});

Gefährlicher Bluthochdruck: Können Allergien Auslöser sein?

Bluthochdruck gilt als eine typische Zivilisationskrankheit unserer Zeit. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung leiden in Deutschland mehr als 20 Prozent an Bluthochdruck – mit zunehmendem Alter steigt die Quote. Die Ursachen für die unter Medizinern als Hypertonie bezeichnete Krankheit sind entsprechend schnell ausgemacht: Fettes Essen, Übergewicht und Bewegungsarmut lassen den Druck an den Gefäßwänden ansteigen. Doch welcher Zusammenhang besteht zu Allergien?

Lebenswandel Hauptverursacher von Bluthochdruck

Tatsächlich scheint es zwei Hauptursachen für Bluthochdruck zu geben: Die Erste liegt dabei im bereits benannten ungesunden Lebenswandel, dazu können Betroffene erblich vorbelastet sein. Allergien können prinzipiell zwar nicht unmittelbar für den hohen Blutdruck verantwortlich gemacht werden, eine indirekte Erhöhung ist allerdings durchaus möglich. Denn Medikamente, die gegen Allergien mit Schnupfen-Symptomen verabreicht werden, sollen die Nasenschleimhäute abschwellen lassen. Dieser Effekt wird durch eine Verengung der Blutgefäße erreicht, sodass die Durchblutung insgesamt erschwert wird. Als Nebeneffekt steigt durch diese Gefäßverengung aber der Blutdruck an, weil dieselbe Blutmenge nun durch einen kleineren Arterienquerschnitt gepumpt werden muss. Was für gesunde Menschen unproblematisch ist, kann einen bereits vorhandenen Bluthochdruck weiter erhöhen. Dieser Effekt kann so ausgeprägt sein, dass selbst ein parallel zum Allergiemedikament eingenommener Blutdrucksenker dem Bluthochdruck nicht mehr entgegenwirken kann.

Regelmäßig Blutdruck messen

Um das zu verhindern, sollte die parallele Einnahme solcher Medikamente mit einem Arzt abgeklärt werden – nicht jede Arznei, die bei einer Allergie verabreicht wird, erhöht zwangsläufig auch den Blutdruck. Wer ganz sicher gehen möchte, versucht natürlich, sich gar nicht erst den Ursachen der Allergie auszusetzen: Gegen Hausstaubmilben helfen glatte Bodenbeläge und Allergikerbettzeug; bei einer Pollenallergie sollten die eigenen vier Wände wenn möglich an einigen Tagen im Frühjahr nicht verlassen werden. Grundsätzlich können natürlich auch Medikamente genutzt werden, die frei verkäuflich sind und von denen deshalb keine Gefahr zu erwarten ist. Im Zweifel sollte zu Hause eine regelmäßige Messung des Blutdrucks erfolgen.  Digitale Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk oder den Oberarm führen die Messung des Blutdrucks vollautomatisch durch und besitzen teilweise sogar die Möglichkeit, die Messergebnisse zu speichern. Bei der Messung ist es wichtig, gleiche Bedingungen vorherrschen zu lassen, um eine Vergleichbarkeit der Messwerte herzustellen. Vor der Messung sollte eine Pause von 3 bis 5 Minuten eingelegt werden, denn jede kleinere Anstrengung erhöht den Blutdruck merklich. Der Messpunkt sollte sich in etwa auf der Höhe des Herzens befinden, was am Oberarm zumeist ohnehin der Fall ist. Grundsätzlich kann die Messung sowohl am linken als auch am rechten Arm erfolgen. Idealerweise wird der Arm für die Messung genutzt, bei dem der Blutdruck etwas höher ist. Die optimalen Blutdruckwerte und deren Einstufung können Sie in dieser Tabelle nachlesen:

Einteilung der Blutdruck-Werte laut Weltgesundheitsorganisation WHO:

  systolisch (mmHg) diastolisch (mmHg)
optimaler Blutdruck < 120 < 80
normaler Blutdruck 120-129 80-84
hoch-normaler Blutdruck 130-139 85-89
milde Hypertonie (Stufe 1) 140-159 90-99
mittlere Hypertonie (Stufe 2) 160-179 100-109
schwere Hypertonie (Stufe 3) >= 180 >= 110

Anmerkung: Hypertonie = Bluthochdruck


Bildquelle: Wellsana (K – Mail Order GmbH & Co. KG)

Medikamente können allergische Reaktionen hervorrufen

Wer bereits Medikamente zur Senkung des Bluthochdrucks einnimmt, könnte sich allerdings auch eine ganz andere Frage stellen: Besteht die Gefahr, dass diese Medikamente eine Allergie auslösen? Davon kann prinzipiell nicht ausgegangen werden, allerdings könnte eine bereits vorhandene Allergie gegen Medikamente sichtbar werden. Treten Niesattacken, Blässe, Schwitzen oder Hautausschläge nach der Einnahme eines Blutdrucksenkers auf, kann durchaus ein Zusammenhang bestehen. Diesen festzustellen ist allerdings nicht immer ganz einfach: Zwischen der Einnahme der Arznei und den ersten Symptomen kann so viel Zeit vergehen, dass die Ursachen bei der Ernährung oder bei Umwelteinflüssen gesucht werden. So bleibt am Ende die Feststellung, dass es zwischen Allergien und Bluthochdruck keinen direkten Zusammenhang gibt. Eine mittelbare Wechselwirkung, hervorgerufen durch die Medikamente, ist hingegen durchaus denkbar – und sollte durch einen Arzt beurteilt werden.

Bildquelle: Wellsana (K – Mail Order GmbH & Co. KG)


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Koffein doch kein Auslöser für Schuppenflechte? Bisher galt Koffein als einer der möglichen Auslöser einer Schuppenflechte...
  2. Wenn Allergien das Leben bestimmen Wenn das Frühjahr beginnt, dann freuen sich die meisten Menschen...
  3. Sport ist gesund – auch bei Allergien und Asthma Sport ist gesund – auch bei Allergien und Asthma Wenn...
  4. Allergien vorbeugen Es folgt ein Text von Allergieberaterin Roswitha Stracke.   Wussten...
  5. Schüßler-Salze gegen Hautkrankheiten und Allergien Schüßler-Salze erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Arm an...

Kommentare sind geschlossen.