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Dyshidrosiformes Handekzem

Das dyshidrosiforme Handekzem ist eine Erkrankung der Haut an den Fingerseitenflächen, an den Handflächen und Fußsohlen (Podopompholyx). Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch juckende, kleine Bläschen auf der Haut. Ihr Name leitet sich aus dem Griechischen (dys = „miss-„; hidros = “Schweiß“) und weist auf eine ursprünglich vermutete, jedoch falsche Annahme hin, nach der es einen Zusammenhang zwischen der Funktion der Schweißdrüsen und der Hauterkrankung gibt.

Das dyshidrosiforme Handekzem ist auch bekannt unter den folgenden Bezeichnungen:

  • Dyshidrose
  • Dyshidrosis
  • Dyshidrotisches Ekzem
  • Pompholyx

Dyshidrosiformes Handekzem – Ursachen

Die Ursachen des dyshidrosiformen Handekzems sind noch unklar. Bekannt ist nur, dass die Erkrankung oft bei Menschen mit allergischen Erkrankungen (Atopikern) auftritt, oft in Verbindung mit Kontaktallergien, Medikamenten-Unverträglichkeiten und Pilzinfektionen. Alkalische Seifen und Putzmittel begünstigen die Erkrankung, ebenso Schwermetalle wie Chromsalze, Nickelsalze oder Kobaltsalze. Stress wird als ein weiterer Einfluss betrachtet.

Dyshidrosiformes Handekzem – Symptome

Die Symptome der Dyshidrosis treten insbesondere an den Fingerseitenflächen sowie an den Handflächen und Fußsohlen auf. Dort zeigt sich die Krankheit an häufig massiv juckenden, kleinen, wasserklaren Bläschen auf geröteter Haut. Die Symptome können in Schüben auftreten oder langwierig verweilen.

Wenn die Bläschen aufplatzen, können Infektionen folgen. Heilt die Haut ab, kommt es zur Schuppung. Bei einer längerfristigen Dyshidrosis kann es zur Verhornung und blutenden Hautrissen (Rhagaden) kommen.

Man unterscheidet zwei Formen des dyshidrosiformen Handekzems:

  • Cheiropompholyx (an den Hanflächen) / Podopompholyx (an den Fußflächen): bis zu kirschkerngroßen Blasen, die ineinander übergehen. Häufig mit Sekundärinfektionen mit Pilzen oder Bakterien verbunden.
  • Dyshidrosis lamellosa sicca: schwächer ausgeprägte Bläschen, die meist ohne Entzündungen schnell austrocknen und verschwinden, wobei jedoch kreisrunde, trockene Hohlräume in der Hornschicht entstehen. Die Hohlräume schuppen dann halskrausenartig ab.

Siehe auch: Bilder vom dyshidrosiformen Ekzem

Dyshidrosiformes Handekzem – Therapie

Das Handekzem kann kurzfristig mit Cortison-Cremes behandelt werden, oft in Ergänzung mit einer Zink-Schüttelmixtur zum Abdecken der erkrankten Haut. Zudem können die Bläschen mittels Gerbstoffpräparaten ausgetrocknet werden, die man zum Beispiel als Badezusatz anwendet. Auch Vitamin-A-Derivate können helfen und kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn sich die Beschwerden trotz der Gabe von Cortison nicht bessern.

Vermeiden sollte man hingegen zu häufiges Händewaschen oder das Nutzen aggressiver Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Ebenfalls ungünstig sind Arbeitshandschuhe aus Latex, Gummi, oder PVC.
 


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