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Dermatomykose

Die Dermatomykose ist eine Hautpilzerkrankung. Dermatomykosen treten bei Menschen und Tieren auf, am häufigsten als Dermatophytosen, bei denen die Hornsubstanz befallen ist. Neben der oberen Hornschicht können jedoch auch tiefere Hautschichten betroffen sein. Zur Dermatomykose werden neben Infektionen durch auf der Haut wachsende Pilze auch Hefen und Schimmelpilze gezählt.

Dermatomykose – Ursachen

Ursächlich für eine Dermatomykose ist ein Pilzbefall der Haut. Neben dem Vorhandensein des Pilzes spielt für den Ausbruch der Hauterkrankung eine Rolle, in welchem Zustand sich das Immunsystem befindet und wie die Hauthygiene durchgeführt wird.

Eine zu wenig gründliche Reinigung (inkl. anschließendem Abtrocknen!) der Zehenzwischenräume zum Beispiel begünstigt einen Fußpilz. Wäscht man sich zu oft, dann kann es vor allem bei der Verwendung seifehaltiger Mittel zur Zerstörung des Säureschutzmantels kommen – auch dann ist die Abwehr der Haut gegen die Pilze herabgesetzt.

Unterteilt werden, wie eingangs erwähnt, drei Arten von Hautpilzen: Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze. Man spricht dabei vom D-H-S-System.

Unter den Dermatophyten – den Fadenpilzen – sind es Epidermophyten (Fußpilz, breitet sich auf der Hornhaut auf), Microsporum canis (führt zu kreisrundem Haarausfall) und die Trichophyton, die sich in der Hornhaut, den Haarfollikeln und dem umliegenden Bindegewebe ausbreiten und zum Beispiel für die Ausbildung von Abszessen verantwortlich sind. Trichophyton sind die häufigste Fadenpilzart in Europa. Sie können auch auf den Nagel übergehen (Nagelpiz).

Auch Hefepilze können sich auf der Haut, den Schleimhäuten und den inneren Organen ausbreiten und eine Sepsis (Blutvergiftung) oder Candida albicans (Soor) auslösen.

Zuletzt gibt es noch medizinisch relevante Schimmelpilze, die sich von abgestorbenen wie auch gesundem Gewebe ernähren können und vor allem bei einem geschwächten Immunsystem ebenfalls zu Erkrankungen führen können.

Dermatomykose – Symptome

Eine Hautpilzerkrankung zeigt sich:

  • in leicht geröteten, teils schuppenden Hautarealen,
  • die mitunter sehr stark jucken
  • und mit nässenden Bläschen einhergehen können

Dem Juckreiz sollte man jedoch bestmöglich widerstehen und nicht kratzen – sonst läuft man Gefahr, die Infektion über die Finger an andere Körperregionen zu übertragen. Außerdem können die kleinen Hautverletzungen, die durchs Kratzen auftreten, dazu führen, dass der Pilz weiter in tiefer gelegene Hautschichten vordringt. Zudem können sich Bakterieninfektionen beimischen, die das Abheilen der Dermatomykose behindern.

Dermatomykose – Diagnose

Die Dermatophytosen waren lange Zeit unzuverlässig, schwierig und zeitaufwendig. Die neue molekulare Diagnostik verschafft Abhilfe: mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) können erregerspezifische Genabschnitte untersucht werden. Der Pilzbefall wird damit innerhalb weniger Stunden sichar nachweisbar.

Bei der Diagnose werden Direktnachweis und Pilzkultur kombiniert.

Dermatomykose – Behandlung

Die Dermatomykose wird mit Mitteln behandelt, die gegen Pilze wirken – sogenannte Antimykotika. Bei Hautpilzerkrankungen werden folgende Wirkstoffe aus dem Bereich der Antimykotika eingesetzt:

  • Benzoesäure
  • Bifonazol
  • Ciclopirox
  • Clotrimazol
  • Econazol
  • Ketoconazol
  • Miconazol
  • Naftifin
  • Terbinafin
  • Tioconazol
  • Undecylensäure

Die Antimykotika-Therapie muss konsequent durchgeführt werden – die Pilze sind hartnäckig und so wird die Behandlung oft noch einige Wochen nach dem Abklingen der Symptome fortgeführt. Antimykotika gibt es sowohl als Cremes und Salben zum Auftragen, als auch zur Einnahme.

Daneben hilft Lavendelöl nachweislich gegen verschiedene Hafepilze und Fadenpilze, die an der Entstehung einer Dermatomykose beteiligt sein können. Auch Salbäder und Essigfußbäder können Pilze abtöten (fungizide Wirkung) und die Symptome manchmal deutlich schneller lindern als die Medikamente zur Einnahme.

Wichtig ist außerdem die Desinfektion der Schuhe und Textilien, die mit den infizierten Hautpartien in Berührung kamen. So sollten Strümpfe bei einem Fußpilz bei mindestens 60°C gewaschen werden – sonst überleben die Pilze und Neuinfektionen drohen. Schuhe können mittels Clotrimazol-haltigem Spray desinfiziert werden, das es in Drogerien gibt, auch Formaldehyd und Alkohol können dafür genutzt werden.
 


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