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Dihydroxyaceton

Dihydroxyaceton (kurz: DHA, auch: Glyceron) ist ein einfach gebautes Kohlenhydrat, das wesentlich am menschlichen Stoffwechsel beteiligt ist. Zudem ist Dihydroxyaceton Bestandteil diverser Selbstbräuner. Es reagiert mit den Eiweißen in der obersten Hautschicht (Hornschicht), sodass diese sich bräunlich färbt

Dihydroxyaceton – Eigenschaften und Herstellung 

Die Substanz ist ein hygroskopisches weißes Pulver, das süß schmeckt und einen sehr eigenen Duft abgibt. Dihydroxyaceton gehört zur Gruppe der Zucker, genauer zu den Monosacchariden vom Typ Triosen (es hat drei C-Atome). Dihydroxyaceton ist die einfachste Ketose.

Das Molekül bindet Feuchtigkeit aus der Luft.

Die chemische Formel lautet C3H6O3. Die Masse beträgt 90,08 g/mol, der Siedepunkt liegt bei 87 Grad, der Schmelzpunkt bei 53,8 Grad. Löslich in Wasser und Ethanol.

Hergestellt wird der Stoff entweder durch Oxidation von Glycerin mit milden Oxidationsmitteln, zum Beispiel einer verdünnten Wasserstoffperoxid-Lösung und unter Verwendung von katalysierenden Eisensalzen. Oder aber er wird biotechnologisch produziert, indem Glycerin mit Gluconobacter oxydans fermentiert wird. Jährlich werden weltweit etwa 2.000 Tonnen hergestellt. Auch kann DHA natürlich aus Pflanzen wie dem Raps gewonnen werden.

Es enthält die Zwischenstufe Glyzerin, das bei Hautpflegeprodukten als Feuchthalter dient.

Dihydroxyaceton in Selbstbräunern

Haupteinsatzgebiet von Dihydroxyaceton sind Selbstbräuner. Die bräunende Wirkung wurde bereits 1920 festgestellt. 1960 wurde die Substanz als erster – und bislang auch einziger – Wirkstoff zur Selbstbräunung von der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) für diesen Zweck zugelassen.

Die Substanz verbindet sich mit Eiweißmolekülen in der Hornschicht der Haut, wodurch Melanoide entstehen und die Haut bräunlich wird. Sichtbar ist der Effekt nach wenigen Stunden.

Die Bräune hält etwa 5-7 Tage, anschließend ist sie aufgrund der Zellerneuerung wieder verschwunden. Solange sie jedoch besteht, ist die Bräune sehr natürlich – anders als einige andere Präparate, die oft einen Gelbstich auf der Haut hinterließen.

Selbstbräuner mit Dihydroxyaceton müssen daher sehr regelmäßig angewendet werden, um mehr als nur kurzfristig braun zu sein.

Dihydroxyaceton wirkt wenig tief, sie gelangen nicht in die tieferen Hautschichten – doch das hat auch einen sehr großen Vorteil: DHA hat keinerlei Nebenwirkungen – weder Irritationen noch Juckreiz sind zu erwarten, zudem ist die Substanz nicht komedogen, fördert also nicht die Entstehung von Mitessern.

Trotzdem kann die Haut unter Umständen unreiner aussehen: helle Komedonen verfärben sich dunkel und sind daher besser sichtbar. 
Anders als natürliche Bräune ist die mit Dihydroxyaceton gebräunte Haut kaum besser vor UV-Strahlen geschützt, es hat einen LSF von etwa 2-3. Ihr müsst also weiterhin sorgfältig Sonnenschutz benutzen.
 


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