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Gen erhöht das Neurodermitis-Risiko

Forscher der Charité Berlin, des Max-Delbrück-Centrums, der Uni Kiel und des Klinikums rechts der Isar der TU München haben eine Variante des Chromosom 11 gefunden, die das Neurodermitis-Risiko deutlich erhöht.

Untersucht wurde dafür das genetische Material von 9600 Patienten aus Deutschland, der Tschechischen Republik und Polen. Unter den Teilnehmern waren Kinder ebenso vertreten wie Erwachsene, gesunde Familien ebenfalls wie Familien mit einer hohen Erkrankungsrate am atopischen Ekzem, wie Neurodermitis auch genannt wird. Die Wissenschaftler durchforsteten das komplette Erbgut auf der Suche nach den Ursachen der Neurodermitis.

Verschiedene Veränderungen des Erbguts spielten dabei eine Rolle. Besonders auffällig war allerdings eine Veränderung eines Gens auf dem Chromosom 11. Genauer wird ein Gen  namens C11orf30 verdächtigt. Dieses Gen speichert die Anleitung zur körpereigenen Produktion des Eiweißes EMSY. Auch bei Morbus Crohn spielt EMSY wohl eine Rolle bei den chronischen entzündlichen Prozessen. Die Genvariante befindet sich im Erbgut jeden dritten Europäers.

Die neuen Erkenntnisse werden sich zukünftig möglicherweise zur Prävention oder Therapie von Neurodermitis einsetzen lassen. Fest steht schon lange, dass erbliche Bedingungen zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen, ob ein Kind Neurodermitis bekommt oder nicht. Was genau zum Ausbruch führt, ist nach wie vor nicht vollständig geklärt, doch die neuen Ergebnisse machen Hoffnung darauf, dass eine Identifikation der Ursachen in greifbarer Ferne liegen könnte.

Quelle: http://www.mdc-berlin.de/
 

 


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