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Beschwerdefreier & erholsamer Schlaf: Hilfreiche Tipps für Allergiker

Allergien haben das Potenzial, die Nacht zum Tag zu machen. Egal was man tut, das Jucken in den Augen und die laufende Nase lassen es einfach nicht zu, eine erholsame Nachtruhe zu finden. Ob Hausstaub-, Pollen-, oder Tierhaarallergie – Allergiker haben es nachts nicht leicht. Dabei gibt es durchaus Hilfen, die Beschwerden mindern oder ihnen sogar vorbeugen können. Wenn auch Sie unter schlechtem Schlaf leiden, dann helfen Ihnen eventuell die folgenden Tipps weiter.

Die besten Tipps für einen angenehmen Schlaf – trotz Allergie

Vorab – nicht jede Methode funktioniert bei jedem Allergiker auf dieselbe Weise. Während manche deutliche Effekte beobachten können, bleiben diese bei anderen aus. Kein Wunder, denn schließlich gibt es mehr als 20.000 nicht-infektiöse Stoffe aus der Umwelt, gegen die Sie eine Überempfindlichkeit entwickeln können. Als Reaktion darauf, bildet Ihr Immunsystem bestimmte Antikörper in Übermengen. Die allergischen Reaktionen daraus rauben Betroffenen häufig den Schlaf.

Im Folgenden finden Sie für jede Allergie hilfreiche Tipps, die Ihnen hoffentlich zukünftig zu einem besseren Schlaf verhelfen.

Hausstaub-Allergie

Eine Hausstauballergie ist bei weitem keine Seltenheit und betrifft Menschen jeden Alters. Wenn auch Sie darunter leiden, sind es die Milben, die für Ihre Beschwerden verantwortlich sind! Ihr Kot vermischt mit Hausstaub verursacht beim Einatmen Husten, Niesen und eine verstopfte Nase. Nicht gerade ideale Bedingungen für einen erholsamen Schlaf. So sichern Sie sich eine ruhige Nacht:

Tipp #1: Die Lebensbedingungen der Milben zerstören

Das heißt, Sie müssen dafür sorgen, dass der Lieblingsort der Tierchen – nämlich Ihr Bett – nicht zu warm und feucht ist. Deshalb kommen die Milben nämlich bevorzugt in diese Region. Dort können sie munter Ihre Hautschuppen verzehren, während Sie niesend und unruhig den Schlaf herbeisehnen.

Ein super Tipp ist daher die Bettwäsche nach dem Aufstehen auszulüften. Da Sie in der Nacht schwitzen, begünstigt dies den Lebensraum der Milben. Ein hygienisches, trockenes Bettklima verschafft Abhilfe! Ein Material, das besonders viel Feuchtigkeit aufnehmen kann ist Lyocell. Es sorgt für ein gesundes, trockenes Schlafklima und ist im Übrigen auch für Allergiker geeignet!

Tipp #2: Ausreichend Lüften vertreibt Milben

Ein gut gelüftetes Schlafzimmer begünstigt nicht nur das allgemeine Raumklima, es beugt auch Schimmelbildung vor. Nicht nur Ihr Bett, sondern auch der ganze Raum sollte stets gut gelüftet sein. Eine Idealtemperatur erreichen Sie mit 18 Grad, die Luftfeuchtigkeit sollte unter 50% liegen.

Tipp #3: Teppiche und Böden regelmäßig absaugen

Teppiche können nicht nur Staubfänger, sondern auch ein Auffanglager für Tierhaare sein. Saugen Sie Ihr Schlafzimmer regelmäßig gründlich durch, damit Sie Hausstaub keine Chance auf Verbreitung geben.

Tipp #4: Die richtige Einrichtung

Pflanzen, Deko und Regale sind wahre Staubfänger. Entweder Sie wischen regelmäßig Staub in Ihrem Schlafzimmer oder Sie verzichten auf allzu viel Dekoraktionsgegenstände. In der Wohnung sind Polstermöbel generell weniger empfehlenswert als beispielsweise Ledermöbel. Aufgrund der glatten Oberfläche des Leders kann sich Staub dort nicht so leicht absetzen.

Tipp #5: Regelmäßige, gründliche Hygiene

Reinigen ist simpel und kann auch viel bewirken. Waschen Sie Ihre Bettwäsche am besten einmal pro Woche bei 60 Grad Celsius. Außerdem sterben Milben auch bei Minusgraden – im Winter also am besten alles im Freien aufhängen. Ganz wichtig sind außerdem spezielle allergene Filter, mit denen die Matratze abgesaugt werden kann.

Tipp #6: Spezialbezüge verwenden

Als Hausstauballergiker können Sie von allergendichten Schutzüberzügen profitieren. Die gibt es für Matratzen, Kopfkissen und auch für die Bettdecke. Eine richtig geniale Lösung sind auch Allergiker Daunenbettdecken. Dabei haben Sie es zwar kuschelig warm, aber die Milben bleiben Ihnen fern.

Es gibt sogar Zwischenbezüge für sehr schwere Allergiefälle. Verlässliche Schutzbezüge sollten auch Milben aussperren, die kleiner als 0,5 Mikrometer sind. Achten Sie also auf Qualität. Tipp: Oft bekommen Sie Geld von der Krankenkasse zurück, wenn ein Arzt Ihre Allergie bestätigt.

Tipp #7: Matratze alle 7 Jahre wechseln

Wie gesagt, Milben ernähren sich von Hautschuppen – und davon gibt es in Ihrem Bett reichlich. Auch wenn Sie alle Einrichtungs,- Wasch,- und Lüftungstipps beachten, sollten Sie spätestens nach 7 Jahren unbedingt Ihre Matratze auswechseln!

Pollen-Allergie

Wenn Sie an einer Pollenallergie leiden, rauben Ihnen vor allem die Mikropartikel, die überall im Raum herumschweben, den Schlaf. Meistens passiert dieser Pollenflug zwischen 2 und 3 Uhr nachts – eine äußerst unchristliche Zeit. So gehen Sie am besten dagegen vor:

Tipp #1: Mit einem Pollengitter vorsorgen

Ein offenes Fenster im Sommer verstärkt bei Pollenflug natürlich Ihre allergischen Reaktionen. Dadurch öffnen Sie Pollen Tür und Tor, und sie setzen sich auf der Bettwäsche, in der Luft und auch in Ihrem Gesicht und den Haaren ab. Eine gute Lösung ist daher ein Pollengitter. So bleibt der Blütenstaub draußen und Sie können beschwerdefrei schlafen.

Tipp #2: Einrichtung anpassen

Hier gilt dasselbe wie bei der Hausstauballergie: Möbel und Stoffe, die Pollen anziehen, vermeiden! Teppiche mit langen Fasern sollten vermieden werden. Waschen Sie auch Ihre Haare, bevor Sie sich ins Bett legen. Dann können sich die Pollen nicht so gut an ihnen festsetzen.

Tipp #3: Betthygiene

Das ist eine gute Lösung für die meisten Allergien. Auch Pollen können Sie vorbeugen, indem Sie eine saubere und trockene Matratze pflegen. Waschen Sie die Wäsche 1 Mal die Woche bei mindestens 60 Grad. Ein tägliches Lüften am frühen Morgen ist ebenfalls ideal – da sind noch nicht so viele Pollen unterwegs. Nutzen Sie auch Ihren Trockner, damit sich die Pollen während dem Trocknen im Freien nicht anhäufen.

Tipp #4: Allergikerbezüge

Sehen Sie sich hierzu den Tipp #6 bei der Hausstauballergie an. Denn für die Pollenallergie gilt genau dasselbe. Encasings, also Allergikerbezüge können Ihnen einen ruhigen Schlaf bescheren.

Tipp #5: Auf die Tageskleidung achten

Ziehen Sie Ihre Klamotten besser nicht in Ihrem Schlafzimmer aus – die Pollen des Tages, die sich auf Ihrer Kleidung festgesetzt haben, kommen so nicht in die Nähe Ihres Bettes.

Tierhaarallergie

Eine Tierhaarallergie ist eine besonders tückische Angelegenheit. Achten Sie unbedingt darauf Ihr Haustier nicht in Ihr Schlafzimmer zu lassen. Das gilt nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Auch wenn Sie selber kein Haustier haben sollten – legen Sie auch Ihre Tageskleidung vorsichtshalber außerhalb des Schlafzimmers ab. Wer weiß, vielleicht sind Sie damit mit einem Tier in Berührung gekommen ohne es zu merken. Ansonsten gelten dieselben Hygienetipps, wie auch bei Pollen-, oder Hausstauballergien.

Mücken-Allergie

Gerade im Sommer sind Mücken sehr aktuell – abgesehen davon, dass sie mehr als lästig sind, treten auch häufig allergische Reaktionen bei Stichen auf. Es bilden sich Quaddeln an der betroffenen Stelle, die sehr großflächig werden können. Solche ausgedehnten Schwellungen sind dann mehr als nur lästig. Verantwortlich dafür ist die Histamin-Ausschüttung nach dem Stich. Unterbewusstes Kratzen im Schlaf macht die Sache auch nicht gerade besser!

Befestigen Sie im Sommer am besten Mückenschutz an den Fenstern, versuchen Sie es mit Hausmitteln und lüften Sie das Schlafzimmer nicht in der Nacht, wenn das Licht an ist. Schließen Sie außerdem während des Tages die Schlafzimmertür, damit die lästigen Blutsauger nicht in Ihr Schlafzimmer kommen.

Checkliste für einen unbeschwerten Schlaf

Hier noch einmal ein Überblick, was nachts bei Allergien helfen kann:

  • Betthygiene: Bettwäsche bei 60 Grad einmal die Woche waschen
  • Spezialbezüge für Allergiker verwenden
  • Matratze nach spätestens 7 Jahren austauschen
  • Ordentlich lüften: Temperatur 18 Grad, Luftfeuchtigkeit unter 50%
  • Staubfänger wie Polstermöbel, Pflanzen und Bücherregale beseitigen
  • Gitter gegen Pollen und Mücken anbringen
  • Nicht im Schlafzimmer entkleiden: vor allem bei einer Pollen- oder Tierhaarallergie
  • Haustiere sind im Schlafzimmer und vor allem im Bett tabu!

Autorenname: Hannes Bodlaj
Position: Geschäftsführer

Hannes Bodlaj ist Geschäftsführer von LaModula, dem Onlineshop für Massivholzmöbel mit Sitz in Villach. „Traumhaft schlafen, natürlich wohnen“ – so lautet das Credo, welches sich das Unternehmen auf seine Fahnen geschrieben hat. Hannes Bodlaj ist im Betrieb für die finanziellen Angelegenheiten und die strategische Planung zuständig. Als Schlaf-Experte steht er den Kunden aber natürlich auch beratend zur Verfügung.

Photo (oben): Elisa Self / flickr

 

 


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