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Fructoseintoleranz – Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit meiden

Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Isomalt, Mannit und Xylit stören die Verdauung des Fruchtzuckers im Dünndarm bei einer Fructoseintoleranz noch zusätzlich. Weil die Stoffe das für den Transport des Fruchtzuckers verantwortliche System blockieren, bleibt der Fruchtzucker im Dünndarm und ruft schon in sehr kleinen Mengen Symptome wie Durchfall, Blähungen und Bauchkrämpfe hervor. Zuckeraustauschstoffe sollten daher bei einer bestehenden Fructoseintoleranz bestmöglich gemieden werden.

Zuckerfrei = gefährlich!

Wenn auf der Verpackung „zuckerfrei“ steht, sollten die Alarmglocken läuten. Häufig enthalten diese Produkte statt des Zuckers Zuckeraustauschstoffe. Sorbit zum Beispiel muss auf der Verpackung nur angegeben werden, wenn das Lebensmittel zu mehr als 10% daraus besteht.

Sorbit

Sorbit (E 420, Sorbitol) wird unter anderem als Süßungsmittel bei Diabetikerprodukten eingesetzt, da anders als bei Zucker kein Insulin bei der Verarbeitung im Körper benötigt wird. Zudem ist es häufig in Light-Produkten enthalten.

Sorbit wird aber auch in „normalen“ Produkten verwendet, und zwar als Trägerstoff und um die Feuchtigkeit von Back- und Süßwaren zu erhalten. Es kommt häufig auch in Tabletten vor, in Marinaden, Dressings, Ketchup, Mayonnaise und Senf, ebenso in Bier und Wein. Manche Obstsorten (u.a. Äpfel, Aprikosen, Birnen, Kirschen, Pfirsische) enthalten von Natur aus Sorbit.

Einige Menschen leiden auch unter einer bloßen Sorbit-Unverträglichkeit, obwohl sie mit dem Fruchtzucker keinerlei Probleme haben. Diagnostiziert werden kann eine Sorbitintoleranz mit einem H2-Atemtest analog zu den H2-Atemtests bei Fructose- und Laktoseintoleranz. Verabreicht wird in diesem Fall eine Sorbit-Lösung.

Andere Zuckeraustauschstoffe

Neben Sorbit spielen auch Isomalt, Mannit und Xylit eine Rolle in der Nahrungsmittelindustrie, wenn sie auch seltener vorkommen als das Sorbit.

  • Isomalt (E 953) ist häufig Bestandteil von kalorienreduzierten Lebensmitteln wie kalorienarmen Eis, Bonbons, Backwaren, Schokolade oder Desserts.
  • Mannit (E 421) ist natürlicher Bestandteil von einigen Pilzsorten (Chamignons, Shiitake) sowie von der Schwarzwurzel. Zudem wird es manchen Nahrungsmitteln künstlich beigemischt.
  • Xylit (E 967) ist am ehesten in Kaugummies und Bonbons zu finden, kommt aber auch von Natur aus in Pflaumen vor.

 
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