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Fructose-Intoleranz

Verbreitung und Symptome

Fruchtzuckerunverträglichkeit oder Fructoseintoleranz bezeichnet eine Störung des Fructosestoffwechsels. Hierbei werden drei verschiedene Arten der Intoleranz unterschieden:

  • Fructosurie / Fructosämie: Hier bildet eine gestörte Bildung des Enzyms Fructokinase die Ausgangsbasis, es kommt zu einer Anhäufung von Fructose im Blut. Diese Enzymbildungsstörung ist sehr selten und muss in der Regeln nicht behandelt werden.
  • Intestinale Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption: Hier ist der Glucosetransporter GLUT 5 gestört, Fructose kann nur bedingt aus der Nahrung aufgenommen und verwertet werden. Diese Störung kann vererbt werden, kann aber auch durch falsche Ernährung, Stress oder bestimmte Medikamente hervorgerufen werden. Symptome bilden dann vermehrte Blähungen, Darmgeräusche, Durchfall oder Verstopfung.
  • Hereditäre Fructoseintoleranz: Sie kommt sehr selten vor, wird vererbt und durch einen Mangel des Enzyms Fructose-1-Phosphat-Aldolase B hervorgerufen. Die Symptome sind Magendarmstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Schwitzen, Blässe und Krämpfe. Langfristig kann diese Art der Fructoseintoleranz zu (schweren) Leber- und Nierenschäden kommen.

Fructose kommt vor in:

  • Haushaltszucker
  • Honig
  • Früchten und Fruchtsäften, Marmelade, Trockenfrüchten
  • Gemüse
  • Brot und Backwaren mit Zucker, Frühstückscerealien wie Corn Flakes, Müsli, Haferflocken und Nüssen
  • Wurstwaren mit Zucker
  • Limonade und alkoholischen Getränken
  • Essig
  • Diabetikerprodukten (auf Inhaltsstoff Sorbit achten, denn Sorbit wird im Körper in Fructose umgewandelt)
  • Fertigmahlzeiten mit Zucker
  • Gewürzen bzw. Gewürzmischungen mit Zuckerstoffen, Aromazusätzen
  • Inulinhaltigen Lebensmittel (Kohlenhydrat)

Therapie

  • Intestinale Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption: Fructosefreie oder fructosearme Ernährung. 
  • Hereditäre Fructoseintoleranz: Die Behandlung konzentriert sich auf einen vollkommenen Verzicht von Fructose aus der Nahrung. Dazu gehören alle natürlichen Formen der Fructose und Lebensmittel, die Saccharose oder Sorbit enthalten. Eine fructosefrei Diät sollte streng beachtet werden. Zudem empfiehlt es sich, regelmäßige Arztbesuche durchzuführen, um mögliche Leberschäden

Ernährung

 

 

 


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