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Exanthem

Ein Exanthem ist ein meist entzündlicher, akut auftretender Hautausschlag – im Gegensatz zu den chronisch verlaufenden Ausschlägen. Die Haut und häufig auch die Schleimhäute sind großflächig und gleichförmig betroffenen. Der Begriff Exanthem kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Aufblühen“. Exantheme im Bereich der Mundschleimhaut werden als Enantheme bezeichnet.

Die Erkrankung verläuft oft nach einem typischen zeitlichen Ablauf mit Beginn, Höhepunkt und Ende. In diesen Phasen verändern sich die Erscheinungen auf der Haut. Das Exanthem kann sich über die Blut- und Nervenbahnen sowie über die Lymphen weiter im Körper ausbreiten.

Arten und Ursachen

Das Exanthem ist die Folge einer Reaktion des Immunsystems, durch die die Hautkapillaren (Endgefäße der Haut) und das umliegende Bindewebe beeinflust werden.

Untergliedet werden kann ein Exanthem nach drei Kategorien, der Ätiologie (Krankheitsursache), der Ausbreitung und dem Erscheinungsbild.

Unterscheidung nach Ätiologie:

  • allergisch
  • bakteriell
  • infektiös
  • medikamenten-induziert
  • toxisch (als Folge einer Vergiftung)

Unterscheidung nach Ausbreitung:

  • generalisiert (großflächig)
  • lokal (örtlich begrenzt)

Unterscheidung nach Erscheinungsbild

  • makulös (fleckige Hautveränderungen)
  • morbilliform (erinnert an die Masern)
  • papulös (mit Papeln)
  • urtikariell (Nesselsucht-Symptome wie Schwellungen, Quaddeln und Rötungen)

Exantheme können im Rahmen folgender Krankheiten auftreten:

  • Allergische Reaktion
  • Arzneimittelunverträglichkeiten, besonders häufig auf Penicillin und Amoxycilin. Sie zeigen sich meist 7 bis 10 Tage nach der Einnahme des Antibiotikums als kleine, rote, teils stark juckende Flecken auf dem Rumpf, das Gesicht ist nur selten betroffen. Eine gewöhnliche Dosierung des Wirkstoffs reicht häufig schon, um lebensbedrohliche Konsequenzen zu haben.
  • Infektiöse Kinderkrankheiten: Hand-Fuß-Krankheit, Masern, Röteln, Scharlach, Typhus Windpocken
  • Knötchenflechte
  • Rheumatoide Arthritis
  • Schuppenröschen-Flechte
  • Vitamin-B2-Mangel

Behandlung von Exanthemen

Gerade im Kindesalter werden Exantheme und Kinderkrankheiten aufgrund der ähnlichen Symptome häufig verwechselt – und dadurch falsch behandelt.

Je nach Ursache und Schwere des Hautausschlags kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz:

  • Antibiotika
  • Antihistaminika
  • Cortison
  • Ölbäder
  • PUVA, eine kombinierte Behandlung aus UV-Strahlen und Mineralsalz-Bädern
  • Retinoide (Vitamin-A-Abkömmlinge)
  • Rückfettende Cremes (trockene Haut ist anfälliger für Hautausschläge)
  • Schüttemixturen
  • Virustatika
     

 


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