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Gluten-Unverträglichkeit, Gluten-Allergie und Zöliakie

Heute ernähren sich Millionen von Menschen glutenfrei. Und zwar aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die meisten davon haben entweder eine nachgewiesene Allergie, Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie – oder Sie vermuten zumindest, dass sie Gluten nicht vertragen.

Der Obergriff für alle Menschen, die ohne Gluten tatsächlich besser leben können ist „Glutenüberempfindlichkeit“, was schlicht und ergreifend heißt: der Körper reagiert überempfindlich auf Gluten.

Es gibt drei Arten von Glutenüberempfindlichkeit:

Die Gluten-Allergie

Die Glutenallergie ist vergleichbar mit anderen, typischen Allergien auf Nahrungsmittel wie zum Beispiel bei der Milcheiweiß-, Hühnerei- oder Nuss-Allergie. Der Körper reagiert in diesem Fall auf ein Nahrungsmittelallergen. Er hält es fälschlicherweise für gefährlich und stellt Antikörper her. Beim nächsten Kontakt mit Gluten kommt es zu allergischen Reaktionen, die ganz unterschiedlich verlaufen können und von Juckreiz über Schwellungen, bis hin zu Atemproblemen oder dem anaphylaktischen Schock reichen können. Eine echte Gluten-Allergie ist jedoch sehr selten. Meist liegt stattdessen eine Allergie gegen andere Eiweiße von Getreide vor.

Mehr dazu unter Nahrungsmittelallergie sowie unter Gluten-Allergie

Die Glutenunverträglichkeit

Anders als bei einer Gluten-Allergie gibt es für die Glutenunverträglichkeit keine genaue Definition. Als Merksatz gilt jedoch: wer eine Allergie hat, muss Gluten vermeiden, wer eine Unverträglichkeit hat, sollte es vermeiden.

Die Symptome ähneln zum Teil denen der Zöliakie, siehe unten. Manchmal wurde eine Zöliakie auch nur unsachgemäßerweise vom Arzt nicht erkannt und als Glutenunverträglichkeit abgetan.

Außerdem kann aus einer Glutenunverträglichkeit eine echte Zöliakie werden, wenn man trotz der Unverträglichkeit weiter Gluten zu sich nimmt. Bei vielen Menschen bleibt dies jedoch auch bei weiterem Konsum von Gluten aus.

So oder so geht es jedem, der unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, besser, wenn er auf den Inhaltsstoff verzichtet.

Mehr Infos zum Thema Glutenunverträglichkeit – Symptome.

Die Zöliakie

Die Zöliakie ist eine häufige und oft falsch diagnostizierte genetisch bedingte Unverträglichkeit von Gluten. Nimmt der Körper Gluten auf, dann kommt es zu einer Immunreaktion. Bei der Immunreaktion werden Antikörper gebildet und Entzündungsstoffe ausgeschüttet, die die Zellen der Dünndarmschleimhaut zerstören. Der Körper zerstört sich also selbst, man spricht daher auch von einer Autoimmunerkrankung. Die Autoimmunreaktionen werden dabei durch das Gluten aktiviert.

Zöliakie kann in jedem Alter ausbrechen, bei Mädchen/Frauen ebenso wie bei Jungen/Männern.

Die Zöliakie-Symtpome sind aber sehr unterschiedlich ausgeprägt – sowohl in der Art der Beschwerde als auch in deren Stärke und gehen oft über den Magen-Darm-Trakt hinaus. Sie unterscheiden sich zudem nicht nur zwischen verschiedenen Betroffenen, sondern können ganz wechselhaft auftreten.

Eine unerkannte oder ignorierte Zöliakie kann den Dünndarm so schwer schädigen, dass dieser die Nährstoffe aus der Nahrung nur noch unzureichend aufnimmt.

 

Linktipp: 

Mehr zur Zöliakie findet ihr auf der Website der Deuschen Zöliakie Gesellschaft (DZG)

 

 

Weiter zu

Was ist Gluten?
Zöliakie, Gluten-Unverträglichkeit und Gluten-Allergie
Zöliakie – Verbreitung und Ursachen
Zöliakie – Risiko beim Baby vermindern
Zöliakie – Trotzdem nicht auf Gluten verzichten?
Zöliakie – Symptome
Zöliakie – Symptome beim Kind
Zöliakie – Psychische Probleme
Zöliakie – Diagnose
Zöliakie – Häufige Fehldiagnosen

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Eine Antwort zu “Gluten-Unverträglichkeit, Gluten-Allergie und Zöliakie”

  1. MartinK sagt:

    Hallo,

    ich habe – den Bildern nach, die ich im Internet gesehen habe – Rosacea; an den gleichen Stellen wie dieser junge Mann auf dieser Seite: http://www.neopax.com/Artemis/rosacea/

    Daneben leide ich seit Jahrzehnten unter Depressionen und Motivationsmangel.

    Etliche Therapien, darunter auch stationäre, brachten keine großen Erfolge, so dass ich nach kürzlich erfolgten Recherchen einen Selbstversuch machen und mich erst mal drei bis vier Wochen ohne Gluten ernähren möchte.

    Ich las, dass bei Gluten-Unverträglichkeit eine kurzfristige Diät ausreicht, um den Darm zu sanieren, während bei Zöliakie lebenslang auf Gluten verzichtet werden sollte. Ist das richtig?
    Einen Reizdarm habe ich nicht, also auch keine Symptome wie Blähungen, Durchfall oder Magenkrämpfe. Daraus schließe ich, dass ich Zöliakie bei mir ausschließen kann. Sehe ich das auch richtig?

    Ist es trotz meines geplanten Versuchs, einige Wochen auf Gluten zu verzichten, sinnvoll, zu einem Hautarzt zu gehen und mir gegen die Akne ein Mittel geben zu lassen, das möglicherweise nur das Symptom behandelt? Oder sollte ich damit warten, bis ich meinen Versuch mit dem Gluten beendet habe?

    Freundliche Grüße

    MartinK

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