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Fisch-Allergie

Fisch-Allergie
Bild: petplei / pixelio.de

Verbreitung und Symptome

In Deutschland und Mitteleuropa wird immer mehr Fisch konsumiert. Dabei sind die wichtigsten Fischarten Hering, Scholle, Seelachs, Rotbarsch, Lachs, Makrele, Forelle und Thunfisch. Fisch dient dabei dem menschlichen Organismus als Lieferant für Eiweiße und ungesättigte Fettsäuren.

Hinsichtlich der Verbreitung der Fisch-Allergie liegt diese hinter der Ei-Allergie und der Allergie auf Gemüsearten an dritter Stelle. In Länder mit hohem Fischkonsum ist die Fisch-Allergie verbreiteter als in Zentraleuropa. Die Fisch-Allergie verliert mit zunehmendem Alter an Bedeutung.

 

Hinsichtlich der Allergie ist Fisch nicht gleich Fisch. Die meisten Fisch-Allergiker sind zwar gegen bestimmte Fischsorten allergisch. Jedoch wird davon ausgegangen, dass 50 Prozent der Fisch-Allergiker auf mehr als eine Sorte Fisch allergisch reagieren. Aber auch monospezifische Fisch-Allergien, bei der nur eine einzige Art an Fischen Allergien auslöst – so zum Beispiel beobachtet beim Schwertfisch oder der Seezunge – existieren.

 

Fisch-Allergene haben eine starke allergene Potenz, d.h. sie können zu heftigen allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock führen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, den Fisch zu verzehren. Oftmals reicht das Einatmen von Dämpfen beim Kochen oder von Fischstaub bei getrockeneten Fischen aus, um eine Allergie auszulösen.

Die häufigsten Symptome einer Fisch-Allergie zeigen sich auf der Haut des Allergikers. Diese sind Neurodermitis- und Nesselsucht-Symptome, orales Allergiesyndrom und Angioödemen. Aber auch Beschwerden des Magen-Darm-Traktes sowie Anfälle von Asthma werden beobachtet.

Dabei sind die Allergene hitzeresistent: Das Erhitzen, Backen, Braten oder Kochen des Fischs ändert nichts oder nur wenig an dessen allergischen Potenzial. Fisch-Allergene können sich sogar in Hühner- und schweinefleisch wiederfinden, wenn die Tiere mit Fischmehl gefüttert wurden.

Generell werden Süßwasserfische besser vertragen aus Salzwasserfische. Zu den Süßwasserfischen gehören:

  • Barsch
  • Forelle
  • Hecht
  • Karpfen
  • Zander

Zu den Salzwasserfischen gehören:

  • Haifisch
  • Heilbutt
  • Kabeljau
  • Rotbarsch
  • Scholle
  • Seelachs
  • Thunfisch

Viele Fisch-Allergiker sind auch gegen andere Meeresfrüchte wie Schalentiere allergisch. Für weitere Informationen zur Allergie auf Meeresfrüchte siehe: Meeresfrüchte-Allergie.

Zu bedenken ist zudem, dass ein Unwohlseinsgefühl nicht undingt doch eine Fisch-Allergie, sondern auch durch eine Fischvergiftung hervorgerufen werden kann. Oftmals sind dafür falsche Lagerungen oder unzureichende Kühlung des Fischs verantwortlich.

Durch eine Differentialdiagnose muss zudem festgestellt werden, ob es sich nicht um eine Histaminintoleranz handelt.

Kreuzallergien

Existieren u.a. zwischen  Kabeljau, Lachs, Seelachs, Hering und Scholle sowie zwischen Heilbutt, Flunder, Thunfisch und Makrele. Aber auch andere Kreuzallergien existieren, die jedoch weitaus weniger verbreitet sind. (-> Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest oder RAST. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests".

Therapie

Die Fischsorten, gegen die eine Allergie besteht, sollten auf jeden Fall strikt gemieden werden, denn die allergische Reaktion einer Fisch-Allergie kann mitunter sehr stark ausfallen. Daher sollte man bei einer starken Fisch-Allergie ein Notfall-Set stets bei sich tragen. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass auch eine Hyposensibilisierung gegen manche Fisch-Allergene helfen kann.

Ist bei Euch eine Fisch-Allergie festgestellt worden? Berichtet doch über Eure Erfahrung in unserem Forum.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.



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2 Antworten zu “Fisch-Allergie”

  1. Martin Schwarz sagt:

    Fischallergie äussert sich bei mir als lästiges Hautjucken, vor allem auf den Rücken. Auslöser ist vor allem der Lachs.
    Fischallergie muss nicht mit dem Alter abnehmen. Ich beobachte das Gegenteil:
    Früher konnte ich von jedem Speisefisch mit Genuss beliebig viel essen. Lachsallergie begann etwa mit 75 Jahren. Jahre später nun auch Heilbutt.

  2. Axel Kunst sagt:

    Nach Genuss von zwei Bissen Rotbarsch schwoll meine Zunge sowie die Lippen an, das Zahnfleisch juckte und ich bekam massive Schluckbeschwerden. Zudem musste ich mich übergeben. Das ist nun das dritte Mal, dass mir das passiert ist. Sehr unangenehm! Gegen andere Fischsorten besteht keine Allergie…

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