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Cistrose

Die Cistrose (auch: Zistrose) ist ein altes griechisches Heilmittel, das gerade wieder neu in der Alternativmedizin entdeckt wird. Bei der Pflanze handelt es sich um ein Licht und Wärme liebendes Strauchgewächs, genauer: Macchia-Gewächs, das vorrangig im Mittelmeerraum wächst. Mit der winterlichen Christrose oder der Rose hat die Pflanze nichts zu tun, obgleich ihre teils rosablühenden Blüten der Heckenrose stark ähneln können. 

Von der Cistrose gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Exemplare mit diversen Farbschattierungen, am häufigsten genutzt wird die Cistus ladanifer, deren Blütenblätter cremefarben sind und dunkelpurpurfarbene Tupfer am Ansatz haben.

Auch von wissenschaftlicher Seite her steigt das Interesse. Pflanzenextrakte aus der graubehaarten Cistrose werden schon seit 2000 Jahren in der Medizin benutzt. Die Blätter der Cistrose enthalten: 

  • ätherische Öle
  • Harze („Ladanum“ oder „Labdanum“ genannt)
  • Polyphenole

Im Altertum wurde das Harz folgendermaßen gewonnen: Ziegen wurden durch die Sträucher getrieben und an ihrem Fell blieb das klebrige Harz hängen. Die Ziegen wurden anschließend geschoren, das Fell heiß ausgewaschen … und zurück blieb dann das Harz.

Heute wird der Extrakt per Destillation gewonnen, wobei man unechtes und echtes entstehendes Cistrosen-Öl unterscheidet:

  • „unechtes“ Cistrosenöl entsteht bei der Destillation der Harzklümpchen
  • „echtes“ Cistrosenöl wird aus mit Harz gesättigten Blättern und Zweigen destilliert

Cistrose – Der Mythos

Griechischen Mythen zufolge tauschten sich die Götter im Olymp darüber aus, welchen Pflanzen bestimmte Heilaufgaben übertragen werden sollten. Die männlichen Götter wollten die Cistrose Wunden verletzter Kämpfer heilen lassen. Die weiblichen Götter hingegen waren ebenfalls vom Kraut mit den rosa Blüten angetan, wollten es aber lieber zur Schönheitspflege einsetzen. Ein Streit entbrannte, nach dem man sich am Ende so einigte: die Cistrose solle heilen und verschönern können.

Cistrose – Wirkung und Anwendung

Die Wirkung der Cistrose wurde schon häufiger untersucht, mit meist positiven Ergebnissen.

Gefunden haben wir zum Beispiel folgende Untersuchungen:

  • Prof. C. P. Siegers von der Uni Lübeck: der Verzehr von Cistrose hilft dem Körper bei der Entgiftung und führt zu verminderten Schwermetallen im Organismus
  • Universität Münster (Zentrum für Molekulare Virologie): Cistrose kann Pilzerkrankungen vorbeugen und das Immunsystem positiv beeinflussen, wirksames Grippemittel: während andere Medikamente gegen Viren deren Vermehrung hemmen, sorgen Wirkstoffe der Heilpflanze dafür, dass die Viren nicht mehr an die Körperzellen andocken können
  • Universität Tübingen: mit den in der Cistrose enthaltenen Polyphenolen wurden Zellkulturen behandelt, was sie deutlich weniger oder gar nicht mehr anfällig für Grippeviren machte – vor allem, wenn die Mittel prophylaktisch verabreicht wurden. In Tierversuchen an Mäusen zeigte sich nach der Gabe von Zistrose ebenfalls Influenzaviren keinerlei Spuren hinterließen.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: das enthaltene Vitamin P (Polyphenolen) stabilisiert das Herz-Kreislauf-System, unterstützt die Aktivität von Vitamin C und bewahrt Zellen vor unkontrollierter Vermehrung
  • Lefo Institut in Ahrensburg: Cistrose enthält besondere Kombinationen aus Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen
  • Friedrich-Loeffler-Institut: Virusplaques in einer Studie um 90% vermindert, wenn die Petrischalen vor der Infektion mit einem Aerosol der Cistrose eingenebelt wurden

Diskutiert wird auch, dass das Pflanzenmittel bei unreiner Haut und Akne helfen könnte.

Als Heilmittel taugt die Cistus incanus ssp. tauricus, im Handel: Cistus incanus Pandalis).

Cistrose – Anwendung

Die Cistrose kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Für einen Tee nimmt man einen flachen Teelöffel des Krauts, gießt ihn mit kochendem Wasser auf und lässt ihn ziehen, der Tee kann zum Beispiel mit Lindenblüte oder Pfefferminze schmackhafter gemacht werden.

Zudem kann man den Cistrosen-Tee auch abkühlen lassen und äußerlich auf erkrankte Haut tupfen.

Das in den Blättern der Cistrose enthaltene ätherische Öl kann auch in der Aromatherapie als Zusatz von Massageölen oder in einer Aromalampe verwendet werden.
 


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