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Farblichttherapie gegen Neurodermitis

Die Farblichttherapie ist ein alternatives Heilverfahren, das auch bei Neurodermitis eingesetzt werden kann. Die Grundannahmen basieren auf denen von Homöopathie einerseits und Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) andererseits.

Annahmen der Farblichttherapie

Bei Homöopathie geht man davon aus, dass die Information einer Substanz auch dann bestehen bleibt, wenn man diese so stark verwässert (potenziert), dass sie im Labor nicht mehr aufzufinden ist.

Verfechter der Akupunktur, welche der TCM entspringt, sagen hingegen: Der Körper besteht aus Energieflüssen. Sind diese gestört, können Krankheiten entstehen. Mit Nadelstichen sollen diese Blockaden wieder aufgelöst werden, damit die Energie frei fließen kann und die Krankheiten verschwinden.

Die Farblichttherapie kombiniert diese Betrachtungsweisen. Licht ist einerseits eine Energie, trägt darüberhinaus aber durch verschiedene Wellen auch Informationen.

Anwendung finden bei der Behandlung meist Farblichstrahler, die Wärme und Farbe kombinieren. Die unterschiedlichen Lichtfarben (Informationen) entstehen aus verschiedenen Wellenlängen. Diese Wellen sollen tief in die Haut eindringen und die Hautzellen in bestimmte Schwingungen versetzen. Dadurch sollen Energiesystem und Psyche wieder ins Gleichgewicht finden.

Die Bedeutung der Lichtfarben

Die Bedeutung der Farben dieser Lichtbehandlung ist nicht verallgemeinbar. Häufig finde man jedoch folgende Zuschreibungen: 

  • Blau: Blauem Licht wird eine kühlende Wirkung nachgesagt. Zudem soll es Entzündungen und Juckreiz lindern und den Schlaf fördern.
  • Gelb: Aufheiterung der Psyche
  • Grün: Harmonie, Regeneration, Reinigung
  • Magenta: Heilung
  • Türkis: Kräftigung der Haut
  • Violett: Entgiftung

Was sagt die Wissenschaft?

Während die UV-Licht-Therapie inzwischen bei zahlreichen Krankheitsbildern als wirksam gilt und sich flächendeckend als eine wichtige Therapieform durchgesetzt hat, hinkt die Farblichttherapie stark hinterher. Zwar seien auch damit regelmäßig Erfolge bei Hautkrankheiten erzielt worden, wissenschaftliche Belege gibt es dafür jedoch kaum.

Einer der Gründe: die Psyche spielt bei dieser Behandlungsform eine große Rolle. Farben können aber auf jeden Patienten individuell anders wirken und mit unterschiedlichen Gefühlen belegt sein.

Als Teil einer ganzheitlichen Behandlung der Neurodermitis spricht aus unserer Sicht dennoch nichts dagegen, auch der Farblichttherapie eine Chance zu geben. Als alleinige Behandlungsmaßnahme können wir sie allerdings aufgrund der geringen wissenschaftlichen Belege für die Wirkung nicht empfehlen.

Quellen:
Sonja Kohn, hautsache.de

 


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