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Eichenrinde

Die Eichenrinde ist ein beliebtes Naturheilmittel gegen Hautkrankheiten und Magen-Darm-Probleme.

Die Eiche, Eicheln und Eichenrinde

Die Eiche wächst vor allem in Mischwäldern, wird bis zu 40 Metern mit einem Durchmesser von 1-3 Metern und kann bis zu 800 Jahre alt werden. Die Rinde vom Stamm und von den Ästen ist bei jungen Eichen eher glatt, bei älteren Bäumen rauh und rissig. In Mitteleuropa wachsen vor allem zwei Arten der Eiche: die Stiel- und die Traubeneiche. Als Heilmittel können die meisten Arten gleichermaßen herangezogen werden.

Die Eicheln reifen im herbst heran und schmecken bitter. Durch ausgiebiges Wässern kann man die Bitterstoffe entfernen, die getrockneten Früchte später zu Mehl verarbeiten. Geröstet und gemahlen sollen sich die Eicheln sogar als Kaffeeersatz eignen. Die Eichenrinde hingegen wird bereits von März bis Mai gesammelt. Die Rinde wird von den dünnen Ästen und Zweigen der Eiche gewonnen. Sie verzeichnet besonders viele Gerbstoffe.

Eichenrinde enthält:

  • Bitterstoff
  • Gallussäure
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure
  • Quercin
  • Quercetin
  • Tannine

Eichenrinde Wirkung

Eichenrinde soll antibakteriell wirken, blutstillend sein, Entzündungen hemmen und Gewebe zusammenziehen (adstringierend wirken).

Eichenrinde – Anwendungsgebiete

Hauptanwendungsgebiete der Eichenrinde sind Ekzeme, schlecht heilende Wunden und Durchfall.

Darüber hinaus wird sie eingesetzt gegen:

  • Afterjucken
  • Augenlidentzündungen
  • Blasenentzündung
  • Brandwunden (leichte)
  • Darmschleimhautentzündungen
  • Diabetes (leichte)
  • Druckgeschwüre (Dekubitus)
  • Frostbeulen
  • Furunkel
  • Fußpilz
  • Fußschweiß
  • Halsschmerzen
  • Hämorrhoiden
  • Krampfadern
  • Magengeschwüre
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Mundschleimhautentzündungen
  • Schnittwunden
  • Zahnfleischbluten

Eichenrinde anwenden

Eichenrinde kann als Tee oder als Tinktur angewendet werden. Bei Ekzemen und schlecht heilenden Wunden wird eher die Tinktur eingesetzt, bei Durchfall oder anderen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt der Tee.

Für einen Eichenrinden-Tee werden 1-2 TL Eichenrinde mit einer Tasse kaltem Wassser übergossen, danach wird beides zusammen aufgekocht. Der Tee sollte 3-5 Minuten kochen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlücken trinken, empfohlen werden 1-3 Tassen täglich. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann man auch mit dem Eichenrinden-Tee gurgeln.

Der Tee kann zudem auch für Umschläge, Bäder oder Waschungen benutzt werden.

Daneben gibt es die Möglichkeit, eine Eichenrinde-Tinktur herzustellen für eine äußerliche Anwendung. Hierzu übergießt man die Eichenrinde mit Doppelkorn oder Weingeist in einem Glas mit Schraubdeckel bis alle Pflanzenteile bedeckt sind und lässt die Mischung für 2-6 Wochen ziehen (mit verschlossenem Deckel). Anschließend wird die Lösung abgeseiht. Nun kann man sie 1-3 mal täglich entweder unverdünnt (10-50 Tropfen) oder verdünnt äußerlich anwenden.

Auch die Blüte der Eiche wird als Naturheilmittel verwendet, und zwar als Bachblüte Oak.

Eichenrinde gegen Neurodermitis

Anwendung: Eichenrinde-Präparate gibt es fertig zu kaufen. Man kann sie jedoch auch leicht selbst herstellen, indem man 2 TL Eichenrinde mit 0,5 Liter Wasser aufkocht, 15 Minuten ziehen lässt und nach dem Abkühlen verwendet. Empfohlen werden Umschläge oder Bäder mit maximal 10 Minuten.
 


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