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Dekorative Kosmetik

Dekorative Kosmetik fasst jene Kosmetik zusammen, die Körper, Haut oder Haare verschönen soll. Neben Make-Up und Haarfarben zählen im erweiterten Verständnis auch Permanent Make-Up, Tattoos und Piercings dazu. Dekorative Kosmetik soll das Aussehen und das persönliche Wohlgefühl erhalten, wiederherstellen oder verbessern.

Kosmetik – Geschichte 

Die Wortherkunft von „Kosmetik“ lässt sich aufs altgriechische zurückführen, was soviel heißt wie „ordnen“ oder „schmücken“. Kosmetik bezeichnet die Körperpflege und Schönheitspflege – sowohl die Erhaltung, als auch die Wiederherstellung oder Verbesserung der äußeren Schönheit des Menschen.

In Frankreich sprach man schon im 18. Jahrhundert von „cosmétique“, in den deutschen Sprachraum gelang der Begriff erst um 1850 – als Synonym für das bis dahin verwendete Wort „Schönheitsmittel“. Wissenschaftler unterschieden bis ins 18. Jahrhundert die Schmink-Arzneien (cosmetica medicamenta) und die Modearzneien (ars cosmetica).

Das Thema Kosmetik selbst wie auch der Beruf Kosmetiker(in) ist eine klassische Domäne der Frauen. 2010 waren in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwischen 95 und 100 Prozent aller Personen aus der Berufsgruppe Frauen.

Kosmetik – Unterteilung

Kosmetika wirken auf die Haut, Nägel und Haare, indem sie diese:

  • reinigen
  • stabilisieren
  • vitalisieren
  • deodorieren bzw. parfümieren
  • verschönern

Das Verständnis von „verschönern“ unterscheidet sich zwischen Kulturen teils sehr stark. Schon immer und fast überall wichtig war das Ziel, mit den Mitteln die Alterung und die Grenzen des menschlichen Körpers weniger sichtbar zu machen. Um den Leichnam länger haltbar und ansehnlich zu machen, nutzten die alten Ägypter Nekrokosmetik und balsamierten die Leichen von zum Beispiel Pharaonen ein.

Neben der optischen Wirkung soll Kosmetik auch das Wohlgefühl oder Lebensgefühl steigern. Sie ist ein wichtiger Bestandteil im Gebilde von sozialem Status und Prestige.

Neben künstlich hergestellten Kosmetika gibt es auch kosmetisch wirkende natürliche Verfahren wie das Saunieren oder die Kneippgüsse.

Zwar unterscheidet sich die Kosmetik von der Hygiene und von Wellness, allerdings sind die Grenzen fließend.

Heute werden fünf Segmente von Kosmetikprodukten, also Körperpflegemitteln, unterschieden nach der Art der Verwendung:

  • Reinigung (Waschen, Baden, Duschen mit Seife, Duschgel, Badezusätzen), Pflege (Körper, Hände, Füße, Gesicht mit Körpermilch, Hautcreme, Lotion oder Gel), Schutz (vor UV-Strahlung oder Mückenstichen mit Sonnencreme, Sonnenmilch oder Repellent)
  • Zahnpflege und Mundpflege: Zahnpasta, Mundwasser, Zahnseide, zudem Mittel zur Reinigung oder Haftung von Zahnersatz
  • Haarbehandlung: Haarwaschmittel (Shampoos), Haarfestiger, Haarfärbemittel, Haarverformungsmittel (zum Beispiel für Dauerwellen)
  • Beeinflussung des Körpergeruchs: Parfüm, Eau de Toilette, Deodorant, Antitranspirant
  • Dekorative Kosmetik: Make-Up fürs Gesicht (Rouge), Pflegemittel für die Augen (Lidschatten, Mascara), Mittel zur Lippenpflege (Lippenstift), Selbstbräunungsmittel und Nagellack

Schauen wir uns das letzte Segment, die dekorative Kosmetik, genauer an.

Dekorative Kosmetik

Zur dekorativen Kosmetik werden gezählt:

  • Für die Gesichtshaut Foundation / Grundierung zur Abdeckung von Unreinheiten und Rötungen und für einen gleichmäßigen Teint, wird meist mit Puder abgedeckt, damit die Haut nicht glänz. Weiterhin zählen Abdeckstifte und Concealer sowie Camouflage. Zudem Rouge: für mehr Kontur und ein frischeres Aussehen
  • Für die Augen: Mascara, Lidschatten, Eyeliner, Kajal, Brauen-Puder zum Modellieren und Betonen der Augen
  • Für die Lippen: Lippenstifte, Lippenbalsam, Lippen-Liner, Lipgloss zum Modellieren und Betonen der Lippen
  • Für die Hände und Nägel: Nagellacke, Nagelsticker, Nagelhaut-Öle, Handcremes, Handpeelings für gepflegte Hände und ansprechende Nägel
  • Schmink-Pinsel: zum Auftragen der Kosmetikprodukte
  • Selbstbräunungsmittel

Manchmal werden, wie eingangs erwähnt, auch Tattoos und Piercings mit zu diesem Segment der Kosmetik gerechnet. Daneben können auch Body-Paintings, Henna-Bemalungen und das Solarium mit in die Kategorie.

Verkaufte Kosmetikprodukte in Deutschland

Von 2007 stammt die folgende Erhebung der jährlichen Verbrauchsmenge von Kosmetikprodukten:

Produkt, Menge t/Jahr

  • Parfüm, 287
  • Duftwässer, 4309
  • Schminkmittel (Augen), 1370
  • Schminkmittel (Lippen), 3170
  • Handpflegemittel, 14106
  • Nagelpflegemittel, 2190
  • Fußpflegemittel, 4483
  • Schminkmittel (Gesicht), 6270
  • Sonnenschutzmittel, 11670
  • Flüssige Haarwaschmittel, 135110
  • Haarsprays, 35970
  • Haarfärbemittel, 55080
  • Zahnputzmittel, 73260
  • Duschbäder, 99400
  • Schaumbäder, 42380

Pro Kopf gaben die Deutschen 2007 etwa 153 € aus, womit die Deutschen im Mittelfeld der westeuropäischen Pro-Kopf-Ausgaben liegen.

Die meisten Umsätze werden dabei mit Haarpflegemitteln (> 3 Mrd. € jährlich) erzielt, dicht gefolgt von Produkten aus dem Bereich der Hautkosmetik.

Insgesamt werden 45.000 Beschäftigte vom Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V. (IKW) vertreten – die Branche ist damit auch für viele Menschen Einkommensquelle Nummer 1.
 


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