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Fischschuppenkrankheit

Die Fischschuppenkrankheit (Ichthyose, Ichthyosis) ist ein Sammelbegriff für Verhornungsstörungen der Haut mit vermehrter Schuppenbildung. Die Fischschuppenkrankheit wird meist durch Gendefekte verursacht und ist je nach Form vererbbar, aber nie ansteckend. Die Erkrankung ist zwar nicht heilbar, kann aber mit konsequenter Behandlung und intensiver Pflege deutlich gelindert werden kann. Zudem kann sie sich über die Lebenszeit abmildern. 

Jeder Dreihundertste leidet Schätzungen zufolge unter der Fischschuppenkrankheit. Sie zeigt sich durch sehr trockene und raue Haut sowie durch Schuppen, teils auch durch Juckreiz.

Fischschuppenkrankheit – Ursachen und Formen

Haut erneuert durch eine Zellwanderung die Hornschicht etwa alle vier Wochen. Bei gesunder Haut stehen Neubildung der Haut und Abschilferung der alten Haut im Gleichgewicht. Bei der Ichthyose hingegen liegt eine gestörte Hautabschilferung vor. Dadurch bilden sich größere, sichtbare Hautschuppen.

Bei manchen Formen der Fischschuppenkrankheit ist zusätzlich noch die Schuppenbildung gestört.

Man unterscheidet nach Zeitpunkt des ersten Auftretens sowie nach dem Vorhandensein weiterer Merkmale vier Formen der Ichthyose beim Menschen:

  • 1.    vulgäre Ichthyosen ohne weitere Merkmale
  • 2.    vulgäre Ichthyosen mit weiteren Merkmalen
  • 3.    kongenitale (angeborene) Ichthyosen ohne weitere Merkmale
  • 4.    kongenitale Ichthyosen mit weiteren Merkmale

Vulgär heißt dabei, dass die Erkrankung sich erst im Laufe des Lebens zeigt. Die kongenitale Variante ist schon bei einem Neugeborenen am ersten Tag sichtbar.

Fischschuppenkrankheit – Symptome und Verlauf

Die Fischschuppenkrankheit zeigt sich allen voran an einer verdickten Hornschicht (die Hornschicht ist die oberste Hautschicht) und an sichtbaren Hautschuppen. Bei manchen Formen finden sich zudem Hautrötungen. In seltenen Fällen bilden sich Blasen, ebenfalls selten gehen mit der Erkrankung weitere Beschwerden an anderen Organen auf.

Die vulgären Formen der Ichthyose verlaufen meist milder. Vor allem im Winter leiden die Patienten dann unter trockener, teils schuppiger Haut, die auch jucken kann. Die kongenitalen Formen dagegen verlaufen meist schwerer, was sich unter anderem in einer teilweise massiv erhöhten Schuppenbildung zeigt.

In allen Fällen können durch die Verhornungsstörung auch andere Hautfunktionen in Mitleidenschaft gezogen sein: so kann sie zum Beispiel nicht ausreichend schwitzen oder atmen und überhitzt dadurch schneller bei körperlicher Anstrengung oder hohen Temperaturen. Dann sollten die Betroffenen auf reichliche Wasserzufuhr achten. 

Da die Krankheit offensichtlich für die Mitmenschen ist, leiden Patienten häufig auch psychisch unter den Hautschuppungen.

Die Fischschuppenkrankheit ist chronisch und macht daher eine lebenslange Hautpflege und Behandlung notwendig. Sie kann in Phasen verlaufen, also manchmal stärker und manchmal schwächer ausgeprägt sein.

Fischschuppenkrankheit – Behandlung

Die tägliche Hautpflege ist bei der Fischschuppenkrankheit sehr aufwändig, aber wichtig. Die Haut muss oft gebadet und eingecremt werden, um die Hornhaut abzutragen, bedient man sich sogenannter Keratolytika. Patienten, die nachlässig in der Pflege ihrer Haut sind, drohen schmerzhafte Einrisse in der trockenen und spröden, mehrschichtigen Haut.

Der Arzt verordnet meist Salben, Cremes und Lotionen als wichtigste Therapiemaßnahme. Bei schwerem Verlauf können auch systemische, also den ganzen Organismus betreffende Maßnahmen angebracht sein, die zwar besonders wirksam, aber auch reich an Nebenwirkungen sein können. Dazu zählt unter anderem die Therapie mit Isotretinoin.

Auch eine Klimatherapie am Toten Meer soll helfen. Das raue Klima, die salzige Luft und das salzige Wasser unterstützen die Haut beim Abschuppen und lindern eventuell vorhandene Hautinfektionen. Ein Video zur Fischschuppenkrankheit findet ihr bei RTL2.
 


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