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Durchfall Symptome

Durchfall-Symptome kennt wohl jeder von uns. Sie können äußerst unangenehm sein und den Alltag massiv beeinträchtigen, vor allem, wenn sie über Stunden, Tage oder gar Wochen vorhanden sind. 

Beim Durchfall (Diarrhoe, Diarrhö) kommt es zur vermehrten Entleerung von dünnem bis flüssigem Stuhl. Der Körper verliert dabei viel Flüssigkeit und reichlich Energie- und Nährstoffe und kann durch Durchfall massiv geschwächt werden. 

Mögliche Ursachen der Symptome sind Stress, Infekte, ein gestörter Hormonhaushalt, chronische und mitunter bösartige Erkrankungen.

Durchfall – Symptome

Von Durchfall spricht man, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Mehr als 3x täglich Stuhlentleerung
  • Vermehrte Stuhlmenge mit mehr als täglich: 250 Gramm (gesunde Kinder und Erwachsene), 350 Gramm (bei vegetarischer Ernährung), 10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht (bei Kleinkindern)
  • Stuhl breiig bis flüssig

Damit einhergehen können die folgenden Beschwerden:

  • Auffälliger Geruch des Stuhls
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Fieber
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Kreislaufbeschwerden

Wann die Symptome auftreten, hängt vom Erreger bzw. der Grunderkrankung ab.

Trinkt man bei anhaltendem Durchfall zu wenig, kann der Körper dehydrieren – die Haut wird trocken (erkennbar an zurückbleibenden Fältchen, wenn man leicht in die Haut zwickt), es wird weniger Urin ausgeschieden, Kreislaufprobleme und Nierenschäden drohen.

Durchfall – Formen und Ursachen

Die Durchfall-Symptome können aus verschiedenen Gründen auftreten. Mediziner unterscheiden dabei fünf Ursachen bzw. Formen von Diarrhoe:

  • Osmotische Diarrhoe: der Körper nimmt Nahrungsbestandteile oder Medikamente nicht richtig auf, wodurch Flüssigkeit in umgekehrter Richtung durch die Darmschleimhaut ins Darminnere fließt, wo sie den Inhalt verflüssigt. Führt zu dünnem bis wässrigen Durchfall und wird von manchen Abführmitteln bewusst genutzt.
  • Sekretorische Diarrhoe: die Darmschleimhaut gibt aktiv Wasser ins Innere des Darms ab. Führt zu wässrigem Durchfall und ist oft Folge von Nahrungsmittelvergiftungen oder Bakterien.
  • Exsudative Diarrhoe: starke Entzündung der Darmschleimhaut durch Bakterien oder Parasiten, Durchfall oft mit Blut oder Schleim. Kann Folge einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung oder von Krebs sein.
  • Hypermotile Diarrhoe: Zunahme der Darmbewegungen, der Speisebrei fließt dadurch schneller hindurch und der Darm kann diesem weniger Flüssigkeit entziehen. Dünner oder breiiger Stuhl folgen.
  • Fettstuhl (Steatorrhoe): im Dünndarm werden zu wenig Gallensäuren abgegeben, sodass die Darmschleimhaut die zu wenig aufgespaltenen Fettkomplexe nicht aufnehmen kann. Führt zu breiigem Stuhl.

Weiterhin wird unterschieden, ob der Durchfall akut ist oder chronische Beschwerden vorliegen:

  • Akute Durchfall-Symptome: drei bis 14 Tage, meist durch Viren oder Bakterien
  • Chronische Durchfall-Symptome: mindestens vier Wochen – man sollte jedoch schon deutlich vor Ablauf der vier Wochen zum Arzt gehen

Wichtiger Hinweis: bei Kindern gibt es eine 24-Stunden-Frist. Haben sie länger Durchfall, muss man unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abzuklären und die Beschwerden zu stoppen.
 


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