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Ernährung bei Histaminintoleranz

Wer unter einer Histaminintoleranz leidet, sollte vor allem eines tun: sich bewusst histaminarm ernähren. Wo Histamin überall drin steckt und was ihr beachten müsst, erfahrt ihr hier im jucknix-Bericht zur Ernährung bei Histaminintoleranz.

Zwar können Patienten auch Medikamente einnehmen, um die Beschwerden, die das Histamin verursacht, in Grenzen zu halten. Doch je bewusster man die Nahrungsmittel auswählt, umso weniger Arzneimittel sind nötig, und umso weniger wird er Körper belastet. Der größte Teil aller Betroffenen mit Histaminintoleranz benötigt nach einer konsequenten Ernährungsumstellung überhaupt keine medikamentöse Unterstützung.

Wichtig: Histaminintoleranz heißt dreierlei:

Wie viel Histamin ist zuviel?

Eine Studie brachte das Ergebnis, dass der durchschnittliche Betroffene einer Histaminintoleranz spürbare Beschwerden bekommt, wenn er 15 bis 30 Mikrogramm zu sich nimmt – eine so geringe Menge, dass bereits ein Glas Rotwein rasch zu Symptomen führt.

In einer anderen Untersuchung kam heraus, dass die meisten Betroffenen nach 15 Mikrogramm Rötungen im Gesicht aufwiesen sowie Niesen und Schnupfen bekamen. Bei 30 Mikrogramm traten dann schon stärkere Symptome auf, wie zum Beispiel Kopfschmerzen.

Die Histaminunverträglichkeit ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche vertragen einige histaminhaltige Nahrungsmittel, während andere eine sehr niedrige Toleranzschwelle haben und schon beim geringsten Verzehr von Histamin Symptome erleiden.

Die eigene Toleranzschwelle sollte daher ausgetestet werden, bevor man sich eventuell unnötig stark einschränkt. Leider gibt es keine klaren Zahlen und Richtlinien zur „Toleranzschwelle“ – es bleibt also nur das Ausprobieren.

Das wird auch untermauert von der Tatsache, dass das Histamin von bestimmten Lebensmitteln durchaus schwankt – eine Erdbeere kann deutlich mehr Histamin enthalten als eine andere aus der selben Verpackung.

Histamin verändert sich – frische Lebensmittel bevorzugen

Lebensmittel, die lange gelagert werden, weisen mehr Histamin auf. Ein reifer Käse, Rotwein oder lang ausgehangene Wurst sind daher „gefährlicher“. Auch die Temperatur bei der Lagerung spielt eine Rolle. In milden Temperaturen entwickelt sich weniger Histamin als in warmen, nicht oder nicht ausreichend gekühlten Räumen.

Wer Speisen wiederholt aufwärmt, läuft ebenfalls Gefahr, nach dem Verzehr ernsthafte Beschwerden durch ein erhöhtes Histamin zu bekommen. Die bakterielle Besiedelung von Nahrungsmitteln trägt nämlich auch zur Entwicklung von Histamin bei. Und die Bakterien breiten sich vor allem bei Fisch- und Hackfleischspeisen sehr schnell aus – ohne, dass der durch sie erhöhte Histamingehalt durch den Gefriervorgang wieder verringert werden würde.

Histamin lässt sich weder durch Kochen, Gefrieren, Braten, Backen oder durch die Mikrowelle reduzieren!

Eben weil die Bakterien einen Einfluss auf den Histamingehalt haben, sind durchgängig gekühlte und perfekt verpackte Lebensmittel besser geeignet als so manches weniger professionell verpackte oder gelagerte Bio-Produkt.

Mehr Informationen findet ihr unter:

Histaminintoleranz
Histaminintoleranz – Symptome

Histaminintoleranz – Diagnose
Histaminintoleranz – Ursachen
Histaminintoleranz – Medikamente, siehe auch Antihistaminika
Ernährung bei Histaminintoleranz
Medikamente mit Histamin
Histaminintoleranz in der Schwangerschaft

 


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