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Fettgeschwulst

Fettgeschwulst bezeichnet einen meist gutartigen Tumor der Fettgewebszellen (Lipom), seltener gibt es jedoch auch bösartige Fettgeschwulste.

Fettgeschwulst – Ursachen und Verbreitung

Die gutartige Fettgeschwulst zählt zu den häufigsten Tumoren des Menschen. Auf 100 gutartige Geschwulste (Lipome) kommt ein bösartiges Liposarkom.

Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Ursachen und Entstehung der Erkrankung sind noch nicht vollständig klar.

Fettgeschwulst – Formen und Symptome

Am Hals und am Kopf tritt die Fettgeschwulst bevorzugt auf, gefolgt von Schultern und Rücken, äußerst selten auch den Fingern.

Unterschieden werden die Lipome des Weichgewebes in oberflächlich und tiefsitzend:

  • Oberflächliche Fettgeschwulst: subkutan, machen 15-50 Prozent aller Weichteiltumore aus. Treten überwiegend im fünften bis siebten Lebensjahrzehnt auf.
  • Tiefsitzende Fettgeschwulst: wesentlich seltener, trifft nur auf 1-2 Prozent der Lipome zu. Meist nur Zufallsbefund, sitzen sie oft in oder an den Muskeln von Beinen, Rumpf, Schultern und Armen. Auch bezeichnet als infiltrierende Lipome. Betrifft vor allem Menschen zwischen 30 und 60 Jahren.

Die Lipome wachsen nur sehr langsam und können wenige Millimeter bis zu 20 Zentimeter groß werden, dabei sind tiefsitzende Lipome meist wesentlich größer als die oberflächlichen. Die Wucherungen betreffen insbesondere:

  • Nacken
  • Rücken
  • Arme
  • Bauchmitte
  • Oberschenkel

… und stellen meist weiche Fettpölsterchen dar, größere Tumore sind als hervortretende Beulen sichtbar. Ab einem Durchmesser von 5 cm spricht man von einem Riesenlipom. Tritt eine Vielzahl von Lipomen auf, spricht man von einer Lipomatose.

Die folgenden Subtypen der gutartigen Fettgeschwulst werden unterschieden:

  • Fibrolipome
  • Spindelzelllipome
  • Pleomorphe Lipome
  • Myxolipome
  • Angiolipome
  • Angiomyolipome
  • Myolipome
  • Chondrolipome
  • intramuskuläre Lipome
  • ossäre Lipome
  • intestinale Lipome
  • Lipoblastome
  • Hibernome
  • Falxlipome

Fettgeschwulst – Diagnose

Die gutartige Fettgeschwulst ist in der Regel gut an einem ihrer zentralen Merkmale erkennbar: sie lässt sich unter der Haut verschieben.

Die viel schneller wachsende bösartige Geschwulst lässt sich nicht unter der Haut verschieben, zudem gehen Druckschmerzen mit ihr einher.

Zur Absicherung der Diagnose kann Gewebe entnommen und untersucht werden. Auch möglich sind Computertomographien sowie ein MRT.

Fettgeschwulst – Behandlung

Gutartige Fettgeschwulste müssen nur aus kosmetischen, nicht aus medizinischen Gründen entfernt werden – es sei denn, sie liegen an Stellen, an denen sie Schmerzen verursachen. Behandelt werden können sie ausschließlich operativ, Massagen, Cremes und Salben, Tabletten oder eine umgestellte Ernährung helfen nicht.

Die Operation kann vom Hautarzt oder vom Chirurgen vorgenommen werden. Die oberflächlichen Lipome lassen sich aufgrund ihrer Nähe zur Haut meist unter lokaler Betäubung leicht herausschneiden, dennoch bleiben häufig sichtbare Narben zurück. Daneben gibt es die Möglichkeit, die Fettgeschwulst mittels Absaugen (Liposuktion) zu entfernen, die ohne Narben auskommt, dafür aber weniger effektiv ist.

In jedem Fall muss das Lipom restlos entfernt werden, da übriggebliebene Anteile erneut wuchern können.
 


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