});

Frenulotomie

Die Frenulotomie (auch: Frenuloplastik) ist eine Operationstechnik aus dem Kreis der Urologie . Mittels Frenulotomie werden verkürzte Vorhautbändchen (Frenulum breve) quer durchtrennt. Die Wunde wird dann längs vernäht.

Wie läuft die Frenulotomie ab?

Bei einer Frenulotomie beim Erwachsenen wird zuerst das Vorhautbändchen örtlich betäubt: ein Lokalanästhetikum wird dabei entweder gespritzt oder als Salbe aufgetragen werden.

Im nächsten Schritt wird der Genitalbereich desinfiziert und steril abgedeckt.

Für die eigentliche Frenulotomie gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Schnitt mit Skalpell oder Schere: Anschließend bindet oder klemmt der Arzt die durchs Vorhautbändchen laufende Arterie oberhalb und unterhalb des geplantes Schnitts ab, sonst würden starke Blutungen folgen. Nun schneidet der Urologe das Vorhautbändchen mittels Skalpell oder Schere ein, der Schnitt wird danach längst vernäht, wobei selbstauflösende Operationsfäden eingesetzt werden, die sich nach etwa 10 Tagen aufgelöst hat. Damit die Fäden geschmeidig bleiben und nicht Verkleben, kann zum Schluss eine Salbe aufgetragen werden.
  • Verödung: unter Verwendung eines Strommessers wird das Frenulum getrennt, gleichzeitig werden dabei die Blutgefäße verödet, sodass keine starken Blutungen auftreten.

In der Regel findet die Frenulotomie ambulant statt.

Bei Kindern wird der Eingriff in Narkose durchgeführt, und zwar ebenfalls elektrochirurgisch (Strommesser) oder per Scherenschnitt.

Nachbehandlung

Nach dem Eingriff sollte der Penis drei Wochen lang nicht mechanisch belastet werden (keine zu engen Hosen, wenig Sport, kein Sex, keine Masturbation etc.). Auch Seifen sollten unbedingt gemieden werden.

  • Im Mittelpunkt der Nachbehandlung stehen Maßnahmen, die die Heilung fördern:
  • regelmäßiges Reinigen und Auftragen von Cremes und Salben
  • Bäder bei Körpertemperatur mit Kamille (wirken desinfizierend)

Welche Risiken und Komplikationen können bei einer Frenulotomie auftreten?

Als Komplikationen können nach der Operation auftreten:

  • Fäden lösen sich nicht ausreichend auf und müssen vom Arzt per Hand entfernt werden
  • Wundinfektionen
  • Nachblutungen
  • Narbenbildung
  • Verletzung der Harnröhre durch einen zu tiefen Schnitt (kommt äußerst selten vor)
     

Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Rhinophym Rhinophym bezeichnet eine Erkrankung der äußeren Nase, die durch vergrößerte...
  2. Fibrome selbst entfernen? Fibrome („Fleischwarzen“) sind gutartige Wucherungen des Bindegewebes, die häufig an...
  3. Erysipel (Wundrose) – Symptome Wichtigstes aller Erypsel-Symptome ist eine Entzündung der Haut. Das Erypisel...
  4. Indigo naturalis Indigo naturalis wird unter dem Namen „Quing Dai“ auch in...
  5. Herpes am Penis Herpes am Penis ist eine meist langwierige, durch Herpes-simplex-Viren (HSV)...

Kommentare sind geschlossen.