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Engelwurzbalsam

Engelwurzbalsam enthält, wie schon der Name verrät, Bestandteile der Pflanze Engelwurz (Angelikawurzel, Angelica archangelica). Das Präparat wird äußerlich und vor allem bei Schnupfen (Stockschnupfen und Fließschnupfen) und Erkältungen angewandt.

Beim Engelwurz handelt es sich um eine mannshohe Heilpflanze aus dem Norden (entdeckt von den Wikingern), die heute vor allem wildert, weniger in bewusst in Gärten angebaut wird. Er gehört zur Familie der Doldenblütler. Die Pflanze riecht aromatisch, hat eine rot-bräunliche Wurzel mit gelbem Milchsaft und einen gerillten, hohlen Stängel, der dick wie ein Arm werden kann. Die blätter sind hellgrün und dreifach-fiederschnittig. Die Blüten ordnen sich in Doppeldolden an. Der Engelwurz blüht von Juli bis August, insbesondere wächst er auf feuchten Wiesen und in Mooren Nordeuropas und Nordasiens.

Engelwurzbalsam enthält in fertigen Zubereitungen neben der Angelikawurzel Inhaltsstoffe wie:

  • Majoran
  • Thymian
  • Johanniskraut
  • Olivenöl
  • Sheabutter
  • Bienenwachs und Wollwachs

Das Mittel riecht stark nach Erde und Kräutern und zeigt sich als gelblich-weiße Salbe. Den Herstellern entsprechend soll Engelwurzbalsam bereits bei Säuglingen angewendet werden können, zum Beispiel, indem die Salbe auf ein Tuch gestrichen und ins Bett des Kindes gehängt wird, sodass die enthaltenen ätherischen Öle über Stunden wirken können. Man kann allerdings auch die Nasenflügel direkt (und sparsam) mit dem Engelwurzbalsam einreiben, bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen, ebenso lässt sich das Präparat auf die Brust, den Hals und den Rücken auftragen oder als Teil eines Wickels verwendet werden.

Wer sich selbst einen Engelwurzbalsam zusammenrühren möchte, sollte dabei unbedingt Engelwurz in der Apotheke kaufen, und ihn nicht selbst pflücken, schließlich gibt es sehr ähnlich aussehende, aber giftige, Pflanzen wie den Schierling.

Diskussionen und Erfahrungen von Anwendern findet ihr hier:

Der Engelwurz kann auch innerlich angewendet werden, zum Beispiel als Tee, dann soll er gegen Blähungen, Verstopfungen, Völlegefühl und bei Wechseljahrbeschwerden helfen.

Innerlich angewendet werden sollte der Engelwurz jedoch nicht in der Schwangerschaft. Zudem erhöht er – auch als Engelwurzbalsam – die Lichtempfindlichkeit der Haut, was zu Ekzemen und Entzündungen der Haut führen kann.
 


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