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Beantragung einer Kur bei Neurodermitis – Antrag und Kostenübernahme

Eine Kur bei Neurodermitis ist häufig eine wirkungsvolle und zum Teil langfristig helfende Therapie – doch leider auch eine Kostenfrage. Was gesetzliche und private Kassen zahlen, und wie man den Antrag am besten stellt: jucknix zeigt es euch.

Kostenübernahme

Sowohl für ambulante als auch stationäre Vorsorge- und Reha-Neurodermitis-Kuren übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die Kuraufenthalte, in der Regel muss jedoch ein Eigenanteil durch den Versicherten getragen werden. Das Recht auf eine Kur ist bei der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung sowie der staatlichen Beihilfe dabei genau geregelt und somit bei allen gesetzlichen Krankenversicherungen identisch.

Bei Mutter- oder Vater-Kind-Kuren werden die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in der Regel auch zum großen Teil für die begleitenden Eltern übernommen.

Bei der privaten Krankenversicherung hängt die Übernahme der Kosten vom gewählten Versicherungstarif ab. Voraussetzung ist natürlich dass die Kur vom behandelnden Kinder- oder Hautarzt als notwendig empfohlen wird.

Antragstellung

Die Beantragung der Kur erfolgt in Abhängigkeit der Kurmaßnahme: Besprecht mir Eurem Arzt, welche Kur-Maßnahme die geeignetste ist. Wichtig zu wissen ist, dass der Patient oder die Eltern der Kinder bei der Auswahl des Kurzentrums ein Mitspracherecht haben.

  • Für ambulante und stationäre Vorsorge-Kuren oder Reha-Maßnahmen erhalten gesetzlich oder privat Krankenversicherte die entsprechenden Formulare bei ihrer Krankenkasse. Nach Einreichung erfolgt eine umfassende Prüfung der Notwendigkeit und Kostenübernahme durch eine neutrale ärztliche Einrichtung.
  • Wird der Kur stattgegeben, wendet sich der Patient oder die Eltern des Patienten direkt an die Kureinrichtung, um den Kurtermin zu vereinbaren.
  • Bei Mutter- oder Vater-Kind-Kuren gibt es die Antragsformulare beim Müttergenesungswerk, beim Wohlfahrtsverband, beim Deutschen Roten Kreuz oder beim Diakonischen Werk. Der Kurantrag wird sodann direkt von diesen Institutionen an die Krankenkasse weitergeleitet.
  • Viele Kureinrichtungen helfen beim Antragsprozess. Informiert Euch auch dort, was beachtet werden muss und welche Unterlagen vom behandelnden Arzt vorliegen müssen, damit eine Kur bewilligt wird.

Wird der Kurantrag abgelehnt, muss dies noch nicht das Aus für die Bewilligung der Kur bedeuten. In diesem Fall empfiehlt es sich, hartnäckig zu bleiben, Widerspruch gegen die Ablehnung einzureichen und eine persönliche Begutachtung zu beantragen.

Im Allgemeinen werden Kuren alle 4 Jahre bewilligt. Dabei muss diese Dauer nicht eingehalten werden, wenn beispielsweise einer Vorsorge-Kur eine Reha-Kur folgt. Weitere Informationen erhaltet ihr bei eurer Krankenversicherung.

Lest hier weiter, was nach der Kur passiert


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