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Besondere Asthma-Arten

Asthma ist eine weit verbreitete respiratorische Erkrankung, die in jedem Alter, jedoch besonders oft
bei Kindern auftritt. Um die verschiedenen Asthma Typen zu differenzieren und sie eindeutig gegenüber anderen Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik, z.B. einer Rhinitis, abzugrenzen, stehen verschiedene pneumologische Verfahren zur Verfügung. Neben der Bodyplethysmographie wird in der Regel eine Bronchoskopie, NO-Messung, allergische Tests wie der Provokationstest und ein Röntgenbild des Thorax durchgeführt.

Häufig wird lediglich zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma unterschieden. Auch die Begriffe Berufs- oder Belastungs-Asthma gelten als geläufig. Tatsächlich können noch weitere Asthma Arten differenziert werden, die eine spezifische Symptomatik oder Krankheitsauslöser klassifizieren. So wird z.B. von Brittle-, Variant-, Verstecktem-, Bäcker-, Gewitter- oder dem exazerbiertem Asthma gesprochen.

Brittle Asthma


Patienten mit Brittle Asthma, welches erst 1977 von Turner-Warwick beschrieben wurde, wechseln zwischen Tagen bis hin zu Wochen, ohne jedwede Probleme und Zeiten, in denen Asthma-Anfälle zur Tagesordnung gehören. Brittle Asthma wird in zwei Typen in Abhängigkeit der Verbreitung klassifiziert. Während Typ 1 überwiegend Frauen zwischen 15 und 55 Jahren betrifft, sind von Typ 2 beide Geschlechter in allen Altersklassen gleich betroffen.


Die medikamentöse Einstellung ist in diesen Fällen sehr schwierig, wobei besonders eine Typ 1 Erkrankung auch Todesfälle hervorrufen kann. Während Brittle Asthma Typ 1 mit Steroid- Medikamenten behandelt wird, helfen Adrenaline bei Typ 2.

Des weiteren ist es eine Allergen-Identifizierung und Vermeidung entscheidend. Während überraschenderweise Haustiere und Hausstaubmilben nur selten eine Verschlimmerung der Symptome nach sich ziehen, haben Lebensmittelallergien, allen voran Weizen, Fisch und Erdnüsse, negative Konsequenzen. Auch psychische Belastungen verschlimmern die Beschwerden.

Variant Asthma


Das Variant Asthma ist durch einen trockenen Husten und Probleme der Bronchien gekennzeichnet, welches jedoch nur selten als Asthma identifiziert wird. Tatsache ist, dass dieser Asthmatyp häufig erst spät erkannt wird. Ferner scheint dieser nicht selten eine Vorform eines anderen Asthmas zu sein, denn rund 30% der Patienten erfahren eine negative Entwicklung ihrer Erkrankung.

Eine Spezialform ist das Cough-variant Asthma, welches durch chronisches Husten und bronchiale Hyperreagibilität gekennzeichnet ist. Anders als bei Asthma üblich, fehlen jedoch Atemnot, Giemen
und Lungenveränderungen. Die Behandlung ist noch umstritten, jedoch gibt es erste Hinweise, dass
eine frühe Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden die Entwicklung eines Folgeasthmas abwendet, welches unbehandelt sonst bis zu 30% der Patienten entwickeln. Außerdem vermindert die Behandlung
mit dem Leukotrieninhibitor Montelukast die Symptomatik.

Verstecktes Asthma


Das versteckte Asthma ist durch eine nur schwache Ausprägung des Krankheitsbildes gekennzeichnet, welches die Anamnese erschwert. Dem Namen entsprechend, kann nur schlecht nachvollzogen werden, wie viel Prozent der Bevölkerung unter einem der Erkrankung leiden und in welche Richtung sich
dieses entwickelt. Eindeutig ist jedoch, dass eine frühzeitige Behandlung den Verlauf jedweden
Asthmas positiv beeinflusst.

Bäcker Asthma


Das Bäcker Asthma ist eine Rhinitis, die sich als inhalative Allergie darstellt. Durch die Reizung
der Schleimhäute mit Mehlstaub, zeigen sich Niesreiz, eine laufende Nase, Augenrötungen und -jucken. Konstant den Allergenen ausgesetzt, entwickelt sich nicht selten eine ernst zu nehmende Asthmaerkrankung mit Atemnot. Rund 4% der Bäcker sind im Laufe ihres Arbeitslebens davon betroffen. Obwohl Roggen- und Weizenmehl die Hauptverursacher des Bäcker Asthmas sind, können auch alle anderen Mehltypen die Erkrankung hervorrufen.

Gewitter Asthma


Liegt allergisches Asthma vor, ist bei den meisten Patienten auch mit dem sogenannten Gewitter Asthma zu rechnen. Dieses bezeichnet eine Verstärkung der typischen asthmatischen Symptome etwa 30 Minuten nach einem Gewitter. Der Grund hierfür liegt in der veränderten Luftfeuchtigkeit und elektrostatischen Ladung der Luft, die für eine vermehrte Freisetzung von Pollen sorgen, die zusätzlich aufgewirbelt werden. Die geringe Größe der Pollen löst außerdem besonders schwere Asthma-Anfälle aus.

Exazerbiertes Asthma


Das exazerbierte Asthma entspricht einem Bronchialasthma, welches durch Infektionen und äußere Einflüsse wie Staub oder Allergene drastisch verschlimmert wird. Daher ist die Identifikation der Allergene essentieller Bestandteil der Therapie. Ebenso helfen präventive Medikamente die Lunge zu stärken und so Bakterien frühzeitig abzuwehren. Ein gesundes Immunsystem und reduzierter psychischer Stress sind ebenfalls förderlich. 

Literatur:

http://www.applied-medical.co.uk/brittle.shtml

http://www.euroclinix.de/asthma-arten.html

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/asthma/article/404995/dauerhusten-kernsymptom-cough- variant-asthma.html

http://www.mein-allergie-portal.com/asthma/299-was-tun-bei-baeckerasthma-symptome-diagnose-und- therapieoptionen.html

http://www.curado.de/pollenallergie/Warnung-vor-Gewitterasthma-30254/


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