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Eingerissene Fersen – Was hilft?

Eingerissene Fersen können nicht nur kosmetisch unschön sein, sondern auch ein unangenehmes Spannungsgefühl und starke Schmerzen hervorrufen. Was wirklich gegen die Risse in den Fersen hilft: wir klären auf.

Der Volksmund nennt sie „Schrunden“, der Arzt spricht bei den Hautrissen von Rhagaden. Die möglichen Ursachen sind vielfältig: von äußeren Belastungen bis hin zu ernsthaften Grunderkrankungen des Körpers können eingerissene Fersen ein Symptom sein:

  • Trockene Heizungsluft trocknet auch die Haut aus und macht sie anfällig für Risse
  • Starkes Schwitzen an den Füßen weicht auch die Haut an den Fersen auf und schädigt ihre Schutzbarriere
  • Schlecht sitzende Schuhe können die Haut ablösen und zu Rissen führen
  • Beschleunigte Hautalterung durch übermäßige Sonnenbäder führt zu trockener, rissiger Haut
  • Diabetes mellitus geht ebenfalls oft mit eingerissenen Fersen einher
  • Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis sind weitere mögliche Ursachen
  • Auch die Hormone und die Gene entscheiden darüber, wie gut die Haut Feuchtigkeit binden kann (dies ist der beste Schutz gegen Risse)

Eingerissene Fersen pflegen und behandeln

Das Wichtigste ist eine geeignete Fußpflege mit reichhaltigen, wirkstoffhaltigen Cremes und Salben. In Präparaten, die gegen Schrunden eingesetzt werden, finden sich oft die folgenden Inhaltsstoffe:

  • Panthenol, eine alkoholische Form von Vitamin B5 verbessert die Hautfeuchtigkeit und trägt zur schnelleren Regeneration der geschädigten Haut bei
  • Urea (Harnstoff, Urea Pura) bindet Feuchtigkeit langfristig an die Haut und wird von gesunder Haut ausreichend selbst produziert – bei trockener Haut fehlt es oft an ihm
  • Lanolin, eine Mischung aus Wasser, Wollwachs und dickflüssigem Paraffin ist eine gut geeignete Grundlage für Salben (siehe auch Paraffinbad)
  • Bisabolol, ein Bestandteil der ätherischen Öle der Kamille, reguliert die Hautfeuchtigkeit
  • Ätherische Öle von Thymian, Lavendel, Speick, Kiefer oder Fichte können der Haut ebenfalls helfen
  • Calendula oder Kamille hemmen Entzündungen, die durch die beschädigte Haut begünstigt werden

Die regelmäßige Anwendung solcher Salben lässt eingerissene Fersen meist innerhalb einiger Wochen heilen.

Befindet sich neben Hautrissen auch vermehrt Hornhaut an den Füßen, sollte man diese etwas aufweichen, abtrocknen und vorsichtig mit Hornhautraspeln bearbeiten und erst anschließend die Cremes und Salben auftragen.

Sind die Beschwerden sehr stark oder langanhaltend, solltet ihr einen Hautarzt aufsuchen.
 


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