});

Die Neurodermitis-Schulung

Neurodermitis-Schulungen gehören zu den wichtigsten Anlaufstellen für hochgradige Neurodermitis-Patienten und Eltern schwer hautkrankter Kinder. Die ständigen Begleiter Juckreiz, Schmerz sowie Blicke der Mitmenschen und die aufwändige tägliche Hautpflege und Therapie verlangen den Betroffenen sehr viel ab. Grund genug für jucknix, den Neurodermitis-Schulungen Tribut zu zollen.

Gute Neurodermitis-Schulungen werden von ganzheitlichen Teams aus Haut- und Kinderärzten, Allergologen,  Ernährungsfachkräften und Psychologen konzipiert und durchgeführt. Die vielseitigen und noch immer nicht vollständig aufgeklärten Zusammenhänge und Einflussfaktoren bei Neurodermitis machen eine eine solche umfassende Sicht auf die Hautkrankheit notwendig.

Wer braucht eine Neurodermitis-Schulung?

Neurodermitis-Schulungen sind in erster Linie für Eltern von schwerbetroffenen Kindern mit Neurodermitis sowie für ältere Neurodermitiker angedacht. Patienten, bei denen Standard-Therapien mit Basispflege der Haut und einer fachärztlichen Neurodermitis-Behandlung bereits gut anschlagen, brauchen sich nicht derartig intensiv mit ihrer kranken Haut auseindersetzen, wie es die Neurodermitis-Schulungen ermöglichen.

Was lernt man in einer Neurodermitis-Schulung?

In den Schulungen sollen Patienten bzw. deren Eltern lernen, vorhandene Schübe zu verkürzen und neuen Schüben vorzubeugen. Typischerweise bestehen die Schulungen aus folgenden Blöcken:

  • Grundlegende Kenntnisse über die Neurodermitis, Symptome und Diagnose, Pflege und Hygiene, die richtige Kleidung (durch Ärzte vermittelt)
  • Wie man Stress bewältigt und weniger kratzt (vermittelt durch Psychologen)
  • Welche Rolle Nahrungmittelallergien und  Nahrungsmittelunverträglichkeit spielen (durch Ernährungsfachkräfte)
  • Schulmedizinische und alternative Neurodermitis Behandlung (durch Ärzte und Psychologen)

Abgerundet werden die Kurse mit einer Fragerunde, sowie einer Zusammenfassung des Gelernten und der Erarbeitung dessen, wie man zukünftig im Alltag besser mit der Krankheit umgehen kann (Stichwort Selbstmanagement).

Die AGNES-Schulungen für Kinder und deren Eltern bestehen dabei aus 6 Sitzungen á 2 Stunden.

Wie wirken Neurodermitis-Schulungen?

Auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales hat die Arbeitsgemeinschaft Neurodermitis-Schulung (AGNES) die Auswirkungen der Neurodermitis-Schulungen für die Patienten untersucht. Für die folgenden Gruppen konnten deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn die Standard-Therapie durch eine Neurodermitis-Schulung ergänzt wurde:

  • Eltern von Kindern zwischen 0 – 7 Jahren
  • Kinder zwischen 8 – 12 Jahren
  • Jugendliche zwischen 13 – 17 Jahren

Wir können daher jedem schwer betroffenen Patienten sowie den Eltern neurodermitiskranker Kinder grundsätzlich zu einer Neurodermitis-Schulung raten.

Wer trägt die Kosten?

Nach unserem Kenntnisstand werden die Kosten für eine Neurodermitis-Schulung in Einzelfällen von der Krankenkasse übernommen.
 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Neurodermitis-Schulung Neurodermitis-Schulungen sind Patientenschulung bei denen Patienten, deren Eltern und Betreuungspersonen eine...
  2. Juckreiz-Schulung und Juckreiz-Sprechstunde Die Abteilung Klinische Sozialmedizin (AKS) und die Klinik für Psychosomatische...
  3. Hilfe bei Neurodermitis: Anlaufstellen und Verbände DEUTSCHLAND Deutscher Neurodermitis Bund e.V. Baumkamp 18 22299 Hamburg Tel:...
  4. Schwelmer Modell Ein ambulanter, ganzheitlicher Therapieansatz gegen Neurodermitis. In Therapiegruppen sollen die...
  5. Neurodermitis stärker bei Vitamin-D-Mangel Bei Kindern mit Neurodermitis und Allergien gibt es möglicherweise eine...

Dein Kommentar

*