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Clobetasol

Clobetasol (auch: Clobetasolpropionat, Handelsname: Clarelux und weitere) ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Glucocorticoide. Clobetasol wird bei nichtbakteriellen, entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt, die nur noch mit sehr starken Cortison-Formen behandelt werden können, es gehört zu stärksten Gruppe von Cortison-Präparaten, zur Wirkstoffklasse IV. Es hat eine 10 Mal höhere Wirksamkeit als Hydrocortison und wird nur kurzzeitig angewendet – und stets lokal, niemals innerlich (systemisch).

Clobetasol ist ein Derivat von Betamethason.

Clobetasol – Anwendung

Zum Einsatz kommt Clobetasol vor allem bei folgenden Hautkrankheiten:

  • Hautentzündungen
  • Ekzeme
  • Neurodermitis
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Dermatosen der Kopfhaut
  • Lichen sclerosus et atrophicus
  • Knötchenflechte
  • Pustulosis palmaris et plantaris

Präparate mit dem Wirkstoff gibt es als Creme, Salbe, Lotion, Lösung und Shampoo.

Im Handel erhältlich sind folgende Medikamente mit Clobetasol (allesamt Monopräparate):

Clarelux (D, A), Clobegalen (D), Clobex (D, A, CH), Dermovate (A, CH), Dermoxinale (D), Dermoxin (D), Karison (D)

Wie wirkt Clobetasol?

Clobetasol wirkt auf zwei Wegen:

  • Es stabilisiert die Hautzellwände und verhindert so, dass Wasser ins Gewebe austritt und Ödeme entstehen
  • Es bindet sich an Rezeptoren im Hautgewebe, beeinflusst damit körpereigene Eiweißstoffe und wirkt auf diese Weise entzündungshemmend, indem es Immunreaktionen des Körpers unterdrückt.

Clobetasol wirkt also vor allem:

  • entzündungshemmend
  • antiallergisch

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Zu den unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels zählen:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen und allergische Hautreaktionen (Rötung, Brennen, trockene Haut, Juckreiz)
  • Atrophie
  • Steroidakne
  • Follikulitis
  • Hypertrichose
  • Dermatitis perioralis
  • Ekchymosen
  • Cushin-Syndrom

Nicht angewendet werden darf Clobetasol in folgenden Fällen:

  • Überempfindlichkeit / Allergie gegen den Wirkstoff
  • An Augen, After, Genitalien
  • Bei Akne, entzündlichen Ekzemen, Dermatitis perioralis, Herpes Zoster
  • Bei durch Pilzerkrankungen oder Impfungen bedingten Hautkrankheiten
  • Bei Hautkrankheiten, die durch Viren bedingt sind: Rosacea, Syphilis und Tuberkulose

Auf keinen Fall darf Clobetasol großflächig auf der Haut aufgetragen werden. Gelangt der Wirkstoff unverdünnt auf die Haut, sollte er mit Wasser und Reinigungsmitteln abgewaschen werden, kontaminierte Kleidung sollte ebenfalls in die Wäsche gegeben werden.

Gelangt es in die Augen, sollten diese gründlich mit Wasser abgespült werden.

Auch im ersten Schwangerschaftsdrittel sowie in der Stillzeit (im Brustbereich) soll Clobetasol nicht verwendet werden.
 


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