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Diese drei Wege führen zum Medikament

Bei Allergien, Neurodermitis oder Schuppenflechte braucht es vor allem eins: Medikamente, die die Symptome lindern, damit der Erkrankte ein möglichst uneingeschränktes Leben führen kann. Genauso vielfältig wie die Erkrankungen mittlerweile sind, sind auch die Möglichkeiten, um an ein Medikament zu kommen. Neben dem klassischen Apothekenbesuch sollen vor allem auch die zwei möglichen Online-Varianten näher beleuchtet werden.

1.)    Mit dem Online-Rezept in die Online-Apotheke

Abbildung 1: Die Möglichkeiten des Internets sind mittlerweile auch beim Medikamentenkauf angekommen. Bei Folgerezepten bietet sich die Ausstellung eines Online-Rezepts durchaus an.

Online-Shopping und Online-Dating sind längst gesellschaftsfähig geworden. Allerdings gab es beim Thema Medikamente lange Zeit eine Einschränkung: Diese wurden einst nämlich nur vom Arzt verschrieben und konnten nur in der Apotheke vor Ort abgeholt werden (siehe Option 3). Um dem Online-Trend Rechnung zu tragen, starteten dann sogenannte Versand-Apotheken (siehe Option 2), die es ermöglichten, Rezepte einzusenden und das verschriebene Medikament geliefert zu bekommen. Die modernste Option, an ein verschreibungspflichtiges Medikament zu gelangen, geht allerdings noch einen Schritt weiter: Das Rezept wird online ausgestellt. Das Medikament wird online geordert. Der Arztbesuch und der Gang zur Apotheke entfallen.

Welche Schritte im Einzelnen erfolgen müssen, wird unter http://www.versandapotheke.net/online-rezept-ausstellen/ dargestellt:

  • Im ersten Schritt erfolgt eine sogenannte Online-Konsultation. Damit ist das Ausfüllen eines Gesundheitsfragebogens gemeint, bei dem der Patient Angaben über seinen Gesundheitszustand machen kann.
  • Anschließend wird eben dieser Fragebogen an einen Arzt weitergeleitet, der prüft, ob dem Medikamenten-Wunsch mit Blick auf die Anamnese stattgegeben werden kann.
  • Geht diese Überprüfung positiv aus, wird automatisch der Versand des Medikaments über eine zugelassene Apotheke initiiert.

Die Vorteile diese rein online basierten Verfahrens liegen vor allem auf Patientenseite: Wer chronisch krank ist und regelmäßig dieselben Medikamente benötigt, spart sich so den Gang zum Arzt und den Weg in die Apotheke. Damit wird auch deutlich, dass vor allem für das Ausstellen von Folgerezepten diese Variante empfehlenswert ist.

2.)    Der Klick auf die Versand-Apotheke

Die im Vergleich zu Option 1 nur halb-online-basierte Variante soll als nächstes im Fokus stehen. Dabei wird ein Arzt in der Sprechstunde konsultiert. Dieser stellt eine Diagnose, verschreibt ein Medikament oder stellt etwa ein Folgerezept aus. Dieses wird dann an eine Versandapotheke  übermittelt, die das Medikament verschickt. Um Verbraucher vor unseriösen Angeboten zu schützen, hat der Bundesverband Deutscher Versandapotheken unter http://www.bvdva.de/sichere-arzneimittel/worauf-muss-ich-achten diese Tipps veröffentlicht, woran man eine seriöse Versandapotheke erkennt:

  • Die Versandapotheke hat ein Impressum, das nicht nur über die Anschrift Auskunft gibt, sondern auch über die Zulassung nach deutschem/europäischem Recht. Auch der  verantwortliche Apotheker sowie die zuständige Apothekenkammer sind im Impressum zu nennen.
  • Eine Versandapotheke, die sich auf diese Form des Medikamentenversands spezialisiert hat, bietet ausschließlich den Versand von Medikamenten nach Rezept an. Das unterscheidet sie von der in Option 1 deklarierten Online-Apotheke, die auch Online-Rezepte bearbeiten kann.
  • Fachpersonal ist über eine deutsche Telefonnummer erreichbar und beantwortet pharmazeutische Fragen.
  • In der seriösen Versandapotheke können alle zugelassenen Arzneimittel geordert werden. Auch Lifestyle-Produkte dürfen angeboten werden, wenn die Preisgestaltung sich an Marktpreisen orientiert.

Der Vorteil dieser Option ist, dass zunächst ein Arzt konsultiert wird, der sowohl ein Folgerezept ausstellen kann, als auch eine Erstdiagnose äußern kann. Damit ist diese Option all denjenigen zu empfehlen, die nicht wissen, welche Medikamente zur jeweiligen Erkrankung passen.

3.)    Anamnese beim Arzt, Rezept in der örtlichen Apotheke

Abbildung 2: Einen historischen Apothekertresen wie diesen wird kaum mehr jemand in natura sehen können. Um Apotheken zu bangen, wäre dennoch übertrieben.

Ein Blick auf die vergangenen Jahrzehnte zeigt seit 2000 einen kontinuierlichen Abwärtstrend bei der Anzahl der Apotheken. Die folgende Tabelle (Quelle: https://www.abda.de/fileadmin/assets/ZDF/ZDF_2016/-ZDF_16_10_Entwicklung_Apothekenzahl.pdf) zeigt diese Entwicklungskurve:
 


1990

19.898 Apotheken

1995

21.119 Apotheken

2000

21.592 Apotheken

2005

21.476 Apotheken

2010

21.441 Apotheken

2013

20.662 Apotheken

2014

20.441 Apotheken

2015

20.249 Apotheken

 

Durchschnittlich 100.000 Einwohner werden von 25 Apotheken versorgt, so die Hochrechnung. Trotz regionaler Unterschiede, die auf dieser Karte (https://www.abda.de/fileadmin/assets/ZDF/-ZDF_2016/ZDF_16_12_Flaechendeckung.pdf) deutlich werden, gibt es noch eine flächendeckende Versorgung, die niemandem Sorge bereiten muss. Dennoch könnte die Anzahl der Apotheken mit der zunehmenden Nutzung der Varianten 1 und 2 weiter zurückgehen. Um ihre Existenz zu fürchten, wäre indes vermessen, ist der Gang zur Apotheke meist eng an den Gang zum Arzt gekoppelt. Auch die regionale Nähe, die sofortige Verfügbarkeit oder weitere Service-Leistungen in der Apotheke locken Patienten und Kunden nach wie vor gerne dorthin. Empfehlenswert ist der Besuch immer dann, wenn eine individuell passende Service-Aktion stattfindet: Gemeinsames Abnehmen, die Überprüfung der Zuckerwerte oder des Blutdrucks gehören hier ebenso zum Angebotsspektrum wie spezielle Angebote bei Nahrungsmittel-Intoleranzen.

Abbildung 1: pixabay.com © moakets (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © FotoArt-Treu (CC0 Public Domain)
 


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