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Glutenfrei ernähren – Ausreden adé

Das Gehirn des Menschen steht Veränderungen zunächst stets kritisch gegenüber. Eine alte Gewohnheit lässt sich daher oft nur schwer durch ein neues Verhalten ablösen. Der eigene Kopf entwickelt zum Schutz vor der Veränderung Ausreden, um die „alte Welt“ trotz neuer Fakten aufrecht zu erhalten. Nicht anders ist es, wenn man von einer glutenreichen Ernährung auf eine Ernährung ohne Gluten umsteigen möchte oder muss. Doch was sind sie, die häufigsten Ausreden gegen ein glutenfreies Leben? Und wieso können diese einer kritischen Betrachtung nicht standhalten?

„Ich habe keine Zöliakie-Symptome“

Da die Symptome von Glutenunverträglichkeit und Zöliakie so unterschiedlich und zahlreich sind, kann eigentlich kaum jemand sicher behaupten, er würde Gluten fantastisch vertragen. Die Unverträglichkeit kann sich ebenso als regelmäßiger Kopfschmerz zeigen wie als Depression oder Gelenkschmerz. Vielleicht wird all das ja der Vergangenheit angehören, nachdem man der Glutenzufuhr den Hahn abgedreht hat.

„Ich kann nicht auf meine Lieblingsspeisen mit Gluten verzichten“

Erstens musst Du nicht auf all Deine Lieblingsspeisen verzichten, mit glutenfreien Ersatzprodukten kannst Du die meisten Speisen auch ohne Gluten zubereiten. Zweitens, wird Dir das Essen insgesamt besser schmecken, wenn Deine Gesundheit weniger in Mitleidenschaft gezogen wird. Und drittens können Folgeerkrankungen aus einer ignorierten Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie resultieren, die Dir den Appetit komplett verderben können. Im Notfall können auch Nahrungsergänzungsmittel für den Ausgleich sorgen, meist sind diese aber gar nicht nötig.

„Ich möchte nicht auf wichtige Nährstoffe verzichten“

Auf Nährstoffe verzichtet man vor allem dann, wenn man trotz Zöliakie Gluten zu sich nimmt. Die Darmschleimhaut wird dadurch geschädigt, und Nährstoffe können nicht mehr ausreichend verarbeitet werden. Wer hingegen die Finger vom Gluten lässt, macht seinen Körper wieder bereit für Nährstoffe. Auch mit glutenfreien Produkten kann man sich, wenn man die richtigen Tipps beachtet, sehr hochwertig und ausgeglichen ernähren.

„Ich wurde untersucht – alle Zöliakie-Tests waren negativ“

Zöliakie-Tests können falsch durchgeführt werden. Oder falsch interpretiert. Und wer nicht gründlich mit einer Vielzahl von Untersuchungen auf Zöliakie getestet wurde, kann darüber meist ohnehin kaum eine Aussage treffen. Hinzu kommt noch, dass jeder Mensch in jedem Alter eine Zöliakie neu entwickeln kann. Alte Testergebnisse lassen daher nie mit Sicherheit darauf schließen, dass man inzwischen nicht doch erkrankt ist.

„Nur dünne Menschen haben Zöliakie – und ich bin dick“

Tatsächlich sind viele Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie eher mager. Die Ausrede scheint auf den ersten Blick also berechtigt. Nur: genausogut kann sich Zöliakie in Gewichtszunahme äußern. Durch den Nährstoffmangel kommt der Hormonhaushalt des Körpers ins Ungleichgewicht. Häufig schlägt das Gewicht dann nach unten aus, manchmal aber auch durchaus nach oben.

„Als Kind hatte ich zwar Zöliakie, aber die ist inzwischen ’rausgewachsen“

Vor 50 Jahren ging die Medizin davon aus, dass sich eine Zöliakie spätestens im Erwachsenenalter ausgewachsen hat. Heute sieht man das etwas klarer. Wer einmal Zöliakie hatte, muss seiner Gesundheit zuliebe sein ganzes Leben auf eine glutenfreie Ernährung achten.

„Bei mir ist es Reizdarm, keine Glutenüberempfindlichkeit – da bringt doch eine Diät nichts“

Entgegen der landläufigen Meinung ist Reizdarm keine Krankheit (Ursache), sondern ein Symptom bzw. eine Gruppe von Symptomen. „Reizdarm“ wird einem Patienten zugeschrieben, für dessen Bauchbeschwerden noch keine Ursache gefunden wurde. Oft ist dafür eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie verantwortlich. Wer also Reizdarm-Symptome hat, der kann mit geeigneten Untersuchungen von Blut und Dünndarm beim Arzt herausfinden, ob nicht vielleicht das Gluten Schuld an den Beschwerden ist.

Mehr zur glutenfreien Ernährung:

Glutenfrei ernähren

           Getreide mit Gluten
           Weitere glutenhaltige Nahrungsmittel
           Zusatzstoffe und Inhaltsstoffe mit Gluten
           Alkohol mit Gluten
           Gluten in Medikamenten, Kosmetika und Pflegeprodukten
          
           Glutenfreies Getreide und Stärke ohne Gluten
           Zusatzstoffe und Inhaltsstoffe ohne Gluten
           Glutenfreie Ersatzprodukte
           Alkohol ohne Gluten

Glutenfrei ernähren – 6 Vorteile
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Eine Antwort zu “Glutenfrei ernähren – Ausreden adé”

  1. Isi sagt:

    Danke für die tolle und informative Seite. Finde hier immer gute Ansätze… Weiter so

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