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Bekommt man von Schokolade Pickel?

Ob man von Schokolade Pickel bekommt, ist ein sehr umstrittenes Thema. Die Wissenschaft tendiert zu einem Nein, während viele Patienten mit Hautunreinheiten und Akne durchaus bemerken, dass ihr Hautzustand sich bei Schokolade verschlechtert bzw. beim Vermeiden dieser bessert.

Doch aus der Forschung kommen immer mehr Hinweise auf einen Einfluss der Schokolade bei der Entstehung von Pickeln. Dies liege jedoch nicht am Kakao sondern an einem Zusammenspiel von viel Zucker mit Milch und Milchprodukten, wie wir in der Apotheken Umschau vom Dermatologen Professor Bodo Melnik lesen können.

Schuld daran sei der durch die Schokolade erhöhte Insulinspiegel im Blut. Daran ist zum einen der hohe Anteil an Zucker Schuld. Gleichzeitig wirkt die Milch der Schokolade, indem sie die Bauchspeicheldrüse direkt ansteuert und den Insulinspiegel weiter.

Den Insulinspiegel nach oben treiben neben Schokolade unter anderem die folgenden Lebensmittel:

  • Süßigkeiten aller Art
  • Gezuckerte Milchprodukte
  • Zuckerhaltige Getränke
  • Geschälter Reis

Wer Pickeln (teilweise) vorbeugen möchte, sollte eher auf die folgenden Nahrungsmittel zurückgreifen, die den Insulinspiegel deutlich weniger beeinflussen:

  • Obst
  • Gemüse
  • Hartweizen-Nudeln
  • Vollkornprodukte
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Linsen
  • Nüsse

Auch auf Fast Food sollte man weitgehend verzichten, insgesamt sollte der Anteil an Nahrungsmitteln mit gesättigten Fettsäuren reduziert werden. Besser ist eine ballaststoffreiche Ernährung. 

Wer unter Pickeln leidet, sollte weiterhin den Milchkonsum reduzieren, muss die Milch aber auf keinen Fall komplett vom Speiseplan streichen.

Pickel entstehen nicht direkt durch die Aufnahme insulinspiegelsteigender Lebensmittel, sondern durch eine überhöhte Talgproduktion der Haut. Neben der Ernährung spielen vor allem die Hormone eine Rolle, zudem die Hautpflege.

Weitere Theorien und Untersuchungen

Zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts lautete die Empfehlung, bei Akne auf Nahrungsmittel zu verzichten, die zum erhöhten Abbau von Zucker einhergeht – allen voran also auf Süßigkeiten. Zudem stand schon damals Milch unter Verdacht, Akne verschlimmern zu können.

Mit einer Studie aus 1969 von Fulton und Kollegen wechselte die Richtung – in dieser zeigte sich nämlich, dass zwischen Menschen, die täglich Schokoriegel oder gleich aussehende Placebo-Riegel ohne Schokolade verspeisten, kein Unterschied im Hautbild erkennbar ist.

Allerdings hatte die Studie einen großen Fehler, denn: auch der Placebo-Riegel enthielt Traubenzucker. Der Kakao der Schokolade hatte zwar keinen Einfluss, aber den Zucker hatte man übersehen.

Hautärzte stellen häufiger fest, dass die Patienten mit Übergewicht oder einer Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist, mehr Pickel bekommen.

Noch heute unterscheiden sich die Ergebnisse rund um den Einfluss der Ernährung auf Akne.

Fest steht jedoch: der glykämische Index – also der bereits oben erwähnte Insulinspiegel – beeinflusst die Talgdrüsen und deren Produkten des Hautfetts.

Für diese Zwecke wurden zum Beispiel Menschen in Korea, Indien und Japan, die sich traditionell ernährten, mit denen verglichen, die viel Fast Food essen.
 


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