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Gichtknoten

Gichtknoten sind die Folge einer Erkrankung an Gicht. Sie werden auch als Tophus oder Gichttophus bezeichnet und betreffen die Knorpel oder Sehnenansätze der von der Gicht betroffenen Gelenke. Vor allem bei einer chronischen Gicht treten die Gichtknoten auf, häufig in Begleitung von unumkehrbaren Gelenkschäden sowie zu regelmäßigen oder gar dauerhaften Schmerzen in den Gelenken. Gichtknoten können an allen Gelenken auftreten und finden sich oft an den Gelenken der großen Zehen sowie der Finger.

Bei Gichtknoten handelt es sich nicht um Neubildungen von Gewebe, sondern um eine Ansammlung von Harnsäurekristallen in der Gelenkflüssigkeit, zu der es dann kommt, wenn eine (teils erblich bedingte) Stoffwechselerkrankung zu einem überhöhten Harnsäurespiegel im Blut führt. 

Harnsäure entsteht, wenn Nukleinsäuren abgebaut werden, vor allem Purin. Nahrungsmittel mit geringem Anteil verschlechtern die Krankheit daher weniger als solche mit viel Purin, wie Fleisch, Wurst und Fisch. Pflanzliche Öle enthalten weniger Purin als tierische. Alkohol bremst das Ausscheiden von Harnsäure, deshalb sollte man während einer Gichterkrankung keinen trinken. Übergewicht und Flüssigkeitsmangel können die Gichtknoten ebenfalls verschlimmern.

Gichtknoten – Symptome

Gichtknoten sind typische Symptome einer Gicht (Arthritis urica), sie lassen sich unkompliziert mittels Röntgenaufnahme diagnostizieren und gehören zu den wichtigsten Indizien für das Erkennen einer Gelenkerkrankung.

Die Knoten treten überwiegend an den Fußzehen im Rahmen der Fußgicht auf (mit geröteten und geschwollenen Zehengrundgelenken) sowie an den Fingern, Handgelenken und Ellenbeugen, oder am äußeren Rand der Ohrmuscheln sowie am Nasenrücken. Sie können aber an allen Gelenken entstehen, die von der Gicht betroffen sind. Dort entwickeln sie sich an den Knorpeln und Sehnenansätzen ganz in der Nähe der betroffenen Gelenke.

Erkennbar sind Gichtknoten als 0,5-1 cm große Knötchen, die normalerweise nicht schmerzen, wenn man sie berührt. In den Knötchen ist eine überwiegend aus Harnsäureablagerungen (kleine Kristalle) bestehende weiße Flüssigkeit.

Die Gichtknoten entstehen meist erst in späten Stadien einer Gichterkrankung und lassen sich durch eine frühzeitige Behandlung der Gicht oft vermeiden.

Gichtknoten – Behandlung

Vorhandene Gichtknoten können operativ entfernt werden, was nicht nur kosmetische Gründe hat, sondern auch das Risiko weiterer Schädigungen an Gelenken und Knorpeln reduzieren kann.

Die Operation kann mitunter schwierig sein, da sich die bröckelig-weichen Ablagerungen nur schwer vom Gewebe abgrenzen und entfernen lassen.

Dadurch können bei der OP Nerven und Gefäße geschädigt werden, manchmal müssen auch Teile von Sehnen oder Bänder entfernt werden.
 


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