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Funktionen der Haut

Die Funktionen der Haut sind sehr vielseitig. Die Haut als größtes Organ des Menschen ist zwiebelartig in Schichten aufgebaut, erstreckt sich je nach Körpergröße und Gewicht über etwa zwei Quadratmeter und wiegt zwischen 3,5 und 10 Kilogramm.

Zu den wichtigsten Funktionen der Haut zählen:

  • Schutz und Abgrenzung gegen die Umwelt, v.a. gegen mechanische und chemische Reize, aber auch vor Kälte, Hitze, vor dem Eindringen von Krankheitserregern sowie vor Sonnenstrahlen. Für das Letztere gehört das „Braun-werden“ zu den Funktionen der Haut, die je nach Hauttyp unterschiedlich auf Sonnenlicht reagiert und entsprechend behandelt / geschützt werden muss. Man unterscheidet dabei 6 Hauttypen danach, wie die Haut nach 30 Minuten Sonneneinstrahlung reagiert (ist sie gerötet, gebräunt, schwarz?)
  • Der Schutz ist nicht 100%ig dicht – die Haut nimmt auch Umweltstoffe auf, was auch Vorteil sein kann, schließlich können nur so Cremes und Salben wirken, etwa zur Behandlung von Hauterkrankungen
  • Heilung von Wunden, wenn der Schutz nicht ausreichend war
  • Regulierung der Körpertemperatur durch Schwitzen (beim Schwitzen verdunstet Schweiß, dadurch entsteht Kälte, die Hauttemperatur sinkt; zudem kann die Wärmeabgabe über die Erweiterung oder Verengung von Blutgefäßen gesteuert werden)
  • Immunfunktion: Erkennen von Krankheitserregern, Informieren des Immunsystems
  • Bildung von Vitamin D, das unter anderem bei der Knochenbildung eine wichtige Rolle spielt
  • Sinnesfunktion: Wahrnehmung von Berührung, Temperatur und Schmerz
  • Kommunikationsfunktion (Haut als Spiegel der Seele): Erbleichen bei Schreck, Erröten bei Scham, Falten im Gesicht als Teil der Mimik, Aufstellen der Haare; Aussenden von Pheromonen

Wir sehen: die Haut erfüllt eine Vielzahl wichtiger Funktionen.

Funktionen der Haut nach Bestandteil

Nach den beteiligten Bestandteilen kann man folgende Funktionen der Haut unterscheiden:
 

  • Blutgefäße: regulieren die Temperatur, versorgen die Hautzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen)
  • Fetteinlagerung: schützt vor Unterkühlung und Druck)
  • Freie Nervenendigungen: nehmen Berührungen und Schmerzen wahr
  • Haarbalgmuskel: kann Wärme speichern, indem es die Vellushaare aufrichtet
  • Haare: speichern Wärme, schützen vor Sonnenstrahlen und Nässe, erfüllen Kommunikations- und Tarnfunktionen, indem sie pigmentieren
  • Hornschicht: schützt die Haut vorm Austrocknen und vor Verletzungen
  • Keimschicht: bilden Hautzellen nach
  • Melanozyten: schützen die DNA im Zellkern vor Schäden durch UV-Strahlen
  • Lamellenkörperchen: nehmen Druck wahr
  • Schweißdrüsen: produzieren Schweiß und schützen vor Überhitzung des Organismus
  • Talgdrüse: zur Produktion von Fett
  • Tastkörperchen: zur Wahrnehmung von Berührungen
  • Wärmerezeptoren und Kälterezeptoren: nehmen die Temperatur wahr

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