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COPD – Lebenserwartung

Welche Lebenserwartung COPD-Patienten haben, hängt von der Schwere der Erkrankung (siehe auch COPD Stadien) und von weiteren Faktoren wie Nikotinkonsum und Übergewicht ab. Ohne geeignete Therapie sinkt die Lebenserwartung deutlich.

Durchschnittlich verringert sich die Lebenserwartung bei COPD um fünf bis sieben Jahre. Der Zeitraum wird einerseits durch die Therapie beeinflusst, andererseits durch den bereits vorliegenden Schweregrad.

Lebenserwartung nach Schwere der Krankheit

Der individuelle FEV1-Wert („Einsekundenluft“ oder „Einsekundenkapazität“) bestimmt maßgeblich über die Prognose. Dabei wird gemessen, wie viel Luft der Patient mit Anstrengung innerhalb einer Sekunde ausatmen kann.

 

 

 

FEV1 Lebenserwartung
> 1,25 Liter 10 Jahre
0,75 – 1,25 Liter 5 Jahre
< 0,75 Liter 3 Jahre (jeder dritte Betroffene dieser Kategorie verstirbt sogar innerhalb von 12 Monaten)

Bei Nichtrauchern sinkt die Einsekundenkapazität jährlich um etwa 30 Milliliter, bei Rauchern sogar um 90 Milliliter.

Neben dem FEV1-Wert haben auch folgende Faktoren einen Einfluss:

  • Wiederumkehrbarkeit der Bronchien-Verengung: sind die Bronchien wieder erweiterbar, sind die Aussichten wesentlich günstiger. Ermitteln lässt sich dies mittels Bronchospasmolysetest
  • Lebensalter: jüngere Patienten haben eine höhere Lebenserwartung
  • Sauerstoffgehalt des Blutes: je höher, desto besser
  • Kohlendioxidgehalt im Blut: ein zu hoher Gehalt an Kohlendioxid verschlechtert die Prognose.

Die richtige Therapie verlängert das Leben

Mit der medikamentösen Therapie sollen Komplikationen verhindert werden, die die Krankheit nicht nur weiter verschlechtern, sondern auch selbst zur Todesursache werden können. Allen voran gilt es, folgende Erkrankungen zu verhindern:

  • Atemwegsinfekte
  • Cor pulmonale (eine Herzkrankheit aufgrund des erhöhten Lungendrucks)
  • Lungenentzündungen
  • Pneumothorax (eine lebensbedrohliche Beeinträchtigung der Atmung)

Äußerst (!) wichtig ist es, sofort mit dem Rauchen aufzuhören, wenn die Lungenkrankheit diagnostiziert wird. Rauchen verschlimmert die Krankheit dramatisch und senkt die Lebenserwartung. Den Zigarettenkonsum nur einzuschränken, reicht keinesfalls aus.

Die Lebenserwartung bei COPD kann außerdem mit einer Physiotherapie und Atemphysiotherapie sowie der richtigen Ernährung (Übergewicht unbedingt vermeiden!) verlängert werden. Mehr dazu unter COPD-Therapie.
 


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