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Ficus-Benjamina-Allergie

Feigen-Allergie

Verbreitung und Symptome

Unter die Feigengewächse fallen die Birkenfeige (Ficus benjamina), der Gummibaum (Ficus elastica) sowie die Geigenfeige (Ficus lyrata).

Feigen kommen als Nahrungsmittelallergen und als inhalatives, also über die Atemorgane aufgenommenes Allergen für allergische Sensibilisierungen in Frage.

Die Feige als Nahrungsmittelallergen:
Die essbare Feige ist die Frucht des Ficus carica und wird vor allem in südeuropäischen Ländern reichhaltig, inzwischen aber auch in Mitteleuropa und Deutschland verspeist.

Häufigste allergische Beschwerden sind der allergische Schnupfen, das Angioödem sowie Asthma bronchiale. Seltener kommt es hingegen zu anaphylaktischen Schocks.

Die Feige als inhalatives Allergen (Pollenallergen):
Als Inhalationsallergen kommen vor allem der Ficus benjamina, der Gummibaum sowie die Geigenfeige in Frage.

Insbesondere der Ficus benjamina gilt dabei inzwischen als eine der beliebtesten Zimmerpflanzen und bedeutender Allergieauslöser zugleich.

Als allergische Symptome treten meist der allergische Schnupfen (Rhinokonjunktivitis) und Asthma bronchiale auf. Aber auch Augenlidschwellungen (Lidödem), Nesselsucht-Symptome oder das Quincke-Ödem (juckende Anschwellung von unteren Hautschichten) können auftreten. Auch viele Neurodermitiker klagen über eine Verschlechterung ihres Hautzustands während einer allergischen Reaktion.

Verantwortlich für die allergische Reaktion ist der vom Ficus produzierte Latexsaft, der über die Blätter abgegeben wird. Häufig wird die Allergie auf den Ficus mit einer Hausstaubmilben-Allergie verwechselt, da die allergische Reaktion dann auftritt, wenn sich der Allergiker in den Wohnräumen aufhält. Da sich die Allergene an den Hausstaub heften, kann die allergische Reaktion sogar noch auftreten, wenn die Zimmerpflanze bereits entfernt wurde.

Kreuzallergien

Kreuzallergien bestehen zu Latex. (-> Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest (mit Blattsaft), den RAST, den Reibetest mit Ficus- Blättern sowie über nasale Provokation (Einatmung der Testallergene durch die Nase). Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests".

Therapie

Meiden von Feigen als Nahrungsmittel oder Feigengewächsen als Zimmerpflanzen.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.

 

Bild: pixelio.de / Wolfgang


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Eine Antwort zu “Ficus-Benjamina-Allergie”

  1. Beate S. sagt:

    Ich komme gerade aus dem Krankenhaus nach einer akuten allergischen Reaktion. Hab heut früh unseren Ficus verschnitten. Ging erst mit Juckan an den Händen los. Dann brannte das gesamte Gesicht und meine Augen schwollen extrem an…konnte kaum noch was sehen…da wurde mir dann doch etwas Angst und Bange. Habe einen schönen Cocktail (Prednisolut und Fenistil) gespritzt bekommen. Bin danach ko.
    Was mach ich denn jetzt mit unserem Baum? Hab doch da noch nie solche argen Probleme gahabt. Kann ich auch keine Feigen mehr essen. Das wär echt schade. Die mag ich zu gerne…

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