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Daivobet

Daivobet ist eine Salbe mit den Wirkstoffen Calcipotriol (ähnlich aufgebaut wie Vitamin-D3) und Betamethason (ein stark wirksames Glukokortikoid, also Cortison-Präparat). Daivobet wird insbesondere in der Behandlung von Schuppenflechte (Prosiasis) bei Erwachsenen eingesetzt. Die Salbe ist verschreibungspflichtig.

Enthalten sind in 1 g Daivobet Salbe folgende Substanzen:

  • 50 Makrogramm Calcipotriol
  • 0,5 Milligramm Betamethason
  • Hilfsstoffe

Daivobet – Anwendung

Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird als Salbe auf die erkrankte Haut aufgetragen. Über die genaue Dosierung und Anwendung entscheidet der Arzt (in der Regel der Dermatologe).

Verwendet werden kann das Präparat mit zu 4 Wochen einmal täglich. Die in einer Woche aufgetragene Höchstmenge beträgt 100 Gramm, die tägliche liegt bei 15 Gramm. Nach den vier Wochen kann eine wiederholte, unterbrochene Behandlung mit dem Mittel unter enger ärztlicher Kontrolle folgen.

Aufgetragen werden sollte es in einer gleichmäßigen, dünnen Schicht. Im Gesicht darf Daivobet nicht angewendet werden.

Großflächig oder unter Verbänden sollte Daivobet auch nicht eingesetzt werden, da sonst die Wirkung des Kortisons deutlich intensiviert werden kann – was auch zu systemischen Nebenwirkungen führt, also solchen, die den gesamten Organismus betreffen.

Nach dem Auftragen Hände gründlich waschen, damit die Salbe nicht auf andere Hautpartien, in die Augen oder den Mund verschleppt wird.

Während der Therapie sollte man sich nicht übermäßig viel Sonnenlicht oder Solariums-Licht aussetzen.

Daivobet – Gegenanzeigen

Nicht angewendet werden darf die Salbe, wenn eine Allergie gegenüber einem der Bestandteile vorliegt.  Bei einer bekannten Calciumstoffwechsel-Störung  darf die Salbe aufgrund des enthaltenen Calcipotriols ebenfalls nicht eingesetzt werden. Wegen des Cortisons darf sie weiterhin nicht zum Einsatz kommen:

  • Bei folgenden Formen der Schuppenflechte: eryhrodermische Psoriasis, pustulöse Psoriasis
  • Bei Hautgeschwüren
  • Bei durch Viren, Bakterien oder Pilze verursachten Hautkrankheiten, zum Beispiel Fieberblasen oder Windpocken
  • Bei perioraler Dermatitis (Mundrose)
  • Bei Akne
  • Bei Rosazea (Rotfinne, Kupferfinne)
  • Bei Tuberkulose oder Syphilis
  • Bei Ichthyose (Fischschuppenkrankheit)
  • Auf Wunden
  • Auf der Gesichtshaut, vor allem nicht in der Nähe der Augen (Hände nach der Anwendung immer gründlich waschen)
  • An den Genitalien und in der Afterregion
  • Bei dünner Haut, Dehnungsstreifen oder erhöhter Brüchigkeit der Hautgefäße
  • Bei bekannten Erkrankungen der Leber oder Niere (mit dem Arzt besprechen)

Auch Kinder sollte nicht mit Daivobet behandelt werden, gleiches gilt für die Schwangerschaft und Stillzeit.

Ebenfalls ist Daivobet nicht geeignet zur gleichzeitigen Therapie mit Cremes, Salben oder Lösungen, die Salicylsäure enthalten. Calcipotriol wird durch Salicylsäure schnell inaktiv, wodurch die Gesamtwirkung zeitlich verschoben oder verringert wird.

Daivobet – Nebenwirkungen

Häufigste Nebenwirkung ist Juckreiz im Anwendungsbereich. Möglich sind zudem:

  • Lokale Hautreizungen und Entzündungen
  • Rötungen
  • Verschlimmerung der Schuppenflechte
  • Dünner werdende Haut
  • Erweiterte oberflächliche Hautgefäße
  • Streifenbildung der Haut
  • Entzündung der Haarwurzeln
  • Verstärkte Behaarung
  • Allergische Reaktionen
  • Pigmentveränderungen

Bei Überdosierung kann zudem so viel Calcipotriol über die Haut in die Blutbahn gelangen, dass es zu Beschwerden wie bei einer Vitamin-D3-Überdosierung kommt:

  • Erhöhter Calcium-Spiegel im Blut
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Muskelschwäche
  • Verstopfung

Hält der erhöhte Calcium-Spiegel länger an, können Nierensteine und Funktionsstörungen der Niere resultieren.

Daivobet – Erfahrungen

Erfahrungsberichte und Tests zu Daivobet findet ihr zum Beispiel auf folgenden Seiten:

Angaben zum Hersteller

LEO Pharma GmbH
Frankfurter Str. 233 A3
63263 Neu-Isenburg
Telefon: 06102-/201-0
Fax: 06102/201-200
http://www.leo-pharma.de/
leo-pharma.de@leo-pharma.com

 


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