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Frühblüher-Allergien

Frühblüher-Allergien sind jene Formen von Heuschnupfen (Pollenallergie), bei denen die Betroffenen allergisch auf die Pollen frühblühender Pflanzen reagieren. Die Erkrankung zeigt sich vor allem durch gerötete, juckende oder tränende Augen, Niesreiz und eine verstopfte Nase sowie Atembeschwerden nach dem Kontakt mit in der Luft schwebenden Allergenen. Insgesamt sind ca. 20 Millionen Deutsche von Heuschnupfen betroffen. 

Bei den Pollen handelt es sich um die männlichen Blütenbestandteile blühender Pflanzen, die sich über Insekten oder den Wind verbreiten. Für Allergien sind die Windpollen von weitaus größerer Bedeutung. Nicht das gesamte Pollenkorn ist dabei allergen, sondern nur bestimmte Inhaltsstoffe (Proteine), die beim Aufprall der Pollen auf die Schleimhaut des Menschen freigesetzt werden und bei Allergikern zu den bekannten Symptomen führen. Zu den hochallergenen Pollen zählen insbesondere die von Beifuß, Birke, Erle, Hasel, Roggen und Süßgräsern.

Die häufigsten Frühblüher-Allergien

Die Pollensaison beginnt mit den Frühblühern:

  • im Januar / Februar versprühen Haselnuss und Erle ihre Pollen
  • im März / April kommt es mit den Pollen der Birke zur ersten Belastungsspitze des Jahres

Insgesamt melden sich in dieser Zeit folgende Pollenarten:

  • Hasel
  • Erle
  • Weide
  • Ulme
  • Pappel
  • Birke
  • Kirsche
  • Buche
  • Löwenzahn

Teils auch schon:

  • Ahorn
  • Apfel
  • Walnuss
  • Platane
  • Eichel

Geschätzte 40% aller Heuschnupfen-Allergiker reagieren auf diese Frühblüher, die größte Zahl von ca. 80 Prozent jedoch auf die Gräserpollen, die später ab Mai fliegen. Viele Betroffene sind gegen mehrere Pflanzen allergisch.

Wann genau die Pflanze zu blühen beginnt hängt von der Region und der Witterung ab, im Südwesten startet das Blühen meist eher als im Norden, im Flachland gibt es tendenziell weniger Pollen, am Meer und im Hochgebirge deutlich weniger. Auf dem Land ist die Belastung morgens stärker, innerstädtisch eher abends und nachts.

Medikamente und weitere Maßnahmen bei einer Frühblüher-Allergie

In jedem Fall sollte ein Heuschnupfen behandelt werden, unbehandelt kann er nämlich zur Entwicklung von allergischem Asthma führen (siehe „Etagenwechsel“). Je früher die Therapie beginnt, umso besser.

Wichtigste Maßnahme ist das bestmögliche Vermeiden der Frühblüher-Pollen. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, in ein weniger pollenbelastetes Gebiet zu ziehen, etwa ans Meer oder ins Hochgebirge.

Zudem können Medikamente eingesetzt werden, die die Symptome lindern. Allen voran zählen dazu die Antihistaminika, die das Histamin außer Kraft setzen, das an den entzündlichen Reaktionen im Körper beteiligt ist

Weiterhin sollten Kreuzallergien beachtet werden. Dabei handelt es sich um gleichzeitig zum Heuschnupfen auftretende Allergien gegen andere pflanzliche oder tierische Stoffe, deren Proteine denen der allergenen Pollen ähneln.

Zusätzliche Maßnahmen im relevanten Zeitraum:

  • Haare waschen vor dem Schlafengehen
  • Fenster geschlossen halten (je nach Land / Stadt zu pollenarmen Zeiten lüften)
  • Feucht Staub wischen
  • Wäsche nicht im Freien trocknen lassen
  • Pollenschutzgitter an den Fenstern
  • Urlaub im Gebirge oder am Meer
  • Juckende Augen mit nassen Waschlappen kühlen
  • Nasenspray mit Kochsalzlösung regelmäßig anwenden

 


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