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Chronisch / chronische

Chronisch ist ein Ausdruck, mit dem ein Krankheitsverlauf beschrieben wird. Chronisch ist das Gegenteil zu akut. Während akute Krankheiten schnell ausbrechen und im Durchschnitt 3-14 Tage andauern, dauern chronische Krankheiten über vier Wochen oder länger an. Erkrankungen, die nicht (schnell) heilen, sind damit chronisch. Sie entwickeln sich tendenziell eher langsam.

Das Wort chronisch entstammt dem Griechischen „chrónos“ für „die Zeit“.

Auch chronische Krankheiten können akute Bestandteile haben. Zum Beispiel bei der Epilepsie oder bei Asthma handelt es sich um chronische Erkrankungen, die jedoch mit akuten Anfällen einhergehen.

Chronisch heißt nicht unheilbar. Sie können tödlich enden, müssen es aber nicht.

Schätzungen zufolge leiden etwa 20% der Deutschen unter einer chronischen Krankheit.

Arten chronischer Erkrankungen

Chronische Krankheiten werden weiter unterschieden in die folgenden Formen:

  • Perakut: vermeintlich spontan auftretende Erkrankungen, die oft tödlich enden innerhalb von 48 Stunden, zum Beispiel Schlaganfall oder Herzinfarkt
  • Subakut: die Krankheit dauert zwischen 2 und 4 Wochen, liegt also zwischen akut und chronisch, die Symptome sind in der Regel weniger stark als bei akuten Krankheiten
  • Subchronisch: Dauer einer chronischen Krankheit, aber geschwächte Symptome
  • Chronisch-progredient: längerfristige Erkrankung, in deren Verlauf sich die Symptome verschlechtern oder neue hinzukommen
  • Prolongiert: untypisch lange Dauer der Krankheit
  • Transitorisch: vorübergehende Störungen

Die gesetzlichen Krankenkassen deklarieren manche Krankheiten als „schwerwiegend chronisch“. Dabei muss die Krankheit mindestens ein Jahr andauern und vierteljährlich von einem Arzt behandelt worden sein. Der Patient muss mindestens nach Pflegestufe 2 oder 3 pflegebedürftig sein, durch die Krankheit mindestens zu 60 Prozent erwerbsgemindert oder behindert sein und außerdem eine medizinische Versorgung brauchen, um einer Verschlechterung der Lebensqualität vorzubeugen.

Die häufigsten chronische Krankheiten

Die häufigsten chronischen Krankheiten sind:

  • Lungenerkrankungen: COPD, Asthma bronchiale
  • Erkrankungen des Verdauungssystems: Morbus Crohn, Colitis ulcerose
  • Neurologische Erkrankungen: Demenz, Epilepsie, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose
  • Skelett-Erkrankungen: Rheuma
  • Stoffwechselerkrankungen: Gicht, Diabetes mellitus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Arteriosklerose
  • Suchterkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Bei den Hauterkrankungen sind die folgenden chronischen am weitesten verbreitet:
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Vitiligo
  • Rosacea
  • Pruritus
  • Akne
  • Kreisrunder Haarausfall
     

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