erythrozyten und allgemein im Schlafzustand. Auch im Gehirn, im Uterus und in der Vagina kann Glykogen gespeichert werden.

Der menschliche Organismus reguliert seinen Blutzuckerspiegel auch über den Abbau und Aufbau von Glykogen-Vorräten durch verschiedene Hormone. Adrenalin und Glucagon regen den Abbau an, Insulin fördert den Aufbau.
 


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