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Eselsmilch

Eselsmilch ist die Milch weiblicher Esel. Die Milch ist die einzige Nahrung von Eseln in den ersten Lebensmonaten , sie enthält  Antikörper, die das Immunsystem aufbauen und stärken.

Eselsmilch – Zusammensetzung

Eselsmilch ähnelt in ihrer Zusammensetzung der Milch von Menschen und von Stuten, früher wurde sie oft als natürlicher Ersatz für Muttermilch verwendet. Einige Unterschiede gibt es aber durchaus: so ist zum Beispiel ihr Anteil an Lipiden sehr gering, der Lactose-Anteil hingegen sehr hoch.

Durch den reichlich enthaltenen Milchzucker schmeckt Eselsmilch süß.

Zusammensetzung von Esels-, Stuten-, menschlicher und Kuhmilch (g/100 g)*

  Esel Pferd Mensch Kuh
pH 7,0 – 7,2 7,18 7,0 – 7,5 6,6 – 6,8
Protein 1, 5 – 1,8 1,5 – 2,8 0,9 – 1,7 3,1 – 3,8
Lipide 0,3 – 1,8  0,5 – 2,0 3,5 – 4,0 3,5 – 3,9
Lactose 5,8 – 7,4 5, 8 – 7,0 6,3 – 7,0 4,4 – 4,9
Rückstände 0,3 – 0,5 0,3 – 0,5 0,2 – 0,3 0,7 – 0,8

 *Quelle: Wikipedia

Eselsmilch als Ersatzmilch

Als Ersatzmilch für Säuglinge ohne Mutter und Amme wurde die Eselsmilch noch vor der Milch von Kühen, Ziegen, Stuten und Schafen genutzt. Da Esel für einen Stadtbewohner nicht haltbar waren, verfügten Kinderkrankenhäuser wie das der Pariser Fürsorge über einen Eselsstall. Dabei reichte die Milch einer Eselin zur Ernährung von zwei Kindern – für Frühgeburten, Waisenkinder und kranke Kinder war die Ersatzmilch meist die einzige Chance, ohne Muttermilch zu überleben. Die Mythen besagen, dass die Kinder in den Armen der Schwestern lagen, während sie direkt aus dem Euter von Eselinnen tranken.

Eselsmilch bei Allergien und zur Hautpflege

Heute wird die Eselsmilch vor allem bei Allergien sowie bei Hautkrankheiten eingesetzt: Allergiker sollen die Milch trinken, reine Eselsmilch ist zudem ein Kosmetikum, in dem schon Kleopatra, Kaiserin Elisabeth und Joséphine Bonaparte gebadet haben sollen.

Die Milch ist eine gute Alternative für Babys und Kleinkinder mit einer Kuhmilch-Allergie.

Eine erste große Fertigungsstätte für Eselsmilch in Europa entsteht in Italien (Agrigent).

Die Milch ist vergleichsweise teuer (weshalb Vollbäder in ihr selten sind), weil die Eselinnen nur wenig Milch abgeben und diese in Europa kaum eine Rolle spielt, außerdem gerinnt sie sehr schnell. Aus ihr lassen sich wie bei anderen Milcharten auch, Produkte wie Butter herstellen.

Zur Hautpflege ist auch Eselsmilchseife immer beliebter. Sie gibt einen reichhaltigen, cremigen Schaum ab.
 


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