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Die richtige Hautpflege für empfindliche Haut: warum Qualität wichtiger ist als Quantität

Empfindliche Haut bedarf einer behutsamen Pflege. Sonst reagiert sie schnell mit Brennen und Juckreiz. Ursache für Beschwerden nach dem Duschen, Haarewaschen oder Eincremen sind meist Inhaltsstoffe in den Pflegeprodukten, die Allergene wie Duftstoffe oder Konservierungsstoffe beinhalten. Menschen mit einer empfindlichen Haut sollten daher auf Präparate zurückgreifen, die geeignete Wirkstoffe und möglichst wenige Zusatzstoffe enthalten.

Sensible Haut ist dadurch gekennzeichnet, dass sie schnell mit Rötungen, Flecken oder Ekzemen auf Reize reagiert – wobei die Reize sowohl mechanischer Art (Reibung) sein können als auch durch die Sonne oder Wind auftreten, besonders oft sind jedoch Pflegeprodukte die Ursache für Hautreizungen. Die empfindliche Haut ist weniger belastbar, der Grund: eine gestörte Hautbarriere, die Schadstoffe leichter in die Haut eindringen lässt.

Gute Pflegeprodukte für sensible Haut weisen drei Merkmale auf:

  • sie lösen keine unerwünschten Hautreaktionen wie Rötungen oder Juckreiz aus
  • sie lindern Hautreizungen
  • sie stabilisieren die Hautbarriere

Geeignete Produkte enthalten in der Regel nur wenige, dafür aber wirkungsvolle und gut verträgliche Inhaltsstoffe – Qualität statt Quantität also.

„Dermatologisch getestet?“

Jeder Hersteller, der in Deutschland ein neues Hautreinigungs- oder Pflegeprodukt auf den Markt bringt, muss dieses zunächst nach der Kosmetikverordnung auf Hautverträglichkeit testen lassen. Die Tests werden allerdings in den meisten Fällen auf gesunder Haut nachgewiesen. Da empfindliche Haut jedoch weitaus häufiger mit Unverträglichkeit reagiert auf Konservierungsstoffe, ätherische Öle, Farbstoffe, Parüme etc., ist „dermatologisch getestet“ allein kein ausreichender Hinweis für eine gute Eignung.

Pflegecremes und Salben für empfindliche Haut sollten auf die genannten Zusatzstoffe verzichten. Als gut geeignet gelten Produkte mit pflanzlichen Ölen wie denen der Sheabutter. Sheabutter wirkt nicht nur entzündungshemmend, sie stabilisiert auch den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt der Haut und dringt tief in die Hautbarriere vor, das Ergebnis: die Haut wird widerstandsfähiger.

Auch bei der Hautreinigung müssen Menschen mit sensibler Haut darauf achten, dass die Hautreinigungsmittel wenig Zusatzstoffe enthalten und möglichst PEG-frei sind. Obwohl PEG-freie Lösungen kaum schäumen, reinigen sie genauso gut wie die herkömmlichen Waschlotionen. Außerdem sollten Betroffene auf einen hautneutralen pH-Wert von 5,5 achten, so wird der Säureschutzmantel der Haut nicht beim Waschen angegriffen.

Da gute Babypflegeprodukte auf die empfindliche Haut abgestimmt sind, die Babys aufweisen, können diese auch von Erwachsenen genutzt werden, die unter einer trockenen und zu Unverträglichkeitsreaktionen neigenden Haut leiden.

Wichtig: wer Reinigungs- und Pflegeprodukte gefunden hat, die er gut verträgt, sollte dabei bleiben. Häufige Wechsel können die Haut hingegen reizen. 

Mehr dazu unter Hautpflege und Hautpflege bei Neurodermitis.

Linktipp:

Weitere Tipps zur richtigen Haut-Reinigung und -Pflege erhaltet ihr in der kostenlosen Broschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA). Bestellen könnt ihr sie unter www.dha-hautpflege.de.
 


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