szmtag
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  1. #1
    Erfahrener Benutzer
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    Das grundlegende Problem kommerzieller Kosmetik

    Hallo,
    ich mal wieder.
    Ich denke, dass das Grundproblem kommerzieller Kosmetik darin liegt, dass sie als Emulsionen (Gemische) von Wasser und Ölen verkauft werden. Das bringt zwei Probleme mit sich:

    1. Die Emulsion soll sich auch nach längerer Standzeit im Supermarktregal nicht entmischen. Daher müssen Emulgatoren, Stabilisatoren und Verdickungsmittel zugesetzt werden, die eigentlich auf der Haut nichts verloren haben und somit problematisch sein können.

    2. Mikroorganismen wie Bakterien und Schimmelpilze brauchen für ihr Wachstum zumindest Nahrung und Wasser, was beides in einer Emulsion vorhanden ist. Um ein früzeitiges Verderben nach dem Anbrechen zu verhindern, müssen also entweder die verwendeten Öle und Fette unverdaulich sein (z.B. sind Lampenöl und Vaseline schwerst abbaubare Erdölraffinate) oder es müssen für Mikroorganismen wirksame Gifte (Konservierungsmittel) zugesetzt werden, die ebenfalls (höchst-) problematisch sein können.

    Würden die wasserlöslichen Wirkstoffe (Kochsalz, Harnstoff, Milchsäure) getrennt von den fettlöslichen Wirkstoffen (Öle, Fette, Wachse, Harze, Squalen) in den Handel kommen, könnte dies die an sich unnötigen und potenziell schädlichen Zusatzstoffe überflüssig machen. Solche Kosmetika sind dann aber keine "ready-to-use" "convenience"-Produkte, die aus Bequemlichkeit von den Verbrauchern vorgezogen und deshalb auch hauptsächlich im Handel angeboten werden.
    Wer etwas sucht, findet aber auch diverse Hautöle ohne Erdölprodukte und Konservierungsstoffe, die ja in wasserfreien Produkten auch nicht nötig sind. Die sog. "Wasserphase" lässt sich aus Sauerkrautsaft oder Buttermilchmolke unter Zugabe von Harnstoff aus der Apotheke selber herstellen. Sorgt man bei der Herstellung für eine ausreichende Salz- und Säurekonzentration ist dieses Konzentrat auch nach dem Anbrechen lange haltbar - es muss bloß zur Anwendung mit etwas Wasser verdünnt werden, was z.B durch vorheriges Anfeuchten der Haut ausreichend erreicht werden kann.

    Ebenso kann man separat Düfte im Pumpzerstäuber erwerben, die man dann wesentlich besser auswählen und somit hinsichtlich ihrer Zusammensetzung besser kontrollieren kann.

    Der Wunschtraum eines einzigen Pflegemittels, dass schnell einzieht, gut duftet und selbst nach dem Anbrechen monatelang im feuchtwarmen Badezimmer haltbar ist, hat seinen Preis: Problematische Zusatzstoffe!

    lg
    n
    Geändert von scite! (30.06.2014 um 11:42 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo,
    mögliche Rezepte inkl. Begründungen für die Verwendung und Nichtverwendung einzelner Stoffe finden sich hier:
    http://jucknix.de/forum/allgemeines-...kene-haut-240/
    lg
    n

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Hallo,

    interessanter Beitrag
    Gibt es dazu vielleicht in Fachmagazinen oder anderen Quellen noch mehr zu lesen?
    Es gibt doch bestimmt auch eine paar gute Naturprodukte, welche nicht mit diesem Problem belastet sind, oder?
    Oder fallen diese auch eher in die Kategorie "kommerzielle Kosmetik". Ich bin mir bei denen auch nicht immer so sicher ...

    Viele Grüße,
    Samuela
    Lieber von Rembrandt gemalt, als vom Leben gezeichnet!

  4. #4
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    hallo,
    andere quellen wüßte ich nicht. vielleicht gibt es irgendwo ein buch mit dem titel:"omas hausmittel vor 1850" oder "antike körperpflege"
    naturprodukte:
    - normales olivenöl aus dem supermarkt (wird seit 3000 jahren im mittelmeerraum zur hautpflege verwendet)
    - tierfette: schmalz von schwein, ente, gans, ..., butterschmalz
    - saure milch(-produkte): dickmilch, buttermilch, ...
    - sheabutter, copaibaöl (siehe dazu meinen beitrag in: "Wer hat erfahrung mit copaibaöl?" hier im forum)
    teilweis findet man nach etwas suchen diese und andere stoffe auch in gebrauchsfertigen kosmetika ohne dass "fremde" stoffe zugesetzt wurden (bioladen): mandelöl, hanföl, arganöl, ...
    lg
    n
    Geändert von scite! (11.08.2014 um 14:27 Uhr)

  5. #5
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    hier noch ein beitrag von mir im forum "neurodermitisportal.de":
    Wie gesunde Haut funktioniert

  6. #6
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    Ich sehe die Thematik hier ähnlich wie Flora.
    Für die haut ist eine hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit eher kontraproduktiv.
    Von daher würde ich mich darauf verzichten.
    Aber das müsst ihr natürlich selbst wissen.

  7. #7
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    emulgatoren/stabilisatoren

    hallo,
    der folgende artikel beschreibt die auswirkungen von gängigen emulgatoren/stabilisatoren, die als lebensmittelzusätze genutzt werden, auf die zusammensetzung des darmmikrobioms. diese und ähnliche stoffe werden auch von der kosmetikindustrie als zusätze zu "pflege"produkten genutzt. ich gehe davon aus, dass man ähnliche auswirkungen auf das hautmikrobiom finden wird, wenn man dementsprechende untersuchungen macht.
    Doch nicht unbedenklich: Üblicher Zusatzstoff in vielen Lebensmitteln schädigt Darmflora - Wissenschaft aktuell
    grüße
    n
    Geändert von scite! (30.06.2015 um 21:29 Uhr)

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    Stiftung Warentest warnt vor Erdölprodukten in Kosmetika

    Hallo,
    interessanter und relevanter link:
    https://www.test.de/Mineraloele-in-K...ine-4853357-0/
    grüße
    n


 

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