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Fructoseintoleranz – Darmsanierung durch Probiotika

Im Verdauungsapparat zeigen sich bei einer Fructoseintoleranz die häufigsten Symptome: etwa zwei von drei Betroffenen leiden nach dem Fruchtzuckerverzehr an Durchfall.

Ob aus einer vorliegenden Fructoseintoleranz wirklich Beschwerden resultieren, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Einer davon ist die Bakterienbesiedlung des Darms. Ein Dünndarm mit Fehlbesiedlung – also zu vielen „schlechten“ Bakterien und zu wenig „guten“ Bakterien – erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Verzehr von Fruchtzucker mit Verdauungsstörungen einhergeht.

Mittels H2-Atemtest kann ein Arzt feststellen, ob der Darm fehlbesiedelt ist. Hierzu muss der Patient eine Lösung mit Glucose trinken, anschließend wird der Wasserstoffgehalt im Atem gemessen. Ist der Wasserstoffgehalt erhöht, vermutet der Arzt eine Fehlbesiedlung.

Die Behandlung eines fehlbesiedelten Darms kann auf zwei Wegen erfolgen. Entweder werden schlechte, also Gas-produzierende Bakterien durch ein Antibiotikum (z.B. Ciprofloxacin) reduziert, oder die guten Bakterien durch eine Darmsanierung (Symbioselenkung) aufgebaut.

Ersteres wird nur in schweren Fällen der Fructoseintoleranz angewendet. Studien über die Wirkungskraft von Antibiotika zur Verringerung der Unverträglichkeitssymptome sind uns jedoch nicht bekannt.

Auch die Darmsanierung ist kein Allheilmittel, könnte aber wie auch bei Neurodermitis möglicherweise bei einer Fructoseintoleranz helfen. Darmsanierung bezeichnet die Anreicherung des Darms mit guten, wichtigen Bakterien. Probiotika sind Mittel, die gefriergetrocknete Baktierien wie Lactobacillus und Bifidobakterien enthalten, und die über mehrere Wochen eingenommen werden müssen.

Wissenschaftliche Studien sind uns auch zur Darmsanierung bei Fructoseintoleranz derzeit nicht bekannt. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Probiotika gehen wir aber davon aus, dass diesen in den nächsten Jahren mehr Aufmerksamkeit seitens der Wissenschaft geschenkt wird.
 

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Eine Antwort zu “Fructoseintoleranz – Darmsanierung durch Probiotika”

  1. Armin sagt:

    Bezüglich der Darmsanierung ergibt sich ein Problem: Viele der angebotenen Präparate enthalten Bestandteile, die man als Frutosemalabsorbtionsbetroffener (was für ein Wort!) nicht verträgt, weil sie Inulin, Fructose oder andere Stoffe enthalten. wie zb. Zwiebel oder Topanimburpulver. Gibt es eine für Fructosegeplagte verträgliche Form der Darmsanierung? Ich finde im Netz nichts konkretes und wäre für Tipps sehr dankbar.

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